# taz.de -- Umfrage zur Wohnsituation: So viele Studierende leben noch bei ihren Eltern
       
       > Wie wohnen Studierende? Eine Umfrage zeigt: Viele von ihnen leben noch im
       > Elternhaus. Doch es gibt Unterschiede: zwischen den Geschlechtern und
       > regional.
       
 (IMG) Bild: Erstsemesterbegrüßung der Universität Köln, im Durchschnitt lebt jede/r Vierte im Elternhaus
       
       afp | Mehr als jeder vierte Studierende in Deutschland [1][lebt noch bei
       den Eltern]. Damit ist das Elternhaus mit knappem Vorsprung die häufigste
       Form des Wohnens im Studium, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten
       Befragung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh
       hervorgeht. Im Vergleich zur vorherigen Erhebung im Jahr 2023 sank der
       Anteil leicht auf 27,9 Prozent.
       
       Laut CHE gehören mit jeweils 27,8 Prozent und 24,8 Prozent auch
       Mietwohnungen und Wohngemeinschaften zu den am häufigsten genutzten
       Wohnmöglichkeiten. Die Unterbringung in Studierendenwohnheimen fiel mit
       15,2 Prozent seltener aus.
       
       Die Befragung von etwa 87.000 Studierenden in Bachelor und Staatsexamen
       legte auch demografische Unterschiede offen, wie das CHE mitteilte. Ein
       Drittel der männlichen Studierenden habe angegeben, bei den Eltern zu
       leben. Im Gegensatz dazu wohne weniger als ein Viertel aller Frauen noch im
       Elternhaus.
       
       Im regionalen Vergleich zeigte sich, dass das [2][Elternhaus] in
       westdeutschen Bundesländern häufiger genutzt wird als in Ostdeutschland.
       Als Spitzenreiter machte das CHE das Saarland mit einem Anteil von 42,8
       Prozent aus. Mit 7 Prozent wies Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich den
       deutlich niedrigsten Anteil auf.
       
       ## Nirgendwo leben so viele Studierenden in WGs wie in Weimar
       
       Die [3][Wohngemeinschaft (WG)] ist laut CHE besonders in mittelgroßen
       Universitätsstädten mit weniger als hunderttausend Einwohnern beliebt. Am
       weitesten seien diese in Thüringen verbreitet. In Weimar lebten 50,7
       Prozent aller Studierenden in einer WG, das war der deutsche Spitzenwert.
       Die Unterbringung bei den Eltern sei dagegen vor allem in großen
       Ballungsräumen mit hohen Mieten verbreitet.
       
       Knapp zwei Drittel aller Studierenden leben nach CHE-Angaben direkt am
       Hochschulstandort. 30,4 Prozent wohnen im Radius von unter 50 Kilometern
       zur Hochschule. Dabei nutzt mehr als die Hälfte öffentliche Verkehrsmittel,
       um zum Campus zu gelangen. Das ist laut Befragung besonders in Großstädten
       üblich. 31,7 Prozent der Studierenden legen demnach den Weg mit dem Rad
       zurück, 38,8 Prozent kommen zu Fuß. Nur ein Viertel nutze für den Weg ein
       Auto oder Motorrad.
       
       17 Jul 2026
       
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