# taz.de -- +++ Nachrichten im Irankrieg +++: Irans Revolutionsgarden greifen Militärbasis in Syrien an
> Das US-Militär greift wichtige Brücken im Süden Irans an. Das
> Mullah-Regime wiederum attackiert Ziele in der gesamten Golfregion und
> darüber hinaus. Ein Video der iranischen Nachrichtenagentur propagiert
> die Ermordung Trumps.
(IMG) Bild: Auf diesem Standbild aus einem am 16. Juli veröffentlichten Video steigt Rauch nach einem Angriff an einem unbekannten Ort auf – laut Angaben des US-Militärs handelt es sich dabei um eine Aufnahme während der jüngsten Angriffswelle gegen Iran
## Pakistan hadert mit seiner Vermittlerrolle
dpa | Nach neuerlichen Eskalationen im Iran-Krieg hadert der
Vermittlerstaat Pakistan mit seiner Rolle. Aktive Vermittlungsbemühungen
vonseiten Pakistans in dem Konflikt ruhten derzeit, erfuhr die Deutsche
Presse-Agentur aus Diplomatenkreisen im Land.
In einer Pressekonferenz am Donnerstag hatte ein Sprecher des
pakistanischen Außenministeriums alle Konfliktbeteiligten zur Zurückhaltung
aufgerufen.
Insbesondere der möglicherweise neu aufflammende Konflikt zwischen dem
Königreich Saudi-Arabien und der Huthi-Miliz im Jemen bringen Pakistan nach
Angaben der Diplomatenkreise in Bedrängnis. Die Atommacht Pakistan
unterhält mit Saudi-Arabien seit dem vergangenen Jahr ein Militärbündnis.
Am Montag war es zwischen den Huthi und der international anerkannten
Regierung im Jemen, die von Saudi-Arabien unterstützt wird, zu einer der
schwersten Konfrontationen seit Jahren gekommen. Am Donnerstag hatte der
Huthi-Anführer Abdel Malik al-Huthi dem benachbarten Saudi-Arabien mit
Angriffen auf Ölanlagen, Flughäfen und andere sensible Ziele gedroht.
## Irans Nachrichtenagentur: „Wo kann Trump getötet werden?“
dpa | Die iranische Nachrichtenagentur Fars verbreitet in sozialen Medien
ein Video mit dem englischen Titel „Wo kann Trump getötet werden?“. Es
wurde unter anderem auf dem Telegram-Kanal der Agentur, die den mächtigen
Revolutionsgarden nahesteht, veröffentlicht. Eine Version des Videos auf
der Plattform X, die dem US-Milliardär Elon Musk gehört, wurde mittlerweile
gelöscht.
Das Video soll etwa die Route der Autokolonne von US-Präsident Donald Trump
zu seinem Wohnsitz in Mar-a-Lago in Florida zeigen. Eine Brücke stelle
einen sicherheitskritischen Punkt dar. Die visuelle Darstellung der Route
korrespondiert nicht direkt mit öffentlich zugänglichem Kartenmaterial der
Lage. Die Route des US-Präsidenten in Florida wurde erst im Januar 2026
wegen eines verdächtigen Objekts am Flughafen verändert.
Hintergrund sind Vergeltungsrufe der iranischen Staatsführung für den im
Februar getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei. Chamenei kam am
28. Februar bei einem israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz ums
Leben.
Ein Großteil der Iranerinnen und Iraner steht nicht hinter den
Racheforderungen der erzkonservativen Staatsspitze. Viele Menschen im Land
sind müde vom Krieg und den wirtschaftlichen Folgen, die Irans Gesellschaft
massiv unter Druck gesetzt haben.
## Erneut Tanker vor der Küste des Oman angegriffen
afp | Vor der Küste des Oman ist nach Angaben der britischen Behörde für
maritime Sicherheit (UKMTO) erneut ein Tanker angegriffen worden. Das
Schiff sei nach Angaben der Besatzung in der Nacht zu Freitag von einem
„unbekannten Projektil“ getroffen worden, erklärte die UKMTO. Der Angriff
habe zu „geringen strukturellen Schäden“ an der Backbordseite geführt.
In der jüngsten Vergangenheit waren wiederholt Schiffe im Bereich der
Straße von Hormus angegriffen worden. Zuletzt war der Krieg zwischen den
USA und dem Iran wieder eskaliert. Die für die weltweite Schifffahrt
bedeutende Meerenge ist einer der Hauptstreitpunkte bei den stockenden
Verhandlungen.
## Irans Revolutionsgarden greifen Militärbasis in Syrien an
afp | Die iranischen Revolutionsgarden haben nach Angaben des iranischen
Staatsfernsehens den Militärstützpunkt Al-Tanf in Syrien angegriffen. Bei
dem „Überraschungsangriff“ sei das Kommandozentrum „des Feindes“ in der
Region attackiert worden, erklärte das Staatsfernsehen am Freitag im
Onlinedienst Telegram mit. Es handele sich um einen Vergeltungsangriff nach
der Tötung von iranischen Soldaten in Iranschahr im Südosten des Landes.
## Irans Revolutionsgarden: Zwei US-Radaranlagen im Oman zerstört
afp | Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben zwei
Radaranlagen der USA im Oman angegriffen und „zerstört“. Die Attacke sei
eine Vergeltung für die US-Luftangriffe auf Iran, erklärten die
Revolutionsgarden am Freitag. Sie hätten das Radar zur Überwachung der
Seefahrt in der Region Salamah und das Radar zur Luftüberwachung in der
Region Ghanam ins Visier genommen.
## Jordanische Armee wehrt iranischen Angriff ab
afp | Die jordanische Armee hat nach eigenen Angaben erneut einen
iranischen Angriff abgewehrt und drei Raketen abgefangen. Die Flugabwehr
sei am Freitagmorgen aktiviert worden, nachdem die Raketen in den
jordanischen Luftraum eingedrungen seien, erklärte die Armee. Es wurden
keine Opfer oder Sachschäden gemeldet. Jordanien war in den vergangenen
Tagen bereits mehrfach von Iran angegriffen worden.
## Trump spricht von großen Erfolgen in Iran
dpa | US-Präsident Donald Trump hat in einer Rede an seine Nation
behauptet, in Iran erziele man „große Erfolge, und Sie werden die Früchte
dieser Arbeit schon sehr, sehr bald sehen“. Mehr sagte er zu dem Konflikt
nicht. Am Mittwoch hatte er Iran erneut Angriffe auf zivile Infrastruktur
angedroht. Nächste Woche würden alle Kraftwerke und Brücken zerstört, „es
sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch und verhandeln“, sagte er dem
Sender Fox News.
Der iranische Parlamentspräsident und Chefverhandler Mohammed Bagher
Ghalibaf hatte am selben Tag in einer teilweise im Fernsehen verlesenen
Stellungnahme die Position seines Landes abermals bekräftigt, d[1][ass Iran
die Kontrolle über die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger
wichtigen Meerenge beanspruche]. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth
schrieb dagegen auf X, Iran kontrolliere die Straße von Hormus nicht.
Wegen des Streits um die wichtige Meerenge ist der Konflikt wieder
eskaliert. Ghalibaf ließ zwar die Tür für neue Verhandlungen offen. Er
mahnte aber zugleich, dass man keine Angst davor haben dürfe, kriegerisch
eigene Interessen durchzusetzen.
## US-Militär: Jüngste Angriffswelle auf Iran abgeschlossen
rtr | Das US-Militär schließt nach eigenen Angaben seine jüngste
Angriffswelle auf Iran ab. Die von US-Präsident Donald Trump angeordneten
Schläge [2][markieren die sechste Nacht in Folge mit amerikanischen
Angriffen]. „US-Streitkräfte, darunter Kampfjets, Drohnen und
Kriegsschiffe, haben mit Präzisionsmunition Dutzende iranische Militärziele
wie Küstenüberwachungs- und Luftverteidigungsanlagen, militärische
Logistikinfrastruktur und maritime Einrichtungen getroffen“, teilt das
US-Zentralkommando mit.
## US-Angriffe bringen Kontrollturm im Hafen von Tschahbahar zum Einsturz
ap | US-Luftangriffe haben am Freitag US-Angaben zufolge einen Kontrollturm
im iranischen Hafen Tschahbahar am Golf von Oman zum Einsturz gebracht. Der
Hafen gilt als wichtige Handelsverbindung für Afghanistan.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth veröffentlichte ein Bild, das den
offenbar einstürzenden Überwachungsturm zeigt. Das Bild war zuvor bereits
über soziale Medien von Aktivisten verbreitet worden.
Der Hafen von Tschahbahar war wiederholt Ziel von US-Luftangriffen. Die
iranischen Staatsmedien bestätigten eine dritte Angriffswelle auf die
Anlage – zunächst ohne den Einsturz des Turms zu bestätigen. Iran erklärte,
der Turm habe der Überwachung des kommerziellen Schiffsverkehrs im Hafen
gedient. Allerdings betreibt auch die paramilitärische Revolutionsgarde des
Landes Einrichtungen in Häfen im gesamten Iran.
## US-Luftschläge gegen Brücken nahe der Hafenstadt Bandar Chamir
rtr/dpa | Bei US-Angriffen auf Brücken nahe der südiranischen Hafenstadt
Bandar Chamir wurden nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna
sieben Menschen getötet. Die Agentur beruft sich dabei auf Informationen
der Universität für medizinische Wissenschaften in der Provinz Hormusgan,
die in Iran auch als regionale Gesundheitsbehörde fungiert. Mit den
Luftschlägen gegen die Brücken sollten Nachschubwege zu einem iranischen
Marinestützpunkt an der Straße von Hormus unterbrochen werden, berichtete
das Wall Street Journal unter Berufung auf einen US-Beamten.
Mindestens neun weitere Menschen seien bei den Angriffen in Hormusgan
verletzt worden. Irans UN-Botschafter erklärt demnach, die US-Attacken auf
zivile Infrastruktur stellten Kriegsverbrechen dar. Das US-Militär erklärte
dagegen, man habe Dutzende „militärische Ziele“ mit Präzisionsmunition
getroffen, darunter Flugabwehrsysteme und Radaranlagen zur
Küstenüberwachung.
Das Ziel der Angriffe sei gewesen, „die militärischen Fähigkeiten Irans
weiter zu schwächen“, teilte das zuständige Regionalkommando des
US-Militärs (Centcom) auf X mit. Sie seien nun beendet, hieß es am frühen
Morgen deutscher Zeit. Die iranische Nachrichtenagentur Fars hatte unter
Berufung auf amtliche Angaben gemeldet, dass unter anderem die Kahurestan-
und die Gariveh-Brücke auf Verkehrsachsen in Hormusgan getroffen worden
seien.
Die Straße zwischen der Hafenstadt Bandar Abbas und den Städten Chamir und
Lar sei vollständig gesperrt ebenso wie eine zweite Verbindung in der
Region, hieß es. Die Kahurestan-Brücke liegt an der Route, die die
Hafenstadt Bandar Abbas mit der Stadt Schiras weiter nordwestlich verbindet
und gilt laut der US-Zeitung New York Times als eine wichtige Route
zwischen der Küste des Persischen Golfs und dem südlichen Landesinneren des
Irans.
Bandar Abbas beherberge einen Marinestützpunkt der mächtigen Iranischen
Revolutionsgarden und sei von entscheidender Bedeutung für die Fähigkeit
Irans, in der Straße von Hormus Macht auszuüben, schrieb das Wall Street
Journal. Laut dem iranischen Staatssender Irib wurde auch der Flughafen in
Iranschahr in der südöstlichen Provinz Sistan-Belutschistan getroffen. Laut
Press TV schlug mindestens ein Geschoss ein. Die dabei ausgebrochenen
Brände seien inzwischen gelöscht, die Stromversorgung am Flughafen sei
jedoch unterbrochen, berichtete ein Irib-Korrespondent. Tote gebe es nicht.
## Kind bei iranischem Raketenangriff auf Katar verletzt
rtr/ap | Bei der Abwehr eines iranischen Raketenangriffs auf Katar wurde
nach Angaben des Innenministeriums ein Kind durch Trümmerteile verletzt. Es
werde medizinisch versorgt, teilt die Behörde auf der Plattform X mit. Die
Raketenabwehr sei erfolgreich gewesen, teilt das Verteidigungsministerium
mit. In der Hauptstadt Doha waren einem Augenzeugen zufolge mehrere
Detonationen zu hören. Die Regierung hatte wegen der Angriffe Warnmeldungen
an Mobiltelefone verschickt.
Katar gilt gemeinsam mit Pakistan als wichtiger Vermittler in den
Gesprächen zwischen den USA und Iran. Die Angriffe auf die katarische
Hauptstadt Doha gelten als weiteres Zeichen für das Scheitern des
Rahmenabkommens, das den Weg zu einem Ende des Kriegs mit dem Iran ebnen
sollte.
## Iranische Drohnenangriffe auf US-Logistik in Kuwait
rtr | Die iranische Armee greift nach eigenen Angaben Truppenstützpunkte
und Logistikzentren der USA in Kuwait mit Drohnen an. Dies berichten
staatliche iranische Medien. Der iranische Sender Press TV meldet, dass
US-Radaranlagen und Raketenabschussrampen in Brand geraten seien. Die
kuwaitische Armee teilt mit, im Land sei die Flugabwehr wegen Raketen- und
Drohnenbeschuss im Einsatz.
## Iranische Armee greift US-Stützpunkt in Bahrain an
rtr/dpa | Die iranische Armee greift nach eigenen Angaben US-Hubschrauber
und Aufklärungsflugzeuge auf dem Stützpunkt Sakhir in Bahrain mit Drohnen
an. Das meldet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Das
Innenministerium von Bahrain hatte zuvor auf X Sirenenalarm gemeldet.
## US-Sprecherin: Iran weiter an Abkommen interessiert
dpa/afp | Nach Darstellung von US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt ist
Teheran weiter an einem Abkommen mit Washington interessiert. „Iran steht
nach wie vor in engem Austausch mit den Vereinigten Staaten von Amerika“,
sagte Leavitt am Donnerstag vor der Hauptstadtpresse in Washington.
[3][Dass das US-Militär ungeachtet dessen seit Tagen Ziele in Iran
angreift, begründete Leavitt mit dem Verhalten der iranischen Führung].
Trump werde nicht tatenlos zusehen, wie Iran Schiffe in der Straße von
Hormus angreife, erklärte die Sprecherin.
Die Angriffe erfolgen zu einem Zeitpunkt, da die USA wieder eine
Seeblockade gegen iranische Häfen durchsetzen. Das US-Militärkommando
Centcom veröffentlichte Fotos, die zeigen, wie US-Marinesoldaten ein
Handelsschiff entern und durchsuchen. Das Schiff „M/T Wen Yao“ sei
aufgebracht worden, „um die strikte Einhaltung der laufenden US-Seeblockade
zu gewährleisten“.
Bereits am Mittwoch hatte ein US-Kampfflugzeug Raketen auf einen
unbeladenen Öltanker abgefeuert, der laut Centcom die Seeblockade
durchbrechen wollte. Es war das erste Mal, dass die US-Armee seit der
Wiedereinsetzung der Blockade iranischer Häfen am Dienstag ein Schiff
gewaltsam stoppte. Zudem seien „drei Handelsschiffe umgeleitet worden, die
versuchten, die Blockade zu umgehen“, teilte Centcom am Donnerstag weiter
mit.
Die Angaben zur Durchsetzung der Seeblockade erfolgten zeitgleich zu neuen
US-Angriffen auf Iran. Deren Ziel sei es, „die militärischen Fähigkeiten
Irans weiter zu schwächen“, erklärte Centcom. Nach Angaben iranischer
Staatsmedien wurden bei den US-Angriffen auch zwei Brücken und ein
Flughafen getroffen.
17 Jul 2026
## LINKS
(DIR) [1] /Reaktion-auf-den-Irankrieg/!6196214
(DIR) [2] /Naechtliche-Angriffswelle/!6196468
(DIR) [3] /Eskalation-im-Iran/!6195436
## TAGS
(DIR) Schwerpunkt Iran-Krieg
(DIR) Jordanien
(DIR) Kuwait
(DIR) Bahrain
(DIR) Oman
(DIR) Katar
(DIR) Donald Trump
(DIR) Schwerpunkt Iran-Krieg
(DIR) Schwerpunkt Iran-Krieg
(DIR) Schwerpunkt Iran-Krieg
(DIR) Wildtiere
## ARTIKEL ZUM THEMA
(DIR) +++ Nachrichten im Irankrieg +++: Siebte Nacht der gegenseitigen Attacken
Nach erneuten nächtlichen Angriffen der USA greift Iran wiederum mehrere
Golfstaaten an. Die Lage in der Straße von Hormus spitzt sich weiter zu.
(DIR) Nächtliche Angriffswelle: US-Militär weitet Angriffe auf den Iran aus
Die USA haben erstmals seit Beginn der jüngsten Eskalation auch den Norden
Irans angegriffen. Iran reagierte mit Angriffen auf die Golfstaaten.
(DIR) Reaktion auf den Irankrieg: Die Umgehungsstraße von Hormus
Die Golfstaaten beginnen mit dem Aufbau von alternativen Häfen und
Pipelines, um die Blockade der Straße von Hormus zu umgehen. Es geht um Öl
und Düngemittel.
(DIR) Natur im Fadenkreuz: Krieg und Wirtschaftskrise setzen iranischen Wildtieren zu
Der Krieg in Iran ist auch für die Natur eine Katastrophe: Vom Aussterben
bedrohte Arten geraten durch Explosionen und Ölverschmutzungen zusätzlich
unter Druck.