# taz.de -- Anschlag in Monaco: Mutmaßliche Täterin tot in der Nähe von Kyjiw aufgefunden
       
       > Die wegen des Paketbombenanschlags in Monaco gesuchte Ukrainerin ist nahe
       > Kyjiw tot aufgefunden worden. Die Leiche der 39-Jährigen weist
       > Schusswunden auf.
       
 (IMG) Bild: Ukrainische Soldaten stellen an einem ungenannten Ort in der Ukraine Drohnen gegen Russland auf, am 8. 5. 2026
       
       Eine wegen eines Paketbombenanschlags in Monaco gesuchte Ukrainerin ist in
       der Nähe der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw tot aufgefunden worden. Das
       teilte die ukrainische Polizei am Dienstag mit. Die Leiche der 39-jährigen
       Anastasia Beresowska habe mehrere Schusswunden in den Kopf aufgewiesen.
       Zudem seien zwei Verdächtige festgenommen worden. Dabei handele es sich um
       ein ehemaliges Mitglied der Sicherheitskräfte sowie einen Mitarbeiter des
       ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR.
       
       [1][Bei dem Anschlag am 29. Juni in Monaco waren der ukrainischstämmige
       Unternehmer Wadym Jermolajew], seine Partnerin und der 13-jährige Sohn
       schwer verletzt worden. Beresowka, die in Hessen einen Wohnsitz hatte,
       wurde kurz nach dem Attentat auf die Fahndungsliste von Interpol gesetzt.
       
       Ukrainischen Ermittlungen zufolge soll die mutmaßliche Täterin am 1. Juli
       zurück in die Ukraine gereist sein. Dort habe sie mit ihrer Familie und den
       beiden Verdächtigen in Kontakt gestanden. Diese hätten mehrfach Geldbeträge
       auf Krypto- und Bankkonten Beresowskas überwiesen. Dies könnte darauf
       hindeuten, dass sie an dem Attentat in Monaco beteiligt gewesen seien,
       erklärte die Polizei weiter.
       
       Während des Verhörs habe der festgenommene HUR-Offizier gestanden,
       Beresowska mit einem Komplizen ermordet zu haben. Er gab an, eigenmächtig
       gehandelt zu haben. Bei einer Hausdurchsuchung im Wohnsitz des zweiten
       Verdächtigen wurde ein Keller entdeckt. Die Räumlichkeiten hätten einer
       Folterkammer geähnelt.
       
       ## Angriff auf Schattenflotte
       
       Unterdessen meldete Kyjiw weitere Angriffe auf Russland. Das ukrainische
       ‌Militär hat ‌eigenen Angaben zufolge in der Nacht zu Dienstag im Asowschen
       Meer acht Tanker der sogenannten russischen Schattenflotte, einen Frachter
       sowie eine Fähre mit Drohnen beschossen.
       
       Die Schiffe mit einer Frachtkapazität von rund 7.000 Tonnen seien mit
       internationalen Sanktionen belegt und hätten Treibstoff zu der von Russland
       annektierte Halbinsel Krim transportiert, teilten die ukrainischen
       Drohnenstreitkräfte am Dienstag auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.
       
       Bereits am Montag waren ‌zwei weitere Schiffe der Schattenflotte in der
       Region getroffen worden. Ein Angriff auf die maritime Logistik des Feindes
       erschwere die Versorgung mit Treibstoff und Munition. Diese sei zur
       Unterstützung der Einsätze der russischen Truppen erforderlich, hieß es in
       der Mitteilung weiter. Dies gelte vor allem [2][für die Krim].
       
       Ebenfalls in der Nacht zu Dienstag hat das ukrainische Militär eigenen
       Angaben zufolge zwei Rüstungsfabriken in der russischen Region Brjansk
       angegriffen. Bei einem der getroffenen Betriebe handelt es sich um einen
       Hersteller von Mikroelektronik und Zulieferer des russischen Militärs, wie
       der ukrainische Generalstab auf Telegram mitteilte. Zudem sei eine
       Chemiefabrik getroffen worden.
       
       Der Gouverneur der Region Brjansk, Jegor Kowaltschuk, gab am Dienstagmorgen
       bekannt, dass 103 ukrainische Drohnen über der Region zerstört worden
       seien. Laut des Bürgermeisters der russischen Hauptstadt, Sergei Sobjanin,
       hätten über 400 ukrainische Drohnen Kurs auf Moskau und das Moskauer Umland
       genommen. Ein Großteil davon sei unschädlich gemacht worden.
       
       7 Jul 2026
       
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 (DIR) Barbara Oertel
       
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