# taz.de -- Polizeiliche Kriminalstatistik: Die Verbrecher sind alle Männer
       
       > Ob Sexualdelikte oder Gewässerverschmutzung. Die meisten Verbrechen
       > werden von Männern begangen. Besser, man kommt ihnen nicht zu nah.
       
 (IMG) Bild: Drogenschmuggel, zu 100 Prozent männliche Kriminalität. Sichergestellte Drogen aus dem Hamburger Hafen
       
       Geht man nach der Statistik, muss man Frauen raten, keine Beziehung mit
       einem Mann einzugehen. Das sagte am Montag [1][Dirk Peglow, Vorsitzender
       vom Bund Deutscher Kriminalbeamter, im „heute journal“] nach der
       Vorstellung [2][der neusten Kriminalstatistik]. Denn die Zahlen sind leider
       wieder eindeutig. Insgesamt wurden 2025 zwar deutlich weniger Straftaten
       registriert. Aber [3][die Zahl der angezeigten Sexualdelikte ist
       gestiegen]. Und hier gilt: Opfer sind fast immer nur Frauen.
       
       Statistisch gesehen, gilt übrigens das gleiche Problem für Banken,
       Geldscheine oder Gewässer. Denn bei Straftaten wie schwerem Raub auf
       Geldinstitute, Wertzeichenfälschung oder schwerer Gewässerverschmutzung
       sind die Tatverdächtigen zu 100 Prozent Männer. Bei der Einfuhr von
       Amphetaminen natürlich auch. Und bevor das hier jemand missversteht: Nein,
       das ist alles andere als lustig. Es benennt das Problem. Beim Geschlecht.
       
       Bei mehr als 90 der in der [4][polizeilichen Kriminalstatistik]
       aufgeführten Straftaten-Kategorien waren im vergangenen Jahr alle
       Tatverdächtigen Männer. In 850 Kategorien stellten die Männer mehr als 75
       Prozent der Verdächtigen. Nur bei gerade mal 30 der insgesamt knapp über
       1.000 Kategorien stellten Frauen die Mehrheit. Und da fallen dann auch
       gleich noch verbotene Prostitution oder Verletzung der Fürsorge- oder
       Erziehungspflicht ins Auge – mithin zwei Bereiche, die Männer gern Frauen
       überlassen.
       
       Kurz gesagt: [5][Der Täter ist immer ein Mann.] Gelegentliche Ausnahmen
       bestätigen die Regel. Genauer gesagt: Es sind vor allem junge Männer. Ab 30
       werden die haarigen Monster zum Glück etwas ruhiger. Wer also wirklich
       etwas gegen Kriminalität in Deutschland tun will, muss weniger darüber
       spekulieren, ob sich die Täter mit Messern bewaffnen oder welche
       Staatsangehörigkeit sie haben, sondern welcherlei Geschlecht sie sind.
       
       ## Gender Profiling wäre angeraten
       
       Fahnder können locker das eh unakzeptable Racial Profiling vergessen und
       stattdessen alle Männer in Reichweite verhaften. Die Chance, den Täter
       durch Gender Profiling zu erwischen, ist auf jeden Fall exorbitant höher.
       
       Denn die Männer sind alle Verbrecher. Das wissen Operettenfans schon seit
       über 100 Jahren. Der Volksschlager wurde zwar meist [6][von Frauen
       gesungen]. Doch der Text wurde von einem dieser Verbrecher geschrieben. Nur
       deshalb steht dort auch die durch nichts zu belegende Zeile „aber lieb sind
       sie doch“.
       
       Angesicht solcher Fakten müssten alle Rechtspopulisten, die sich ja gern
       auf „schlimme“ Tätergruppen einschießen, zu Feministen werden. Aber auch
       unter den Rechten sind sie ja in der Mehrheit, die Männer.
       
       24 Apr 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://www.zdfheute.de/video/heute-journal/sgs-peglow-kriminalstatistik-100.html
 (DIR) [2] /Polizeiliche-Kriminalstatistik/!6172363
 (DIR) [3] /Zunahme-der-Sexualstraftaten/!6172429
 (DIR) [4] https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/PKS2025/pks2025_node.html
 (DIR) [5] /programm/2026/tazlab2026/de/events/1824.html
 (DIR) [6] https://youtu.be/vQm93OJ3XHw?si=Kq4ZHu0Gd9U8tNUp
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Gereon Asmuth
       
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