# taz.de -- Alltag mit einer normalisierten AfD: Mutprobe Demokratie – Engagement dort, wo die AfD stark ist
> AfD stärkste Kraft vor Ort: Wie verteidigt man Demokratie im Alltag? Eine
> Sonderfolge vom taz lab über Mut, Druck und Strategien gegen rechts.
Stell dir vor, du setzt dich in einer Region für Demokratie und Toleranz
ein, in der die AfD 30–40 Prozent der Stimmen holt. Wie sähe dein
Engagement aus? Wie gehst du mit AfD-Wähler*innen oder Funktionär*innen
um, wenn Ausweichen keine Option ist? Und welche Folgen hat eine klare
Haltung?
In unserer [1][Live-Sonderfolge vom taz lab 2026 (25.04.)] waren Frank
Kliem, Vizepräsident des Brandenburger Feuerwehrverbands, und Katja
Dietrich, Oberbürgermeisterin von Weißwasser, zu Gast. Und sie berichteten
uns genau darüber. Im Nachgang stellte die Märkische Allgemeine Kliem
öffentlich an den Pranger. Der Landesvorsitzende der AfD äußerte sich wie
folgt zu der klaren demokratischen Haltung von Kliem: „Dass mit Frank Kliem
ausgerechnet der Funktionär die Ausgrenzung der AfD befürwortet, der für
die Zusammenarbeit mit dem ‚Aktionsbündnis Tolerantes Brandenburg‘
zuständig ist, hätte sich George Orwell nicht besser ausdenken können. Das
Beste für den Feuerwehrverband wäre eine neue Verbandsführung, die sich
nicht in den Dienst des Regenbogens und ideologischer Abgrenzungsrituale
stellt, sondern in den Dienst der eigenen Mitglieder und der Sicherheit der
Bürger …“
## Freie Meinungsäußerung als Tabu?
Hier zeigt sich die Strategie der Diskreditierung durch die AfD, wenn man
ihrer Haltung widerspricht. Denn frei äußern soll sich offenbar nur, wer
die eigene Ideologie vertritt. Deswegen sprechen wir in der Folge darüber,
wie ein Stadtrat funktioniert, wenn die AfD die größte Fraktion stellt. Wie
schützen sich Strukturen wie die freiwillige Feuerwehr vor Einflussnahme
durch diese antidemokratischen Kräfte? Gibt es eine echte Brandmauer in der
kommunalen Realität?
Kliem und Dietrich geben Einblick in ihren Alltag und teilen ihre
Strategien im Umgang mit antidemokratischen Kräften. Diese Episode
inspiriert dazu, Mut zur differenzierten Auseinandersetzung zu entwickeln –
für mehr gesellschaftliche Stabilität und Zusammenhalt.
In der nächsten Folge sprechen wir wieder mit Bürger*innen über die
Themen Arbeit und Wirtschaft. Die Folge erscheint am 14. 5., da wir diese
Woche die Sonderfolge eingeschoben haben.
„Mauerecho – Ost trifft West“ ist ein Podcast der [2][taz panterstiftung].
Er erscheint alle zwei Wochen donnerstags auf [3][taz.de/mauerecho] sowie
überall, wo es Podcasts gibt. Besonderer Dank gilt unserem neuen
Sounddesigner Sebastian Jautschus.
7 May 2026
## LINKS
(DIR) [1] /programm/2026/tazlab2026/de/events/1804.html
(DIR) [2] /stiftung
(DIR) [3] /Podcast-Mauerecho/!t6064118
## AUTOREN
(DIR) Dennis Chiponda
## TAGS
(DIR) Podcast „Mauerecho“
(DIR) GNS
(DIR) taz Panter Stiftung
(DIR) AfD Brandenburg
(DIR) Engagement
(DIR) Podcast „Mauerecho“
(DIR) Umfrage
(DIR) Podcast „Mauerecho“
(DIR) Podcast „Mauerecho“
(DIR) Podcast „Mauerecho“
## ARTIKEL ZUM THEMA
(DIR) Drohender Rechtsruck in der Werkhalle: Der Kampf um die Betriebe
Frühpodcast um 7.45 Uhr: Maike Schollenberger und Christoph Golbeck über
Demokratie im Betrieb, Merz, Tarife und die AfD und BW-Koalitionspläne.
(DIR) Sonntagstrend: AfD erstmals fünf Prozentpunkte vor Union
Erstmals liegt die AfD im Sonntagstrend fünf Prozentpunkte vor der Union.
CDU und CSU haben in der Umfrage die niedrigsten Werte seit vier Jahren.
(DIR) Jung, berufstätig, wohnungssuchend: Wenn Arbeit nicht mehr zum Leben reicht!
Ost und West im Blick rund um Arbeit, Mieten und Perspektiven. Darüber
sprechen die Politiker:innen Susan Sziborra-Seidlitz und Damiano
Valgolio.
(DIR) Wo Preise steigen, wird Politik spürbar: Alle unter Druck, aber Politik bleibt im Leerlauf?
Handwerker, Landwirt und Ost-Stimme: Drei Perspektiven auf Inflation,
Spritpreise und Ungleichheit – und was die Politik jetzt konkret ändern
muss!
(DIR) Rheinland‑Pfalz nach der Wahl: SPD, AfD und die traurige Ost‑West‑Front?
Drei Bundestagsabgeordnete in dieser Podcastfolge im Gespräch: Wallstein,
Wagner, Gürpinar diskutieren SPD-Krise, AfD-Erfolge und Wege zu neuer
linker Mehrheit.