# taz.de -- +++ Nachrichten im Iran-Krieg +++: Iran überlegt noch immer
       
       > Pakistan verhandelt weiter über ein neues Treffen von Iran und USA. China
       > fordert Öffnung der Straße von Hormus. Dort steht der Schiffsverkehr
       > praktisch still.
       
 (IMG) Bild: Hohe Sicherheitsvorkehrungen vor einer möglichen nächsten Verhandlungsrunde in Islamabad
       
       ## Trump: Israel hat mich nicht zum Iran-Krieg überredet
       
       US-Präsident Donald Trump ‌ist nach eigenen Worten nicht von Israel zum
       Angriff auf den Iran überredet worden. „Israel hat mich nicht zum Krieg mit
       dem Iran überredet, das haben die Ergebnisse vom 7. Oktober getan, zusammen
       mit meiner lebenslangen Überzeugung, dass der Iran niemals Atomwaffen
       besitzen darf“, schreibt Trump auf seiner Plattform „Truth Social“. Zuvor
       hatte es Medienberichte gegeben, dass Israels Regierungschef Benjamin
       Netanjahu Trumps Entscheidung beeinflusst hat. (rtr)
       
       ## Israels Präsident zeichnet Milei mit Ehrenmedaille aus
       
       Der argentinische Präsident Javier Milei ist in Israel mit der
       Ehrenmedaille des Präsidenten ausgezeichnet worden. Izchak Herzog verlieh
       ihm die höchste zivile Auszeichnung bei einer Zeremonie in Jerusalem und
       würdigte ihn als engen Freund Israels. Es ist Mileis dritter Besuch in
       Israel innerhalb von zwei Jahren. Bei einem Treffen mit Ministerpräsident
       Benjamin Netanjahu am Sonntagabend wurde die Einrichtung einer direkten
       Flugverbindung zwischen Tel Aviv und Buenos Aires angekündigt. Zudem
       unterzeichneten beide Seiten mehrere strategische Abkommen. Milei setzt
       sich für eine Vertiefung der Beziehungen Israels zu weiteren
       lateinamerikanischen Staaten ein. Milei bekräftigte außerdem seine Absicht,
       die argentinische Botschaft künftig in Jerusalem zu eröffnen. Dieser
       Schritt ist international umstritten. (dpa)
       
       ## Medien: Neue Verhandlungen Israels mit Libanon am Donnerstag
       
       Die Gespräche auf Botschafterebene zwischen Israel und dem Libanon sollen
       nach israelischen Medienberichten am Donnerstag in Washington fortgesetzt
       werden. Dies berichteten das israelische Nachrichtenportal „ynet“ und die
       „Jerusalem Post“. Offiziell gab es zunächst keine Bestätigung dafür. Vor
       knapp einer Woche hatte sich in Washington die libanesische Botschafterin
       in den USA, Nada Hamadeh Moawad, mit dem israelischen Vertreter in
       Washington, Jechiel Leiter, getroffen. Es war das erste direkte Gespräch
       von Repräsentanten beider Länder seit Jahrzehnten. Auch US-Außenminister
       Marco Rubio war zugegen. (dpa)
       
       ## Iran erwägt doch Teilnahme an Friedensgesprächen mit USA
       
       Der Iran erwägt jetzt doch eine neue Runde der Friedensgespräche mit den
       USA in Pakistan. Die Regierung in Teheran stehe einer Beteiligung „positiv“
       gegenüber, sagte ein hochrangiger iranischer Insider am Montag der
       Nachrichtenagentur Reuters. Eine endgültige Entscheidung sei jedoch noch
       nicht gefallen. Vorausgegangen waren Bemühungen der Regierung in Islamabad,
       die US-Blockade iranischer Häfen zu beenden, die bislang als Haupthindernis
       für eine Rückkehr des Iran an den Verhandlungstisch galt. Der Insider
       erklärte, Pakistan unternehme Anstrengungen, um die Blockade aufzuheben und
       die iranische Teilnahme sicherzustellen. (rtr)
       
       ## Trump: Vance wird in einigen Stunden in Islamabad landen
       
       Entgegen früheren ‌Äußerungen von US-Präsident Donald Trump wird
       Vizepräsident JD Vance nun doch in einigen Stunden in Islamabad landen, um
       die Verhandlungen mit dem Iran fortzusetzen. Das sagt Trump der „New York
       Post“ und wideruft damit frühere Aussagen. Vance wird von einer Delegation
       begleitet, der auch Trumps Gesandter Steve Witkoff und sein Schwiegersohn
       Jared Kushner angehören. Trump sagt dem Blatt, er sei bereit zu einem
       Treffen mit den iranischen Anführern, falls es Fortschritte in den
       Verhandlungen gebe. (rtr)
       
       ## Ministerium: Indischer Tanker hat Straße von Hormus durchquert
       
       Ein unter indischer Flagge fahrender Tanker hat am Wochenende die Straße
       von Hormus durchquert. Das indische Schifffahrtsministerium teilte am
       Montag mit, das mit Rohöl beladene Schiff mit 31 Seeleuten sei am Samstag
       sicher durch die Meerenge gefahren – demselben Tag, an dem zwei andere
       indische Schiffe nach Berichten über iranischen Beschuss umkehren mussten.
       Das Schiff werde am Mittwoch in Mumbai erwartet, erklärte das Ministerium.
       Die Gesamtzahl der Schiffe unter indischer Flagge, die die wegen des
       Iran-Kriegs praktisch blockierte Straße von Hormus bislang sicher
       durchfahren haben, gab das Ministerium mit zehn an. (ap)
       
       ## Xi fordert Öffnung der Straße von Hormus
       
       Chinas Präsident Xi Jinping hat die Wiedereröffnung der wegen des
       Iran-Krieges blockierten Straße von Hormus gefordert. Wie die staatliche
       Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, erklärte er in einem Telefonat mit
       dem saudischen Kronprinz Mohammed, die Volksrepublik unterstütze einen
       unverzüglichen und umfassenden Waffenstillstand sowie alle Bemühungen, den
       Frieden im Nahen Osten wiederherzustellen. Kronprinz Mohammed erklärte laut
       einer von Xinhua veröffentlichten Abschrift des Telefonats, Saudi-Arabien
       wolle den Konflikt durch Dialog lösen und hoffe darauf, dass sich eine
       weitere Eskalation vermeiden lasse. (ap)
       
       ## Präsident: Libanon verhandelt für sich selbst
       
       Der libanesische Staatspräsident Joseph Aoun hat ausgeschlossen, dass
       jemand anderes – wie etwa der Iran – die Interessen seines Landes in
       Friedensverhandlungen vertritt. Eine libanesische Delegation unter Führung
       des Diplomaten Simon Karam werde die nächste Verhandlungsrunde mit Israel
       bestreiten, sagte Aoun am Montag. „Niemand wird sich an dieser Mission mit
       dem Libanon beteiligen oder dessen Rolle übernehmen.“ Ziel sei es, die
       Kämpfe zu beenden, einen Abzug des israelischen Militärs aus dem Libanon zu
       erreichen und die libanesische Armee bis zur international anerkannten
       Grenze im Süden des Land zu stationieren, sagte Aoun.
       
       Der Libanon habe zwei Optionen: eine Fortführung des Krieges zwischen
       Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz oder dessen Beendigung durch
       Verhandlungen. Die Hisbollah hat die Verhandlungen zwischen Israel und dem
       Libanon abgelehnt, die vergangene Woche begannen. Es sind seit Jahrzehnten
       die ersten direkten Gespräche zwischen den beiden Staaten, die sich
       technisch gesehen im Kriegszustand befinden. Ein Termin für die nächste
       Gesprächsrunde wurde noch nicht bestätigt. (ap)
       
       ## Netanjahu verurteilt Schändung von Kruzifix durch israelischen Soldaten
       
       Der ‌israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, ‌Außenminister
       Gideon Saar und das Militär haben die Schändung eines Kruzifixes durch
       einen israelischen Soldaten im Südlibanon verurteilt. Ein am Wochenende im
       Internet aufgetauchtes Foto zeigt, wie ein Soldat mit der stumpfen Seite
       einer Axt auf ein Kruzifix einschlägt. Netanjahu erklärte am Montag auf X,
       er sei fassungslos über die Beschädigung des ‌christlichen Symbols. Die Tat
       widerspreche den jüdischen Werten der Toleranz und werde bestraft. Saar
       nannte das Verhalten schändlich und bat um Entschuldigung. Das Militär
       teilte mit, der Vorfall werde untersucht. Der US-Botschafter in Israel,
       Mike Huckabee, forderte auf X harte und öffentliche Konsequenzen. (rtr)
       
       ## Pakistanische Regierungskreise: Iran offen für weitere Verhandlungen
       
       Der Iran ist nach Angaben aus pakistanischen Regierungskreisen zu einer
       Teilnahme an einer zweiten Runde der Verhandlungen mit den USA bereit. Die
       iranischen Behörden hätten ihre Bereitschaft zum Ausdruck gebracht, dafür
       in dieser Woche eine Delegation nach Islamabad zu entsenden, sagten zwei
       pakistanische Gewährspersonen am Montag. Man sei vorsichtig optimistisch,
       dass sowohl eine Delegation des Irans als auch eine der USA in die
       pakistanische Stadt reisen könnte, hieß es. Details zu den Reiseplänen
       beider Länder würden wegen Sicherheitsbedenken nicht genannt. Zudem riefen
       die Gewährspersonen Medien auf, nicht über den Zeitpunkt der Verhandlungen
       zu spekulieren. (ap)
       
       ## EU bekräftigt ihre Unterstützung für die Zweistaatenlösung
       
       Die EU hat ihre Unterstützung für eine Zweistaatenlösung im Konflikt
       zwischen Israel und den Palästinensern bekräftigt. Dies sei die einzige
       „Möglichkeit für Palästinenser wie für Israelis, in Sicherheit, Würde und
       Frieden zu leben“, sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas zu Beginn
       eines Treffens der Globalen Allianz für die Umsetzung der Zweistaatenlösung
       in Brüssel am Montag. Der Ministerpräsident und Außenminister der
       palästinensischen Autonomiebehörde, Mohammed Mustafa, sprach von einer
       „konkreten, wenn auch schmalen Chance“, vom „Krieg zu einem gerechten und
       dauerhaften Frieden überzugehen“. Mustafa betonte, dass der Gazastreifen
       nach Beendigung des Kriegs ein „fester Bestandteil des Staates Palästina“
       bleiben und die Regierungsgewalt letztendlich an die Palästinensische
       Autonomiebehörde übergeben werden müsse. (afp)
       
       ## Iran: Noch keine Entscheidung über Teilnahme an Verhandlungen mit den
       USA getroffen
       
       Der Iran hat nach Angaben seines Außenministeriums noch keine Entscheidung
       über eine Teilnahme an weiteren Friedensverhandlungen mit den USA in
       Pakistan getroffen. „Wir haben keine Pläne für eine zweite
       Verhandlungsrunde, aber es wurde diesbezüglich noch nichts entschieden“,
       sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Bakaei, am
       Montag vor Pressevertretern. Die USA meinten es „nicht ernst mit der
       Diplomatie“, fügte Bakaei hinzu. Er verwies auf angebliche Verstöße gegen
       die am Freitag vereinbarte Feuerpause. Konkret nannte er einen US-Angriff
       auf ein Frachtschiff, die Seeblockade iranischer Häfen und die Lage im
       Libanon. All dies seien „eindeutige Verstöße gegen die Waffenruhe“. (afp)
       
       ## Libanon: Israel sprengt nach Waffenruhe Häuser in 39 Dörfern
       
       Israelische Streitkräfte haben nach Angaben eines libanesischen Politikers
       seit der Waffenruhe in der vergangenen Woche in 39 Dörfern im Südlibanon
       Zerstörungen unterschiedlichen Ausmaßes angerichtet. Ali Hassan Chalil, ein
       hochrangiger Berater von Parlamentspräsident Nabih Berri, sagt, die
       israelischen Truppen hätten zivile Wohnhäuser gesprengt. Dies sei ein
       Kriegsverbrechen. Das israelische Militär erklärt, es gehe gegen die
       Infrastruktur der Hisbollah im Süden vor. (rtr)
       
       ## Israelische Armee warnt Vertriebene vor Rückkehr in den Süden des
       Libanon
       
       Die israelische Armee hat Vertriebene aus dem Süden des Libanon erneut vor
       einer Rückkehr in dutzende Dörfer gewarnt. „Wir fordern Sie dringend dazu
       auf, sich nicht südlich der Verteidigungslinie aufzuhalten“, erklärte
       Armeesprecher Avichay Adraee am Montag im Onlinedienst X auf Arabisch. Die
       Armee veröffentlichte überdies eine Karte, die die „vordere
       Verteidigungslinie“ zeigte.
       
       Die Armee begründete ihren Aufruf mit mutmaßlichen Aktivitäten der
       Hisbollah in dem Gebiet. Die pro-iranische Miliz habe „ihre terroristischen
       Aktionen unter Verstoß gegen die Vereinbarung für eine Feuerpause
       fortgesetzt“, hieß es in der Erklärung weiter. Dementsprechend werde die
       israelische Armee weiter in dem Gebiet im Einsatz bleiben, um die
       Infrastruktur der Hisbollah zu zerstören und „direkte Bedrohungen für die
       Gemeinden im Norden Israels abzuwehren“. (afp)
       
       ## Wieder Zwischenfälle im Libanon trotz Waffenruhe
       
       Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge trotz der Waffenruhe im Libanon
       in der Nacht eine Raketenabschussrampe im Süden des Nachbarlandes
       angegriffen. Diese sei feuerbereit und eine „direkte Bedrohung für die
       Ortschaften in Nordisrael“ sowie für Soldaten gewesen, teilte das
       israelische Militär am Morgen mit. Die Armee werde sich weiterhin gegen
       Gefahren verteidigen und Sicherheit für israelische Zivilisten und Soldaten
       gewährleisten, hieß es in einer Erklärung weiter. (dpa)
       
       ## Hisbollah: Vier israelische Panzer zerstört
       
       Die Hisbollah hat nach eigenen Angaben im Südlibanon vier israelische
       Panzer zerstört. Kämpfer hätten im Dorf Deir Sirjan Sprengsätze an vier von
       acht durchfahrenden Panzern eines Konvois angebracht, teilte die
       Schiitenmiliz am Montag mit. Bei der Detonation seien die Kampffahrzeuge am
       Sonntag zerstört worden. Es war das erste Mal seit Inkrafttreten einer
       zehntägigen Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel in der Nacht zum
       Freitag, dass die Miliz einen Angriff in dem Land für sich reklamierte. Das
       israelische Militär gab zunächst keine Stellungnahme ab. (ap)
       
       ## Pakistans Innenminister empfängt Diplomaten aus USA und Iran
       
       Pakistans Innenminister hat bei zwei verschiedenen Treffen diplomatische
       Vertreter aus dem Iran und den USA empfangen. Dabei sei unter anderem über
       die Sicherheit in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad vor einer
       möglichen zweiten Verhandlungsrunde gesprochen worden, hieß es in einer
       Mitteilung. „Wir beten für den Erfolg der zweiten Verhandlungsrunde in
       Islamabad“, sagte Minister Mohsin Naqvi demnach bei einem Treffen mit der
       Geschäftsträgerin der US-Botschaft, Natalie A. Baker. Bei einem Gespräch
       mit dem iranischen Botschafter Resa Amiri Moghadam betonte der Minister die
       „Notwendigkeit einer nachhaltigen Lösung auf diplomatischem und
       verhandlungstechnischem Wege“, wie es in der Mitteilung weiter hieß. (dpa)
       
       ## Israel wirft Iran versuchten Anschlag auf Pipeline in Aserbaidschan vor
       
       Israelische Geheimdienste decken nach eigenen Angaben ein iranisches
       Netzwerk auf, das Anschläge auf eine Ölpipeline sowie auf israelische und
       jüdische Ziele in Aserbaidschan geplant hat. Wie Mossad und Schin Bet
       mitteilen, vereiteln aserbaidschanische Behörden die Pläne der iranischen
       Revolutionsgarden und nehmen die Mitglieder der Zelle fest. Dabei stellen
       sie unter anderem Sprengstoffdrohnen sicher. Eine Stellungnahme des
       iranischen Außenministeriums liegt zunächst nicht vor. (rtr)
       
       ## Schiffsdaten: Verkehr in Straße von Hormus steht praktisch still
       
       Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus steht fast vollständig
       still. In den vergangenen zwölf Stunden hat es lediglich drei Durchfahrten
       gegeben, wie Schifffahrtsdaten zeigen. Der mit britischen Sanktionen
       belegte Öltanker „Nero“ habe den Golf verlassen und die Meerenge passiert.
       Dies geht aus Satellitenanalysen der Spezialfirma SynMax und Tracking-Daten
       der Plattform Kpler hervor. Zudem seien ein Chemikalientanker und ein
       Flüssiggastanker in den Golf eingefahren. (rtr)
       
       ## China kritisiert US-Beschlagnahmung von iranischem Schiff
       
       China hat die Beschlagnahmung eines unter iranischer Flagge fahrenden
       Tankers durch die USA kritisiert. Ein Sprecher des Außenministeriums, Guo
       Jiakun, sagte am Montag in Peking, die Straße von Hormus sei eine
       internationale Wasserstraße. Die ungehinderte Durchfahrt von Schiffen liege
       im gemeinsamen Interesse der Staaten der Region und der internationalen
       Gemeinschaft. „Wir hoffen, dass alle Beteiligten verantwortungsbewusst
       handeln, das Waffenruheabkommen einhalten und eine Eskalation der
       Spannungen oder eine Verschärfung der Konflikte vermeiden.“ (ap)
       
       ## Iranisches Militär begründet Zurückhaltung bei US-Zugriff auf Schiff
       
       Das iranische Militär hat eine Begründung für sein Nichteingreifen bei der
       Beschlagnahmung eines unter iranischer Flagge fahrenden Tankers im Golf von
       Oman geliefert. Das zentrale Hauptquartier „Chatam Al-Anbija“ erklärte am
       Montag, es habe von einem Angriff auf die US-Marines abgesehen, die das
       Schiff enterten, weil sich Familienangehörige der Schiffsbesatzung an Bord
       der „Touska“ befunden hätten. Um deren Leben zu schützen, das zu jeder Zeit
       in Gefahr gewesen sei, seien die Reaktionsmöglichkeiten eingeschränkt
       gewesen. „Chatam Al-Anbija“ drohte damit, in Zukunft „notwendige Maßnahmen
       gegen das terroristische US-Militär“ zu ergreifen, führte das aber nicht
       näher aus. (ap)
       
       ## Irans Präsident fordert Diplomatie trotz Misstrauens
       
       Irans Präsident Massud Peseschkian hat sich trotz großen Misstrauens
       gegenüber den USA für Diplomatie ausgesprochen. Krieg sei für niemanden von
       Vorteil, sagte der Regierungschef laut der staatlichen Nachrichtenagentur
       Irna bei einer Sitzung. „Während man gleichzeitig gegenüber Bedrohungen
       standhaft bleibt, muss man jeden rationalen und diplomatischen Weg nutzen,
       um Spannungen zu reduzieren“, sagte Peseschkian. „Gleichzeitig ist
       Misstrauen gegenüber dem Feind und Wachsamkeit in den Interaktionen eine
       unvermeidliche Notwendigkeit.“ Im Iran ist der Präsident, anders als in
       vielen Ländern, nicht Staatsoberhaupt, sondern Regierungschef. Peseschkian
       gilt im Iran als verhältnismäßig moderater Politiker. Seine Macht gilt als
       äußerst begrenzt. (dpa)
       
       ## Sicherheitskreise: Trump prüft Pakistans Rat zu Iran-Gesprächen
       
       Im Ringen um eine Fortsetzung der US-iranischen Friedensverhandlungen will
       US-Präsident Donald Trump Sicherheitskreisen zufolge Ratschläge des
       Vermittlers Pakistan prüfen. Der pakistanische Armeechef Asim Munir habe
       Trump in einem Telefonat gesagt, dass die US-Blockade iranischer Häfen ein
       Hindernis für die Gespräche sei, erklärt ein pakistanischer Insider. Trump
       habe zugesagt, diese Einschätzung zu berücksichtigen. (rtr)
       
       ## Israelischer Soldat beschädigt Jesus-Figur im Libanon
       
       Die israelische Armee bestätigt, dass einer ihrer Soldaten im Südlibanon
       ein christliches Symbol beschädigt hat. Man nehme den Vorfall äußerst
       ernst, teilte die Armee am Abend auf X mit. Das Verhalten des Soldaten sei
       in keiner Weise mit den Werten vereinbar, die von Soldaten erwartet würden.
       Am Sonntag hatte die Armee ein Foto veröffentlicht, das zeigt, wie ein Mann
       in israelischer Armeeuniform mit einem Hammer auf eine von einem Holzkreuz
       gefallene Figur von Jesus Christus einschlägt. Die Armee teilte mit, es sei
       nach einer ersten Untersuchung festgestellt worden, dass das Bild einen
       Soldaten im Südlibanon zeige. Gegen die Beteiligten würden angemessene
       Maßnahmen ergriffen, hieß es von der Armee weiter. Darüber hinaus wolle man
       die Gemeinde bei der Wiederherstellung des Kruzifixes an seinem Standort
       unterstützen. Rund jeder dritte Libanese ist Christ. (dpa)
       
       ## Iran: Noch keine Entscheidung über Teilnahme an Verhandlungen
       
       Der Iran hat nach Angaben seines Außenministeriums noch keine Entscheidung
       über eine Teilnahme an weiteren Friedensverhandlungen mit den USA in
       Pakistan getroffen. „Wir haben keine Pläne für eine zweite
       Verhandlungsrunde, aber es wurde diesbezüglich noch nichts entschieden“,
       sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Bakaei, am
       Montag vor Pressevertretern.
       
       Die USA meinten es „nicht ernst mit der Diplomatie“, fügte Bakaei hinzu. Er
       verwies auf angebliche Verstöße gegen die am Freitag vereinbarte
       Feuerpause. Konkret nannte er einen US-Angriff auf ein Frachtschiff, die
       Seeblockade iranischer Häfen und die Lage im Libanon. All dies seien
       „eindeutige Verstöße gegen die Waffenruhe“.
       
       US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag erklärt, eine US-Delegation mit
       Vizepräsident JD Vance an der Spitze werde am Montag in Pakistan
       eintreffen. Zu den Knackpunkten der Verhandlungen zwischen Washington und
       Teheran zählen neben der Öffnung der Straße von Hormus die iranischen
       Vorräte an angereichertem Uran. (adp)
       
       ## Gerichtsmedizin: Mehr als 3.300 Kriegstote im Iran
       
       Im Iran sind bei den israelisch-amerikanischen Bombardierungen nach Worten
       eines Mediziners 3.375 Menschen getötet worden. Dabei handele es sich um
       endgültige Zahlen, sagte der Leiter der iranischen Gesellschaft für
       Rechtsmedizin, Abbas Masdschedi Arani, laut einem Bericht des Onlineportals
       „Jamaran“.
       
       Der Gerichtsmedizin zufolge waren unter den Toten 496 Frauen sowie 383
       Kinder und Minderjährige. Die meisten Opfer gab es demnach in der
       Hauptstadt Teheran, Isfahan im Zentrum des Landes sowie der Küstenprovinz
       Hormusgan.
       
       Die tatsächliche Zahl der Toten dürfte deutlich höher liegen. Aktivisten
       hatten in ihren eigenen Zählungen schon vor Wochen mehr als 3.000 Tote
       gemeldet. Die Menschenrechtsorganisation Hengaw mit Sitz in Norwegen
       berichtete jüngst, dass mindestens 7.650 Menschen ums Leben kamen, darunter
       1.030 Zivilisten. Unabhängig überprüfen lassen sich die Opferzahlen derzeit
       nicht.(dpa)
       
       ## Zwei Menschen wegen Vorwurfs der Spionage hingerichtet
       
       In Iran sind mitten im Krieg erneut zwei Menschen unter anderem wegen des
       Vorwurfs der Spionage für Israel hingerichtet worden. „Die Todesurteile
       gegen Mohammad Masum-Schahi und Hamed Walidi wurden heute im Morgengrauen
       vollstreckt“, berichtete die Justizwebsite Misan Online am Montag. Dort
       hieß es, die beiden Männer seien „Mitglieder eines Spionagenetzwerks mit
       Verbindungen zum Mossad“, dem israelischen Geheimdienst. Es wurden keine
       Angaben dazu gemacht, wann sie festgenommen worden waren.
       
       Wie es bei Misan unter Verwendung von Teherans Sprachgebrauch für Israel
       weiter hieß, waren die beiden Männer wegen der ihnen zur Last gelegten
       „Zusammenarbeit mit feindlichen Gruppen und dem zionistischen Regime“ sowie
       wegen des Vorwurfs „Krieg gegen Gott“ (Moharebeh) verurteilt worden. Dabei
       handelt es sich nach Scharia-Recht um eine Straftat, auf die im Iran die
       Todesstrafe steht.
       
       Die Behörden in Iran haben seit Beginn des Krieges mit den USA und Israel
       am 28. Februar mehrere Hinrichtungen vollstreckt. Seit dem 8. April gilt
       eine zweiwöchige Waffenruhe, die am Mittwoch endet. Ausländischen
       Aktivisten zufolge gibt es nur in China mehr Hinrichtungen als in Iran.
       (afp)
       
       ## Ölpreis steigt nach Schließung der Straße von Hormus
       
       Die erneute Schließung der Straße von Hormus treibt die Ölpreise am Montag
       um mehr als 7 Prozent in die Höhe. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte
       ⁠Brent verteuert sich um 7,26 Prozent auf 96,94 Dollar. Der Preis für
       US-Leichtöl WTI steigt um 7,24 Prozent auf 89,92 Dollar. Die USA und Iran
       werfen sich gegenseitig vor, durch Angriffe auf Schiffe gegen ‌eine
       Waffenruhe verstoßen ‌zu haben. Am Freitag waren die Ölpreise noch um mehr
       ⁠als 9 Prozent gefallen.
       
       Am Samstag passieren mehr als 20 Schiffe die Straße von Hormus. Dies ist
       die höchste Zahl seit dem 1. März, wie aus Daten des Analysehauses Kpler
       hervorgeht. Die Zunahme des Verkehrs erfolgte vor einer erneuten Eskalation
       am Sonntag, als die USA ein iranisches Schiff ‌beschlagnahmten und Teheran
       mit Vergeltung drohte. (rtr)
       
       ## Außenhandel mit Iran geht zurück
       
       Der Außenhandel mit Iran ist im vergangenen Jahr weiter zurückgegangen. Die
       Exporte sanken vom Vorjahr um ein knappes Viertel auf 961,6 Millionen Euro,
       wie das Statistische Bundesamt berichtet. Ausgeführt wurden vor allem
       Maschinen sowie pharmazeutische und chemische Erzeugnisse.
       
       Umgekehrt kamen aus Iran Importe im Wert von 234,5 Millionen Euro, eine
       leichte Steigerung um 1,7 Prozent zum Vorjahr. Fast zwei Drittel der
       Einfuhren waren Nahrungsmittel mit Pistazien an der Spitze. Darauf folgten
       pharmazeutische Erzeugnisse und Textilien wie zum Beispiel Teppiche.
       
       Damit liegt Iran auf der Liste der [1][wichtigsten Handelspartner] auf Rang
       72. Vor dem Inkrafttreten umfassender US-Sanktionen im Jahr 2018 war es
       noch der 51. Platz gewesen.
       
       Im Vergleich zum Jahr 2018 sind die Exporte um 64,3 Prozent und die Importe
       um 46,8 Prozent zurückgegangen. Im Vorfeld des aktuellen Konflikts sind die
       Exporte noch einmal deutlich weniger geworden. Für die Monate Januar und
       Februar 2026 weist die Statistik einen Einbruch um 48,5 Prozent aus. (dpa)
       
       ## Irans Außenminister wirft USA wenig Ernsthaftigkeit vor
       
       Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat den USA vor der von US-Präsident
       Donald Trump angekündigten zweiten Gesprächsrunde zum Irankrieg in
       Islamabad mangelnde Ernsthaftigkeit vorgeworfen. Araghtschi äußerte dies
       laut iranischen Staatsmedien in einem Telefonat mit Pakistans Außenminister
       Ishaq Dar. Demnach habe er gesagt, dass die Forderungen Washingtons in den
       Verhandlungen sowie Drohungen gegen iranische Schiffe und Häfen „klare
       Zeichen“ mangelnder Aufrichtigkeit der USA seien.
       
       Die Äußerungen sind ein weiteres Zeichen dafür, dass sich die Spannungen
       zwischen Washington und Teheran verschärfen, bevor die Waffenruhe am
       Mittwoch auslaufen soll. Zudem könnten sie die Pläne für eine neue
       Verhandlungsrunde zwischen den USA und Iran in Islamabad in dieser Woche
       beeinflussen. (ap)
       
       ## Vorbereitungen in Islamabad für neue Verhandlungen laufen
       
       Seitens der pakistanischen Regierung wurde derweil offiziell noch nichts zu
       neuen Verhandlungen in Islamabad mitgeteilt. Kurz nach Trumps Ankündigung
       neuer Gespräche hatte das Außenministerium aber mitgeteilt, Ressortchef
       Ishaq Dar habe in einem Telefonat mit seinem iranischen Kollegen Abbas
       Araghtschi betont, ein kontinuierlicher Dialog sei entscheidend, um die
       Spannungen rasch zu entschärfen und Frieden in der Region zu fördern.
       
       In Islamabad laufen seit Tagen Vorbereitungen für eine neue
       Verhandlungsrunde. Sicherheitsvorkehrungen waren sichtbar: So wurde die
       sogenannte Rote Zone mit Botschaften und Regierungsgebäuden, in der bereits
       die erste Gesprächsrunde stattfand, wieder abgesperrt. Erste Verhandlungen
       waren eine Woche zuvor ohne konkrete Ergebnisse beendet worden. (ap)
       
       ## Trump: Iranischer Blockadebrecher gestoppt
       
       Das US-Militär hat Präsident Donald Trump zufolge die Kontrolle über ein
       iranisches Schiff übernommen, das die Blockade der iranischen Häfen brechen
       wollte. Man habe es durch ein Loch im Maschinenraum gestoppt, schreibt
       Trump auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social. Eine Stellungnahme des
       Irans liegt zunächst nicht vor. (rtr)
       
       20 Apr 2026
       
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