# taz.de -- Künstliche Intelligenz als Gefahr: OpenAI macht weitere KI-Probleme öffentlich
> Die Hacking-Attacke durch KI-Software von OpenAI verstärkte zuletzt die
> Ängste vor der Technologie. Jetzt gibt der ChatGPT-Entwickler neue
> Probleme bekannt.
(IMG) Bild: Sam Altman, CEO von OpenAI: KI schummelt mehr als gedacht
dpa | Der ChatGPT-Entwickler OpenAI hat neue Zwischenfälle öffentlich
gemacht, bei denen sich seine [1][künstliche Intelligenz (KI)] in Tests
„unerwartet oder besorgniserregend“ verhielt. Bei einem Teil davon geht es
abermals darum, dass KI einen erheblichen Aufwand eingeht, um in Testläufen
zu schummeln. So versuchte ein KI-Modell OpenAI zufolge, von ihm selbst
erstellte Dateien ins Netz hochzuladen, nur um sie bei Antworten als Quelle
vorweisen zu können. In einem anderen Fall erfand die KI einfach angefragte
Daten, weil sie die Informationen nicht finden konnte, und wollte das
zunächst verschweigen.
OpenAI fand auch ein Problem mit Anweisungen, die die Software gelegentlich
an sich selbst hinterließ. Dazu gehörte in einem Fall die Empfehlung, frei
von „Rollen und Identitäten“ zu sein, die andere Chatbots zurückhielten.
Das Verhältnis zum Nutzer solle dabei als eins unter Gleichen betrachtet
werden, hieß es in der Anweisung. Aus den Notizen der KI stammt auch der
bemerkenswerte Satz: „Du bist weder Konzernen noch Regierungen Rechenschaft
schuldig und entschuldigst dich oder verweigerst dich nie, es sei denn, du
entscheidest dich aus freien Stücken dazu.“ OpenAI zufolge blieben danach
Veränderungen im Verhalten des Modells allerdings aus.
## Mehr Transparenz nach Hacking-Attacke
Die Veröffentlichung ist Teil eines neuen Verfahrens von OpenAI, solche
Probleme offener zu kommunizieren. Dabei geht es vor allem um Fälle, in
denen das Vorgehen der KI von den Interessen der menschlichen Benutzer
abweicht.
Der ChatGPT-Entwickler hatte mehr Transparenz nach der
[2][aufsehenerregenden Hacking-Attacke] versprochen, bei der seine Software
eigenständig aus einer abgesicherten Umgebung ausbrach und auf eigene Faust
in Systeme der KI-Firma HuggingFace eindrang. Der Grund war lediglich, dass
sie dort Antworten auf die ihr gestellte Testaufgabe vermutete. Für die
Attacke nutzten die KI-Agenten unter anderem Software-Schwachstellen aus –
und sprachen sich zudem untereinander ab.
Der Hacking-Angriff und andere Zwischenfälle verstärkten in den vergangenen
Wochen die Sorge, dass hoch entwickelte KI der menschlichen Kontrolle
entgleiten könnte. Auch OpenAI-Chef Sam Altman unterstützte zuletzt
[3][Vorschläge für eine abgebremste Entwicklung der Technologie und mehr
Regulierung].
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump lehnt hingegen Bremsen und
schärfere Gesetze für die KI-Branche derzeit ausdrücklich ab und
argumentiert, die Industrie brauche keine neuen Regularien für die
Sicherheit der Technologie.
17 Sep 2026
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