# taz.de -- Beamtenbesoldung in Brandenburg: Teures Urteil
> Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts muss Brandenburg
> Beamtenbesoldung nachzahlen. Hunderte Millionen Euro jährlich könnten
> fällig werden.
(IMG) Bild: Finanzminister Daniel Keller: „Es ist ein Damoklesschwert“
dpa | Nach einem [1][Urteil des Bundesverfassungsgerichts] müssen viele
Beamte in Brandenburg einen Nachschlag bei der Besoldung bekommen. Für das
Land bedeute das eine „riesige Summe“, sagte Finanzminister Daniel Keller
(SPD) dem Tagesspiegel. „Es ist ein Damoklesschwert.“ Für Brandenburg
bedeute das Urteil eine zusätzliche Belastung von 300 bis 600 Millionen
Euro pro Jahr im Haushalt, so der Finanzminister.
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hatte 2025 entschieden, dass die
[2][Beamtenbesoldung von 2008 bis 2020 mit wenigen Ausnahmen
verfassungswidrig war.] Beamtinnen und Beamte seien in diesem Zeitraum
teils jahrelang zu schlecht bezahlt worden. Das hat massive Nachzahlungen
zur Folge.
Finanzminister Keller sagte, das Urteil gelte für alle 16 Länder und den
Bund. Darüber hinaus hätten sich noch Altfälle angestaut. „Das kann für das
Land noch einmal eine einmalige Ausgabe von 400 bis 700 Millionen Euro
bedeuten“, sagte Keller dem Tagesspiegel.
„Es ist wichtig, dass wir zügig zu einer verfassungskonformen Bezahlung
kommen.“ Ein [3][Besoldungsgesetz sei nötig], um die jüngste Tariferhöhung
rückwirkend zum 1. April zu übernehmen, so der Finanzminister. „Ob wir in
diesem Zuge schon im laufenden Jahr die erste Anpassung wegen des
Karlsruhe-Urteils vornehmen, will ich jetzt mit den Gewerkschaften und
Verbänden besprechen. Auf jeden Fall müssen wir mit dem Haushalt für 2027
und 2028 in die Umsetzung gehen.“
21 Apr 2026
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