# taz.de -- taz-Frauen im Gespräch: „Die sind doch Welpen“
> Gibt es Mackertum in der taz? Und habt ihr auch mal selbst sexistisch
> diskriminiert? Treffen sich sieben Frauen aus der taz und reden über
> Männer.
(IMG) Bild: Mit Schirm, Charme und ohne Melone: Männer unter sich
[1][Nach dem Vorbild der feministaz] haben wir Frauen aus der taz zum
Gespräch gebeten. Um freier zu sprechen, wurde vereinbart, die Antworten
ohne Namen zu veröffentlichen.
Jungs sind schlechter in der Schule, Männer sterben früher. Selber schuld?
Frau 1: Die Frage langweilt mich, darüber reden wir seit Jahrzehnten! Es
stimmt, wenn wir nach der Wissenschaft gehen, müssten wir auch Jungs
fördern. Aber junge Männer müssen auch Verantwortung für sich übernehmen.
Die sollen sich mal zusammenreißen.
Frau 2: Nein, wissenschaftlich erwiesen ist doch, dass Jungs heute anders
als früher nicht mehr bevorzugt werden und deshalb schlechter abschneiden.
Frau 3: Ich glaube, alle sind schuld. Natürlich sind Männer selbst schuld,
wenn sie nicht zum Arzt oder Therapeuten gehen. Das ist halt das Stereotyp:
Man redet nicht über Gefühle, man zeigt sich nicht schwach. Aber
gleichzeitig muss man auch Frauen und allen anderen Geschlechtern sagen:
Lasst Männer diese Stereotype abbauen. Viele erwarten immer noch, dass er
der Starke ist. Man muss die Männer auch schwach sein lassen.
Frau 4: Es sind ja bestimmte Männer, die früher sterben: Armut und
Rassismus verstärken diesen Effekt. Der Mittelschichtsjunge, der in der
Schule schlecht ist, bekommt von den Eltern Nachhilfe bezahlt.
Frau 5: Lustig, wir reden sofort total fachlich und zitieren Studien, statt
über uns zu sprechen.
Frau 6: Ich kann auch persönlich sprechen: Ich kenne das von Freundinnen
mit Söhnen, vom Kinderladen bis zum Abi: Die Jungs wurden viel mehr
verzogen. Die Produktion von Mini-Machos, das ist auch die Verantwortung
der Mütter.
Frau 7: Ich habe einen Sohn und merke, dass da viel unbewusst passiert. Es
geht bei der Frage los, wie ich reagiere, wenn mein Kind fällt. Sag ich
dann bei einem Jungen doch schneller: „Hab dich mal nicht so“?
Frau 2: Kennt ihr den Ausdruck „Golden Retriever Boys“? Gemeint sind Jungs,
die ganz lieb gucken und damit die Lehrerinnen bezirzen, aber hintenrum
Scheiße bauen. Die gibt's auch in der erwachsenen Variante.
Habt ihr mal einen Mann sexistisch diskriminiert?
Frau 6: Ich hab in meinen Zwanzigern alle Männer als Wichser bezeichnet.
So: Ey, du Wichser, na, ihr Wichser?
Frau 5: Geht das überhaupt, Männer sexistisch diskriminieren? Ich würd
sagen: nee.
Frau 1: Ich würde sagen: doch. Ein Beispiel: Wenn Frauen sich über Männer
unterhalten und sagen, dass der Typ ’nen geilen Arsch hat.
Frau 6: Das ist doch ein Kompliment!
Frau 3: Für mich ist Sexismus eine gesellschaftliche Struktur. Im
Patriarchat werden Männer bevorteilt und Frauen benachteiligt. Trotzdem
können Frauen Männer aufgrund ihres Geschlechts herabwürdigen. Aber das ist
halt kein Sexismus.
Frau 5: Aber wenn eine alte weiße reiche Frau einen schwarzen Liebhaber
hat, der keine Kohle hat, dann frag ich mich schon, ob das nicht auch
Sexismus sein kann.
Frau 7: Aber geht es da nicht um die rassistische Sexualisierung von
schwarzen Männern? Und das Ausnutzen eines finanziellen Machtgefälles?
Frau 2: Ich mache gern Witze über Männer. Zum Beispiel, dass die nie was
finden im Haushalt.
Frau 3: Ich habe Männer natürlich schon auf ihr Aussehen reduziert. Und ich
nutze Geschlechterklischees, um faul sein zu können. Dann lasse ich meinen
Mann mehr putzen oder aufs Kind aufpassen und sage: Ich will Stereotype
brechen. Aber eigentlich will ich einfach nur auf der Couch liegen oder
mein Bier trinken.
Frau 6: Meine Tochter ist, was Ordnung angeht, eine extreme Schlampe. Ich
hab sie irgendwann bestärkt und gedacht: Wenn sie auszieht, ist das meine
Rache am Patriarchat.
Sind Frauen in Führungspositionen solidarischer als Männer?
Frau 6: Nein! Nächste Frage.
Frau 1: In der taz haben wir jetzt eine weibliche Führungsspitze. Und die
Kommunikation läuft viel besser als früher. Ich kann mich noch an diesen
Ressortleiter erinnern, der saß breitbeinig in der Konferenz und sagte über
ein Frauenthema: Ist doch scheißegal, hab ich schon im Spiegel gelesen. So
was würde es heute nicht mehr geben.
Frau 6: Ich habe hier aber auch zwei Frauen als Chefinnen erlebt, die haben
fast nur Männer gefördert, es gab nur zwei, drei Alibifrauen. Das hat sich
erst mit einem männlichen Chef geändert.
Frau 4: Als Volo kommt man ja viel rum. Es gibt viele weibliche
Ressortleitungen, aber nur eine nichtweiße Ressortleitung.
Frau 3: Die jüngeren KollegInnen in meinem Ressort beschweren sich mehr
über andere weibliche Kolleginnen als über Männer.
Frau 2: Eine Kollegin, die hier nicht mehr arbeitet, hat gesagt: Sie hat in
der taz zum ersten Mal weiblichen Machismo erlebt.
Warum lebt ihr noch mit Männern zusammen?
Frau 6: Schaut mal, mein Ring! Ich bin verheiratet, freiwillig. Als ich mit
ihm zusammengezogen bin, haben mich die wirtschaftlichen Verhältnisse
gezwungen, weil ich die Miete nicht zahlen konnte. Aber ich leb’ gern mit
ihm, er nervt nicht.
Frau 7: Ich lebe mit einem Mann zusammen. Und weil das mein Sohn ist,
behalte ich ihn auch.
Frau 4: Ich lebe allein. Die Vorstellung, mit einem Mann zu leben, löst
Angst in mir aus. Mein Zuhause ist ein ganz intimer Ort.
Frau 7: Statistisch gut für dich, denn: Frauen, die allein leben, werden
älter und glücklicher. Bei Männern ist es andersrum.
Frau 6: Kommt auf die Lebensphase an. Vater, Mutter, Kind, das war ätzend.
Wenn einer ausgeht, muss die andere drin bleiben. Da fängt das
Machtgerangel an.
Frau 5: Ich propagiere unser Modell: Getrennt erziehen. Wir verstehen uns
viel besser als in unserer Partnerschaft. Für die Kinder ist es nicht toll,
aber für die wäre es auch nicht gut, wenn wir noch zusammen wären. Jetzt
bin ich die Hälfte der Woche Single und hab die Kinder nicht um mich rum.
Frau 4: Na ja, aber bis heute ist Heiraten für Frauen die beste
Absicherung.
Frau 3: Ich habe auch Freundinnen, die deshalb heiraten.
Frau 5: Aber wenn Frauen sich in diese Konstellation begeben und weniger
arbeiten, und dann trennen sie sich, sehen sie alt aus.
Frau 2: Meine Mutter hat gesagt, mach, was du willst mit deinem Leben. Aber
du musst finanziell unabhängig sein.
Frau 1: Deshalb finde ich es schwierig, wenn Frauen lange Teilzeit
arbeiten. Da sag ich: Hör auf damit! Nicht für den Kapitalismus, sondern
für dich.
Wo habt ihr in der taz bereits Mackertum erlebt?
Frau 3: Wenn eine Frau einen Job bekommt in der taz, gratulieren im
internen Mailverteiler nur Frauen.
Frau 5: Dieser Hausverteiler ist ein super Beispiel: Diese furchtbaren
Diskussionen da. Das sind fast nur Männer, die Lust haben, sich gegenseitig
niederzumachen.
Frau 1: Es gibt ältere Männer in der taz, die müsst ihr mal beobachten.
Wenn die in einen Raum kommen, und zwei Frauen sitzen da, sagen die: Ah,
ist ja noch niemand da.
Frau 7: Wir haben hier aber auch viele Männer, auf die treffen diese
ätzenden Verhaltensweisen nicht zu. Ich finde das nervig zu sagen: Männer
sind so oder so.
Frau 2: Ich wünsche mir, dass diese Männer mit den Mackermännern reden,
damit es nicht Aufgabe der Frauen bleibt.
Beim Frauenstreik wurde eine Bro Culture in der taz kritisiert. Wie sieht
die aus?
Frau 6: Vor dreißig Jahren gab es diese Breitbeinigkeit, wo Frauenthemen
als Gedöns abgetan wurden. Heute sind die Männer in der taz doch wie kleine
Welpen.
Frau 4: Ich unterstütze den Streik, aber ich hab diese Bro Culture bisher
auch nicht so wahrgenommen.
Frau 7: An meinem ersten Tag hat der Ressortleiter mich einem anderen
Kollegen vorgestellt und gesagt: „Ich hab heute leider keine Blondine für
dich.“ Ich war geschockt. Aber gut war, dass ein anderer Kollege
eingeschritten ist und gesagt hat: Was ist das denn für eine Vorstellung?
Frau 3: Als ich neu war, sollte ich beim „Boulevard der Besten“ vorgestellt
werden. Da hat der Kollege im Vorstellungstext meinen Körper kommentiert
und geschrieben, dass ich dick bin. Ein anderer Kollege hat dann zu dem
Autor gesagt: Entweder du löschst das, oder ich mach das.
Frau 1: Aber das sind die älteren Männer, die sich das rausnehmen. Die
ändert man nicht mehr. Jüngere Kolleg:innen, egal welches Geschlechts, sind
solidarischer miteinander.
Worauf achtet ihr bei der Erziehung der Männer in eurem Leben?
Frau 5: Männer erziehen? Ne! Da geh ich lieber ins Kino.
Frau 7: Mein Sohn ist groß und breit, und wenn er abends rausgeht, sage ich
ihm, dass es sich für Frauen unsicher anfühlen kann, wenn er hinter ihnen
läuft. Wir haben mal ein Buch über toxische Männlichkeit gekauft und darin
zusammen gelesen. Männer ernähren sich schlechter, haben weniger soziale
Kontakte, sterben früher. Ich will, dass er die Gründe dafür versteht.
Frau 5: Ich finde das schwierig: Wenn Jungs ständig hören, wie schlecht
Männer sind, dass sie alle Vergewaltiger sind: Was macht das mit ihrem
Selbstbild? Das muss furchtbar sein, ständig zu hören: Du bist irgendwie
falsch.
Frau 7: Das ist nicht die Message des Buchs. Es geht darum, wie könnte eine
neue Männlichkeit aussehen? Aber vielleicht reden wir auch zu generell.
Mein Sohn ist kein weißer Junge. Er entspricht einem rechten Feindbild.
Deshalb sage ich ihm: Du musst darauf achten, wie du auftrittst. Du wirst
anders bewertet.
Warum übernehmt ihr mehr Care-Arbeit als die Männer in eurem Leben? Weil
ihr es besser könnt?
Frau 3: Mach ich nicht. Ich lebe mit einem Mann, und wir achten darauf,
dass das fair abläuft.
Frau 6: Doch, am Ende übernehme ich viel mehr Arbeit. Vor allem die
sozialen Geschichten. Alle Männer, mit denen ich zusammen war, waren da
Vollversager. Geburtstage, Geschenke besorgen, Verabredungen mit Freunden.
Frau 2: Ich versuche, es nicht zu machen, aber dadurch werde ich zu dieser
komischen Frau, die Aufgaben verteilt. Die nervige Person, die fragt: Deine
Mutter hat Geburtstag, hast du ein Geschenk?
Frau 6: Eigentlich müsste man es aushalten, wenn dann was nicht klappt.
Aber oft denkt man sich doch: Die arme Mutter hat wieder kein Geschenk.
Frau 2: Urlaube zum Beispiel buche ich nicht mehr für uns, weil ich die
Einzige bin, die sich darum kümmert. Aber dann fahren wir halt nicht mehr
zusammen in den Urlaub.
Frau 1: Als ich noch mit dem Vater meiner Tochter zusammen war, habe ich
die Care-Arbeit gemacht. Gibt auch einen Grund, warum wir nicht mehr
zusammen sind.
Frau 6: Ich war lange dafür, dass Männer einen Beziehungspass haben müssen,
wo die Frauen Eintragungen machen. Wie ein Impfpass. Da steht dann drin:
Hilft zu wenig im Haushalt. Bevor man sich auf ihn einlässt, könnte man
sich das durchlesen. (Runde lacht)
Frau 4: Das gibt’s schon! Ich bin in Gruppenchats, wo Frauen ihre
Online-Dating-Erfahrung mit Typen teilen. Und da dann Bilder von deren
Profilen reinstellen und sich warnen.
Was können Männer besser als Frauen?
Frau 6: Männer können sich besser auf Sachen konzentrieren, die sie machen
wollen. Die fühlen sich nicht verantwortlich: Oh, jetzt muss ich noch einen
Kuchen backen oder so einen Scheiß.
Frau 5: Ich gehe gern mit Männern weg, weil man mit denen so schön
schweigend am Tresen sitzen kann. Und Männer sind beim Streiten nicht so
nachtragend.
Frau 3: Also die Männer in meinem Alter sind anders. Ich habe keinen
Freund, mit dem ich in einer Bar sitzen könnte, und der schweigt einfach.
Die merken sich Sachen. Die reden sogar über ihre Gefühle.
Alle: Wow!
Frau 2: Ich finde, Männer können besser sagen, was sie wollen. Bei Frauen
macht mich das wahnsinnig: „Ich würde es machen, aber nur, wenn du damit
kein Problem hast.“ So ein Rumgetanze, damit sich niemand ausgeschlossen
fühlt.
Jede zweite Frau hat Beziehungsgewalt oder sexuelle Belästigung erlebt.
Sprecht ihr darüber mit Männern?
Frau 1: Klar. Die Männer, mit denen ich darüber spreche, finden das auch
problematisch. Und wissen, wie sie sich zu verhalten haben.
Frau 5: Mein letzter Freund war ein „normaler“ Mann. Dem musste ich viele
Sachen erst erklären, also zur Diskriminierung von Frauen. Im taz-Kosmos
mag das vielen klar sein, aber viele Männer da draußen wissen es nicht.
Frau 4: Ich habe schon fast alles erlebt. Ich wurde in meiner Wohnung
begrapscht, im Bus. Leute haben mich verfolgt, auch in Umkleidekabinen oder
mit Autos, bis zu meiner Haustür. Frauen habe ich das immer erzählt,
Männern lange nicht. Aber dann habe ich es gemacht, und es war total
positiv. Die haben Anteilnahme gezeigt und mit mir auf den Bus gewartet.
Das war schön.
Frau 7: Die Frage ist komisch. Es sollte nicht um unsere Verantwortung
gehen, etwas zu erzählen, sondern um die Verantwortung von Männern.
Frau 6: Ich wurde sogar schon in der taz begrapscht, in meinen Zwanzigern
und Dreißigern wurde ich ständig belästigt. Meine Mitbewohner haben damals
schon die Straßenseite gewechselt, wenn sie nachts hinter einer Frau
gelaufen sind. Aber mein Bruder, ein Maschinenbauer, konnte das nicht
akzeptieren. Er hat gesagt: Ich bin doch ein Guter, das muss die spüren.
Frau 2: Viele kennen die Statistiken. Aber es gibt immer noch dieses Bild,
dass eine Frau, die Opfer einer Vergewaltigung geworden ist, einen
„Schaden“ hat, etwas „Gebrochenes“. Zu erfahren, dass die Person, mit der
man befreundet ist, das erlebt hat, das verändert etwas. Und damit die
Zahlen nicht abstrakt bleiben, sollten wir öfter darüber sprechen.
Frau 3: Wenn ich Männer frage, ob sie darüber reden, wenn Frauen nicht
dabei sind, dann sagen die alle: neee. Wir kennen die Opfer, aber wir
kennen ja auch die Täter. Mit ihnen müssten Männer reden. Das hat mich
genervt beim Fall Christian Ulmen. Da haben sich Schauspieler reihenweise
distanziert. Ich dachte: Warum distanziert ihr euch von eurem Freund? Fragt
ihn: Was war los bei dir? Warum hast du das gemacht? Und was können wir
alle tun, damit das nicht noch mal passiert?
Seid ihr so feministisch, oder tut ihr nur so?
Frau 5: Ich habe mir neulich mit einer Kollegin eingestanden, dass wir
verinnerlicht haben, dass Männer die wichtigeren Personen sind. Politisch
würde ich immer sagen, Frauen vor und alles. Aber genauso wie ich weiß,
dass ich rassistische Stereotype aufgesogen habe, habe ich auch
Unfeministisches aufgesogen.
Frau 7: Es geht ja auch um die Form von Feminismus, von der wir hier
sprechen. Sind wir wirklich intersektional und denken auch Rassismus und
Klassismus mit? Oder fördern wir doch weiße Frauen und lassen andere außen
vor?
Frau 3: Feministin sein heißt oft auch zu nerven. Bei manchen Witzen lache
ich lieber mit, als die Stimmung kaputtzumachen.
Frau 1: Ich habe natürlich viel verinnerlicht. Aber immer wenn es darum
geht, Texte einzukaufen oder Menschen einzustellen, schaue ich zuerst nach
jungen Frauen. Schwierig ist es, weil Frauen oft sagen: Da muss ich drüber
nachdenken. Während Männer vor dir stehen und sagen: Ich schreib dir alles,
kein Problem. Da gerate ich im Redaktionsalltag an Grenzen.
Frau 6: Ich finde, Frauen sind auch selber schuld, wenn sie weniger
sichtbar sind. Diese Erzählung, dass Männer sich in der taz breitbeinig
hinstellen und die Frauen nicht schreiben lassen würden, das ist wirklich
unwahr.
Frau 5: Ich finde es gar nicht schlecht, wenn Menschen sagen: Ich habe
keine Ahnung von diesem Thema. An breitbeinigen Kommentaren von Männern,
die keine Ahnung haben, müssen wir uns kein Beispiel nehmen.
Wann habt ihr davon profitiert, kein Mann zu sein?
Frau 5: Ich konnte Kinder gebären. Das war toll.
Frau 7: Ich hab ein Volontariat bekommen, das explizit für Frauen mit
Migrationsgeschichte ausgeschrieben war. Meistens profitieren von der
Frauenquote in der taz weiße Frauen.
Frau 6: Ich glaube, das hat auch mit dem Gehalt zu tun. Du musst es dir
leisten können, in der taz zu arbeiten. Viele Leute mit
Migrationsgeschichte, die ein Studium geschafft haben, gehen nicht für
dieses Gehalt arbeiten.
Frau 4: Ich finde, das Beste am Frausein sind die anderen Frauen. Da ist
diese Solidarität und Intelligenz und Intimität, die man teilt, wenn man
unter sich ist.
Frau 5: Vielleicht können wir überlegen: Warum wäre man lieber ein Mann als
eine Frau?
Frau 3: Pinkeln. Auf jeden Fall pinkeln.
Teilgenommen haben Eiken Bruhn, Isabel Lott, Katrin Gottschalk, Jasmin
Kalarickal, Raweel Nasir, Simone Schmollack und Carolina Schwarz.
14 May 2026
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## AUTOREN
(DIR) Kersten Augustin
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Einen Tag lang legen taz-Redakteur*innen die Arbeit nieder. Was war da los?
(DIR) Frau erzieht Mann: Mein bestmöglicher Mann
Unsere Autorin hat eigentlich genug vom Optimierungswahn, bei ihrem Mann
versucht sie’s trotzdem seit Jahren. Eine Handreichung.
(DIR) Berufsbilder und Gender: Irgendwas mit freundlich
Lächeln, aufräumen, verbinden: Frauen sind einfach die Besten, wenn es
darum geht, das Aufregende und Gefährliche im Leben von Männern zu
beruhigen.