# taz.de -- +++ Nachrichten im Ukrainekrieg +++: Mehrere Tote und viele Verletzte nach Angriff auf Kyjiw
       
       > In der Nacht zu Donnerstag haben russische Raketen mindestens sechs
       > Menschen getötet. Die Ukraine hat ihre Angriffe ebenfalls verstärkt.
       
 (IMG) Bild: Bewohner Kyjiws in der Nacht zu Donnerstag in einer U-Bahnstation
       
       ap/rtr | Bei einem russischen Raketenangriff sind in der Nacht zum
       Donnerstag in Kyjiw mindestens 6 Menschen getötet worden. 33 weitere
       Menschen wurden verletzt, wie der ukrainische Katastrophenschutz mitteilte.
       Die ganze Nacht über waren Explosionen in der Hauptstadt zu hören. Der
       Luftalarm dauerte bis in die frühen Morgenstunden an. Die Angriffe trafen
       zwölf Orte in den Kyjiwer Stadtbezirken Darnyskyj, Swjatoschynskyj und
       Solomjanskyj. Dabei wurden Wohngebäude, eine medizinische Einrichtung und
       eine Bildungseinrichtung beschädigt. Rettungskräfte bargen Menschen, die
       unter Trümmern eingeschlossen waren.
       
       Im Bezirk Solomjanskyj wurden die beiden obersten Stockwerke eines
       neunstöckigen Wohnhauses zerstört. In weiteren Stockwerken brachen Brände
       aus. Auch in zwei Wohngebäuden und einem Schutzraum einer Schule waren
       Menschen eingeschlossen.
       
       [1][Russland hat seine Angriffe] mit ballistischen Raketen auf die
       ukrainische Hauptstadt zuletzt verstärkt. Damit soll die ukrainische
       Luftabwehr geschwächt werden. Kyjiw verfügt nur über wenige Systeme, die
       ballistische Raketen abfangen können. Zudem sind die Bestände an Raketen
       für die in den USA hergestellten Patriot-Luftabwehrsysteme seit Längerem
       knapp.
       
       US-Präsident Donald Trump hatte [2][der Ukraine] zunächst Lizenzen zur
       eigenen Produktion von Patriot-Systemen genehmigt, diese Entscheidung
       später jedoch zurückgenommen.
       
       ## Ukraine beschießt strategische Ziele in Russland
       
       [3][Die Ukraine] hat ihrerseits ihre weitreichenden Angriffe auf
       Waffenlager, militärische Einrichtungen und andere strategische Ziele tief
       im russischen Staatsgebiet verstärkt. Damit soll Russlands Fähigkeit
       geschwächt werden, seine Angriffe auf ukrainische Städte fortzusetzen.
       
       In der Großstadt Sewastopol auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim
       wird erneut der Strom abgeschaltet. Dies sei notwendig, um eine Überlastung
       der Stromnetze außerhalb der Region zu verringern ‌und einen weitreichenden
       Ausfall zu verhindern, teilt Gouverneur Michail Raswoschajew auf dem
       Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die Unterbrechung solle einige Stunden
       dauern.
       
       Die von Russland annektierte Halbinsel leidet nach ukrainischen Angriffen
       auf Energieanlagen bereits seit Wochen unter Stromausfällen und einer
       Treibstoffkrise. Die Behörden haben deshalb unter anderem den Tourismus in
       der Region bis September ausgesetzt.
       
       20 Aug 2026
       
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