# taz.de -- Studie zur regionalen Energiewende: Mehr Jobs und Geld durch Wind und Solar
       
       > Eine Studie zeigt, wie die Energiewende regionale Wirtschaften
       > bereichert. Viele Städte und Landkreise könnten so Millionen Euro
       > einnehmen.
       
 (IMG) Bild: Energiepark Lausitz bei Klettwitz: Windkraft hat in Norddeutschland ein höheres Potenzial als im Süden
       
       Berlin Deutsche Städte und Landkreise können ihre Einnahmen aus
       erneuerbaren Energien bis 2033 von 5,5 auf 12,4 Milliarden Euro mehr als
       verdoppeln. Das zeigt [1][eine aktuelle Studie im Auftrag des
       Bundeswirtschaftsministeriums]. Wenn die Ausbauziele für [2][Solar- und
       Windkraft] erreicht werden, könnten in den kommenden zehn Jahren mehr als
       50.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Vor allem ländliche Regionen würden
       von zusätzlichen Gewinnen örtlicher Firmen und höheren Steuereinnahmen
       profitieren.
       
       Die Ergebnisse beruhen auf Modellrechnungen für rund 400 deutsche
       Landkreise und Städte sowie auf Analysen ausgewählter Praxisbeispiele.
       „Überall in Deutschland gibt es bereits Pionierregionen, die den Ausbau der
       erneuerbaren Energien nicht nur unterstützen, sondern als strategischen
       Hebel für ihre eigene Entwicklung nutzen“, sagte Studienautor Frederick
       Sixtus vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung. „Wenn die
       Regionen voneinander lernen, wird die Energiewende für alle zum
       wirtschaftlichen Gewinn.“
       
       Schon jetzt erzielen erneuerbare Kraftwerke Einnahmen von 10 Milliarden
       Euro. Bis 2033 würden sie auf mehr als 21 Milliarden Euro steigen.
       Allerdings bleibt derzeit nur etwa die Hälfte des Geldes in der Region. Der
       Rest fließt ab, weil Großanlagen oft externen Investor:innen gehören.
       In Vorreiterregionen gehen laut Studie bis zu zehn Prozent des
       Wirtschaftswachstums der vergangenen zehn Jahre auf den Ausbau der
       erneuerbaren Energien zurück.
       
       Allerdings profitieren derzeit nicht alle Regionen gleichermaßen. Ein
       Großteil der Einnahmen stammt aus der Windkraft, die in Norddeutschland ein
       höheres Potenzial hat als im Süden. So auch in dem vorgestellten Szenario
       für 2033: Während in den meisten Kreisen Deutschlands die Einnahmen bei
       unter 40 Millionen Euro im Jahr liegen, erreichen sie in den
       Windkraftregionen Norddeutschlands oft mehr als 80 Millionen Euro jährlich.
       An der Spitze steht der Kreis Emsland in Niedersachsen mit 152 Millionen
       Euro.
       
       ## Bessere Angebote von Bund und Ländern
       
       Dennoch könnten auch [3][süddeutsche Landkreise] durch den Ausbau
       erneuerbarer Energien und regionale Konzepte profitieren. Die zusätzlichen
       Einnahmen könnten Kommunen größere finanzielle Spielräume geben, etwa für
       bessere Infrastruktur, höhere Kita-Quoten und schnelleren Breitbandausbau.
       
       Um mehr Geld vor Ort zu halten, schlagen die Autor:innen finanzielle
       Beteiligungsmodelle, Bürgerenergiegesellschaften und lokale Stromtarife
       vor. Bundes- und Landesregierungen sollten Beratungsangebote schaffen,
       gesetzliche Hürden abbauen und bei Förderprogrammen die Wertschöpfung vor
       Ort von Anfang an im Blick behalten.
       
       16 May 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://www.berlin-institut.org/studien-analysen/detail/staerkung-der-regionalen-wertschoepfung-durch-erneuerbare-energien
 (DIR) [2] /Studie-zu-Kosten-der-Erneuerbaren/!6174312
 (DIR) [3] /Gruen-Schwarz-in-Baden-Wuerttemberg/!6177375
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Lalon Sander
       
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