# taz.de -- +++ Nachrichten im Ukrainekrieg +++: Drei Tote bei russischen Luftangriffen
> Auch die Ukraine hat mehrere Ziele in Russland attackiert und beschädigt.
> Ob Wladimir Putin zum G20-Gipfel nach Miami reisen wird, ist noch offen.
(IMG) Bild: Kinder schauen auf ein zerstörtes Gebäude in der Nähe von Odessa
## Selenskyj: Drei Tote bei russischen Luftangriffen
Bei den jüngsten russischen Luftangriffen auf die Ukraine sind nach Angaben
aus Kyjiw drei Menschen getötet worden. Dutzende weitere Menschen seien
verletzt worden, teilt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf
dem Kurzmitteilungsdienst Telegram mit. Landesweit seien Schäden an
Wohngebäuden und der Infrastruktur zu verzeichnen. Insgesamt seien zehn
ukrainische Regionen von den Angriffen betroffen gewesen. In der
südostukrainischen Stadt Saporischschja seien zwei Menschen getötet worden,
in Selenskyjs Heimatstadt Krywyj Rih im Süden sei ein Mensch ums Leben
gekommen. Verletzte gab es darüber hinaus in der südlichen Region Odessa,
in Krywyj Rih und [1][in der Hauptstadt Kyjiw.] (rtr)
## Ukraine: Ziele in Russland getroffen
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben mehrere Ziele in Russland angegriffen
und beschädigt. Wie Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Facebook mitteilte,
seien zwei Chemiefabriken in den Regionen Perm im Vorland des Ural und
Samara im Südosten Russlands mit [2][weitreichenden Drohnen] attackiert
worden. Zudem sei in Taganrog an der Küste des Asowschen Meeres eine Fabrik
zur Herstellung von Drohnen getroffen worden. Die Angaben konnten nicht
unabhängig geprüft werden.
Zuvor hatte der Generalstab in Kyjiw bereits von dem Angriff im Gebiet
Samara berichtet. Demnach war auf dem Gelände des Betriebs in Toljatti ein
Brand festgestellt worden. Das Unternehmen sei unter anderem spezialisiert
auf die Herstellung synthetischer Kautschuke, was wichtig für die Nutzung
von taktischen und ballistischen Raketen sei, hieß es zur Begründung.
Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew schrieb am frühen Morgen bei
Telegram lediglich von einem großen ukrainischen Drohnenangriff. Der
Bürgermeister der Stadt Toljatti, Ilja Suchich, teilte mit, dass ein Mensch
infolge eines massiven Angriffs auf die Stadt ins Krankenhaus gebracht
worden sei. Einige mehrstöckige Wohnhäuser seien beschädigt worden.
In sozialen Medien kursierten nicht überprüfbare Fotos und Videos, die eine
große Rauchwolke in Toljatti zeigen sollen. Die Ukraine verteidigt sich mit
westlicher Hilfe seit mehr als viereinhalb Jahren gegen eine großangelegte
russische Invasion. Als Teil ihres Abwehrkampfes nimmt sie immer wieder
auch Ziele im russischen Hinterland ins Visier. (dpa)
Kreml: Entscheidung über Putins G20-Teilnahme in Miami noch offen
Russland hat nach Kreml-Angaben noch nicht über eine Teilnahme von
Präsident Wladimir Putin am G20-Gipfel im Dezember in den USA entschieden.
„Wir wissen noch nicht, ob wir nach Miami reisen werden“, sagt
Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow laut der russischen Nachrichtenagentur
Interfax. Der außenpolitische Berater des Kremls, Juri Uschakow, erklärte,
die Möglichkeit einer Teilnahme Putins sei in Moskau noch gar nicht
erörtert worden.
Dem Vorschlag des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, im Falle
einer Teilnahme Putins ebenfalls zum G20-Gipfel nach Miami zu reisen, um
ein direktes Treffen mit ihm zu suchen, erteilte Peskow eine Absage. Er
bekräftigte die russische Position, dass Selenskyj für ein Treffen mit
Putin nach Moskau kommen solle. Selenskyj hatte sich wiederholt zu einem
Treffen mit Putin bereiterklärt, nicht aber in Moskau. US-Präsident Donald
Trump hatte im April eine Teilnahme Putins am Gipfeltreffen der führenden
Industrie- und Schwellenländer als sehr hilfreich bezeichnet. Putin ließ
daraufhin offen, ob er nach Miami kommen werde. (rtr)
## Ukrainische Drohnenangriffe in mehreren Regionen
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben eine Fabrik im Wolgagebiet Samara
angegriffen. Auf dem Gelände des Betriebs in Toljatti sei ein Brand
festgestellt worden, teilte der Generalstab in Kyjiw mit. Das Unternehmen
sei unter anderem spezialisiert auf die Herstellung synthetischer
Kautschuke, was wichtig für die Nutzung von taktischen und ballistischen
Raketen sei, hieß es zur Begründung.
Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew schrieb am frühen Morgen bei
Telegram lediglich von einem großen ukrainischen Drohnenangriff. Der
Bürgermeister der Stadt Toljatti, Ilja Suchich, teilte mit, dass ein Mensch
infolge eines massiven Angriffs auf die Stadt ins Krankenhaus gebracht
worden sei. Einige mehrstöckige Wohnhäuser seien beschädigt worden.
In sozialen Medien kursierten nicht überprüfbare Fotos und Videos, die eine
große Rauchwolke in Toljatti zeigen sollen.
Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als viereinhalb
Jahren gegen eine großangelegte russische Invasion. Als Teil ihres
Abwehrkampfes nimmt sie immer wieder auch Ziele im russischen Hinterland
ins Visier. (dpa)
12 Sep 2026
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