# taz.de -- UN-Generalversammlung: Iran-Delegation darf nach New York, Luxus ist nicht erlaubt
> Mitten im Krieg erlauben die USA der iranischen Delegation die Reise nach
> New York zur UN‑Generalversammlung. Fürs Shopping gibt es strenge
> Auflagen.
(IMG) Bild: Unter strenger Beobachtung in New York: Amir-Saeid Iravani, Irans Botschafter bei der UN und seine Delegation
Washington dpa | Vertreter des Irans dürfen nach Angaben des
US-Außenministeriums inmitten des Konflikts beider Länder zur Gipfelwoche
der UN-Generalversammlung nach New York reisen. Eine „Kerndelegation des
iranischen Regimes“ werde an der „hochrangigen Woche der
UN-Generalversammlung“ teilnehmen können, teilte ein Sprecher des
Ministeriums mit.
Allerdings werde die Delegation Reisebeschränkungen unterliegen. Zudem sei
ihr nach den geltenden US-Vorgaben der Kauf von Luxusgütern und anderen
Waren untersagt.
Seit 2025 dürfen die iranische UN-Mission und ihre Mitglieder sowie
[1][iranische Regierungsvertreter], die für UN-Zwecke in die USA reisen,
bestimmte Luxusgüter nur mit Genehmigung des US-Außenministeriums kaufen.
Dazu zählen etwa Lederwaren, Uhren, Schmuck, Schuhe, Kosmetik, Parfüm oder
Elektronik im Wert von mehr als 1.000 Dollar pro Gegenstand. Eine vorherige
Genehmigung ist auch für Mitgliedschaften und Einkäufe bei
Großhandelsketten wie Costco, Sam’s Club oder BJ’s erforderlich.
## Abbas darf nicht einreisen
Die Delegation falle außerdem kleiner aus als im vergangenen Jahr, hieß es.
Weitere Angaben dazu, wie groß die iranische Delegation sein wird oder
welche konkreten Reisebeschränkungen gelten, machte das Außenministerium in
der Mitteilung nicht. Die USA sind laut UN-Angaben als Gastgeberland der
Vereinten Nationen grundsätzlich dazu verpflichtet, Delegationen den Zugang
zu ermöglichen. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas aber etwa hat die
US-Regierung Berichten zufolge in diesem Jahr erneut eine
Einreisegenehmigung verweigert.
In New York beginnt am kommenden Dienstag die UN-Generaldebatte, zu der
Vertreter aus rund 140 Staaten erwartet werden. Neben US-Präsident Donald
Trump werden auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Frankreichs
Präsident Emmanuel Macron oder der syrische Übergangspräsident Ahmed
al-Scharaa in New York erwartet.
Die USA und Israel hatten am 28. Februar gemeinsam den Krieg [2][gegen Iran
begonnen], der mit Gegenangriffen in der Region reagierte. Der Konflikt
dauert nun schon fast sieben Monate an.
18 Sep 2026
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