# taz.de -- Repression in Nicaragua: Indigenen-Anführer Rivera stirbt in Haft
> Vor drei Jahren wurde der Oppositionelle Brooklyn Rivera in Nicaragua
> verhaftet, was die Behörden erst nach 14 Monaten zugaben. Jetzt starb er
> in der Haft.
(IMG) Bild: Der Anführer des Miskito-Volkes, Brooklyn Rivera (r.), 1988 in Managua
epd | Drei Jahre nach seinem Verschwinden ist der nicaraguanische indigene
Oppositionelle Brooklyn Rivera in Haft gestorben. Das
Gesundheitsministerium des mittelamerikanischen Landes gab den Tod am
Sonntag (Ortszeit) in regierungsnahen Medien bekannt und nannte als
Todesursache des 73-Jährigen eine bakterielle Infektion nach einer
Coviderkrankung.
Rivera, Sprecher des indigenen Volkes der Miskito und Gründer der indigenen
Partei Yatama, war im September 2023 verhaftet worden und galt 14 Monate
lang als verschwunden. Erst im November 2024 räumten die nicaraguanischen
Behörden während einer Sitzung des UN-Menschenrechtsrates ein, ihn in
Gewahrsam zu halten. Anschließend erhielt die Familie lange keine weiteren
Informationen zu seinem Verbleib. Vor wenigen Tagen teilte die Regierung
schließlich mit, dass sich Rivera in einem kritischen Zustand befinde.
## Opposition unterdrückt
Menschenrechtler hatten wiederholt die Gefangennahme Riveras als
[1][politisch motiviert angeprangert und seine Freilassung gefordert]. Laut
Amnesty International wurde dem indigenen Anführer Landesverrat
vorgeworfen. Schon vor seiner Gefangennahme sei er aufgrund seines
Aktivismus immer wieder drangsaliert worden.
Die Regierung in Nicaragua [2][unter dem früheren sandinistischen
Revolutionsführer Daniel Ortega] und seiner Frau Rosario Murillo regiert
seit einer Protestbewegung 2018 autoritär. Opposition und Zivilgesellschaft
sind unter Druck, Grundfreiheiten [3][massiv eingeschränkt, immer wieder
werden willkürliche Verhaftungen gemeldet].
1 Jun 2026
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