# taz.de -- +++ Nachrichten im Iran-Krieg +++: Iran überlegt noch immer
> Pakistan verhandelt weiter über ein neues Treffen von Iran und USA. China
> fordert Öffnung der Straße von Hormus. Dort steht der Schiffsverkehr
> praktisch still.
(IMG) Bild: Hohe Sicherheitsvorkehrungen vor einer möglichen nächsten Verhandlungsrunde in Islamabad
## Trump: Israel hat mich nicht zum Iran-Krieg überredet
US-Präsident Donald Trump ist nach eigenen Worten nicht von Israel zum
Angriff auf den Iran überredet worden. „Israel hat mich nicht zum Krieg mit
dem Iran überredet, das haben die Ergebnisse vom 7. Oktober getan, zusammen
mit meiner lebenslangen Überzeugung, dass der Iran niemals Atomwaffen
besitzen darf“, schreibt Trump auf seiner Plattform „Truth Social“. Zuvor
hatte es Medienberichte gegeben, dass Israels Regierungschef Benjamin
Netanjahu Trumps Entscheidung beeinflusst hat. (rtr)
## Israels Präsident zeichnet Milei mit Ehrenmedaille aus
Der argentinische Präsident Javier Milei ist in Israel mit der
Ehrenmedaille des Präsidenten ausgezeichnet worden. Izchak Herzog verlieh
ihm die höchste zivile Auszeichnung bei einer Zeremonie in Jerusalem und
würdigte ihn als engen Freund Israels. Es ist Mileis dritter Besuch in
Israel innerhalb von zwei Jahren. Bei einem Treffen mit Ministerpräsident
Benjamin Netanjahu am Sonntagabend wurde die Einrichtung einer direkten
Flugverbindung zwischen Tel Aviv und Buenos Aires angekündigt. Zudem
unterzeichneten beide Seiten mehrere strategische Abkommen. Milei setzt
sich für eine Vertiefung der Beziehungen Israels zu weiteren
lateinamerikanischen Staaten ein. Milei bekräftigte außerdem seine Absicht,
die argentinische Botschaft künftig in Jerusalem zu eröffnen. Dieser
Schritt ist international umstritten. (dpa)
## Medien: Neue Verhandlungen Israels mit Libanon am Donnerstag
Die Gespräche auf Botschafterebene zwischen Israel und dem Libanon sollen
nach israelischen Medienberichten am Donnerstag in Washington fortgesetzt
werden. Dies berichteten das israelische Nachrichtenportal „ynet“ und die
„Jerusalem Post“. Offiziell gab es zunächst keine Bestätigung dafür. Vor
knapp einer Woche hatte sich in Washington die libanesische Botschafterin
in den USA, Nada Hamadeh Moawad, mit dem israelischen Vertreter in
Washington, Jechiel Leiter, getroffen. Es war das erste direkte Gespräch
von Repräsentanten beider Länder seit Jahrzehnten. Auch US-Außenminister
Marco Rubio war zugegen. (dpa)
## Iran erwägt doch Teilnahme an Friedensgesprächen mit USA
Der Iran erwägt jetzt doch eine neue Runde der Friedensgespräche mit den
USA in Pakistan. Die Regierung in Teheran stehe einer Beteiligung „positiv“
gegenüber, sagte ein hochrangiger iranischer Insider am Montag der
Nachrichtenagentur Reuters. Eine endgültige Entscheidung sei jedoch noch
nicht gefallen. Vorausgegangen waren Bemühungen der Regierung in Islamabad,
die US-Blockade iranischer Häfen zu beenden, die bislang als Haupthindernis
für eine Rückkehr des Iran an den Verhandlungstisch galt. Der Insider
erklärte, Pakistan unternehme Anstrengungen, um die Blockade aufzuheben und
die iranische Teilnahme sicherzustellen. (rtr)
## Trump: Vance wird in einigen Stunden in Islamabad landen
Entgegen früheren Äußerungen von US-Präsident Donald Trump wird
Vizepräsident JD Vance nun doch in einigen Stunden in Islamabad landen, um
die Verhandlungen mit dem Iran fortzusetzen. Das sagt Trump der „New York
Post“ und wideruft damit frühere Aussagen. Vance wird von einer Delegation
begleitet, der auch Trumps Gesandter Steve Witkoff und sein Schwiegersohn
Jared Kushner angehören. Trump sagt dem Blatt, er sei bereit zu einem
Treffen mit den iranischen Anführern, falls es Fortschritte in den
Verhandlungen gebe. (rtr)
## Ministerium: Indischer Tanker hat Straße von Hormus durchquert
Ein unter indischer Flagge fahrender Tanker hat am Wochenende die Straße
von Hormus durchquert. Das indische Schifffahrtsministerium teilte am
Montag mit, das mit Rohöl beladene Schiff mit 31 Seeleuten sei am Samstag
sicher durch die Meerenge gefahren – demselben Tag, an dem zwei andere
indische Schiffe nach Berichten über iranischen Beschuss umkehren mussten.
Das Schiff werde am Mittwoch in Mumbai erwartet, erklärte das Ministerium.
Die Gesamtzahl der Schiffe unter indischer Flagge, die die wegen des
Iran-Kriegs praktisch blockierte Straße von Hormus bislang sicher
durchfahren haben, gab das Ministerium mit zehn an. (ap)
## Xi fordert Öffnung der Straße von Hormus
Chinas Präsident Xi Jinping hat die Wiedereröffnung der wegen des
Iran-Krieges blockierten Straße von Hormus gefordert. Wie die staatliche
Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, erklärte er in einem Telefonat mit
dem saudischen Kronprinz Mohammed, die Volksrepublik unterstütze einen
unverzüglichen und umfassenden Waffenstillstand sowie alle Bemühungen, den
Frieden im Nahen Osten wiederherzustellen. Kronprinz Mohammed erklärte laut
einer von Xinhua veröffentlichten Abschrift des Telefonats, Saudi-Arabien
wolle den Konflikt durch Dialog lösen und hoffe darauf, dass sich eine
weitere Eskalation vermeiden lasse. (ap)
## Präsident: Libanon verhandelt für sich selbst
Der libanesische Staatspräsident Joseph Aoun hat ausgeschlossen, dass
jemand anderes – wie etwa der Iran – die Interessen seines Landes in
Friedensverhandlungen vertritt. Eine libanesische Delegation unter Führung
des Diplomaten Simon Karam werde die nächste Verhandlungsrunde mit Israel
bestreiten, sagte Aoun am Montag. „Niemand wird sich an dieser Mission mit
dem Libanon beteiligen oder dessen Rolle übernehmen.“ Ziel sei es, die
Kämpfe zu beenden, einen Abzug des israelischen Militärs aus dem Libanon zu
erreichen und die libanesische Armee bis zur international anerkannten
Grenze im Süden des Land zu stationieren, sagte Aoun.
Der Libanon habe zwei Optionen: eine Fortführung des Krieges zwischen
Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz oder dessen Beendigung durch
Verhandlungen. Die Hisbollah hat die Verhandlungen zwischen Israel und dem
Libanon abgelehnt, die vergangene Woche begannen. Es sind seit Jahrzehnten
die ersten direkten Gespräche zwischen den beiden Staaten, die sich
technisch gesehen im Kriegszustand befinden. Ein Termin für die nächste
Gesprächsrunde wurde noch nicht bestätigt. (ap)
## Netanjahu verurteilt Schändung von Kruzifix durch israelischen Soldaten
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Außenminister
Gideon Saar und das Militär haben die Schändung eines Kruzifixes durch
einen israelischen Soldaten im Südlibanon verurteilt. Ein am Wochenende im
Internet aufgetauchtes Foto zeigt, wie ein Soldat mit der stumpfen Seite
einer Axt auf ein Kruzifix einschlägt. Netanjahu erklärte am Montag auf X,
er sei fassungslos über die Beschädigung des christlichen Symbols. Die Tat
widerspreche den jüdischen Werten der Toleranz und werde bestraft. Saar
nannte das Verhalten schändlich und bat um Entschuldigung. Das Militär
teilte mit, der Vorfall werde untersucht. Der US-Botschafter in Israel,
Mike Huckabee, forderte auf X harte und öffentliche Konsequenzen. (rtr)
## Pakistanische Regierungskreise: Iran offen für weitere Verhandlungen
Der Iran ist nach Angaben aus pakistanischen Regierungskreisen zu einer
Teilnahme an einer zweiten Runde der Verhandlungen mit den USA bereit. Die
iranischen Behörden hätten ihre Bereitschaft zum Ausdruck gebracht, dafür
in dieser Woche eine Delegation nach Islamabad zu entsenden, sagten zwei
pakistanische Gewährspersonen am Montag. Man sei vorsichtig optimistisch,
dass sowohl eine Delegation des Irans als auch eine der USA in die
pakistanische Stadt reisen könnte, hieß es. Details zu den Reiseplänen
beider Länder würden wegen Sicherheitsbedenken nicht genannt. Zudem riefen
die Gewährspersonen Medien auf, nicht über den Zeitpunkt der Verhandlungen
zu spekulieren. (ap)
## EU bekräftigt ihre Unterstützung für die Zweistaatenlösung
Die EU hat ihre Unterstützung für eine Zweistaatenlösung im Konflikt
zwischen Israel und den Palästinensern bekräftigt. Dies sei die einzige
„Möglichkeit für Palästinenser wie für Israelis, in Sicherheit, Würde und
Frieden zu leben“, sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas zu Beginn
eines Treffens der Globalen Allianz für die Umsetzung der Zweistaatenlösung
in Brüssel am Montag. Der Ministerpräsident und Außenminister der
palästinensischen Autonomiebehörde, Mohammed Mustafa, sprach von einer
„konkreten, wenn auch schmalen Chance“, vom „Krieg zu einem gerechten und
dauerhaften Frieden überzugehen“. Mustafa betonte, dass der Gazastreifen
nach Beendigung des Kriegs ein „fester Bestandteil des Staates Palästina“
bleiben und die Regierungsgewalt letztendlich an die Palästinensische
Autonomiebehörde übergeben werden müsse. (afp)
## Iran: Noch keine Entscheidung über Teilnahme an Verhandlungen mit den
USA getroffen
Der Iran hat nach Angaben seines Außenministeriums noch keine Entscheidung
über eine Teilnahme an weiteren Friedensverhandlungen mit den USA in
Pakistan getroffen. „Wir haben keine Pläne für eine zweite
Verhandlungsrunde, aber es wurde diesbezüglich noch nichts entschieden“,
sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Bakaei, am
Montag vor Pressevertretern. Die USA meinten es „nicht ernst mit der
Diplomatie“, fügte Bakaei hinzu. Er verwies auf angebliche Verstöße gegen
die am Freitag vereinbarte Feuerpause. Konkret nannte er einen US-Angriff
auf ein Frachtschiff, die Seeblockade iranischer Häfen und die Lage im
Libanon. All dies seien „eindeutige Verstöße gegen die Waffenruhe“. (afp)
## Libanon: Israel sprengt nach Waffenruhe Häuser in 39 Dörfern
Israelische Streitkräfte haben nach Angaben eines libanesischen Politikers
seit der Waffenruhe in der vergangenen Woche in 39 Dörfern im Südlibanon
Zerstörungen unterschiedlichen Ausmaßes angerichtet. Ali Hassan Chalil, ein
hochrangiger Berater von Parlamentspräsident Nabih Berri, sagt, die
israelischen Truppen hätten zivile Wohnhäuser gesprengt. Dies sei ein
Kriegsverbrechen. Das israelische Militär erklärt, es gehe gegen die
Infrastruktur der Hisbollah im Süden vor. (rtr)
## Israelische Armee warnt Vertriebene vor Rückkehr in den Süden des
Libanon
Die israelische Armee hat Vertriebene aus dem Süden des Libanon erneut vor
einer Rückkehr in dutzende Dörfer gewarnt. „Wir fordern Sie dringend dazu
auf, sich nicht südlich der Verteidigungslinie aufzuhalten“, erklärte
Armeesprecher Avichay Adraee am Montag im Onlinedienst X auf Arabisch. Die
Armee veröffentlichte überdies eine Karte, die die „vordere
Verteidigungslinie“ zeigte.
Die Armee begründete ihren Aufruf mit mutmaßlichen Aktivitäten der
Hisbollah in dem Gebiet. Die pro-iranische Miliz habe „ihre terroristischen
Aktionen unter Verstoß gegen die Vereinbarung für eine Feuerpause
fortgesetzt“, hieß es in der Erklärung weiter. Dementsprechend werde die
israelische Armee weiter in dem Gebiet im Einsatz bleiben, um die
Infrastruktur der Hisbollah zu zerstören und „direkte Bedrohungen für die
Gemeinden im Norden Israels abzuwehren“. (afp)
## Wieder Zwischenfälle im Libanon trotz Waffenruhe
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge trotz der Waffenruhe im Libanon
in der Nacht eine Raketenabschussrampe im Süden des Nachbarlandes
angegriffen. Diese sei feuerbereit und eine „direkte Bedrohung für die
Ortschaften in Nordisrael“ sowie für Soldaten gewesen, teilte das
israelische Militär am Morgen mit. Die Armee werde sich weiterhin gegen
Gefahren verteidigen und Sicherheit für israelische Zivilisten und Soldaten
gewährleisten, hieß es in einer Erklärung weiter. (dpa)
## Hisbollah: Vier israelische Panzer zerstört
Die Hisbollah hat nach eigenen Angaben im Südlibanon vier israelische
Panzer zerstört. Kämpfer hätten im Dorf Deir Sirjan Sprengsätze an vier von
acht durchfahrenden Panzern eines Konvois angebracht, teilte die
Schiitenmiliz am Montag mit. Bei der Detonation seien die Kampffahrzeuge am
Sonntag zerstört worden. Es war das erste Mal seit Inkrafttreten einer
zehntägigen Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel in der Nacht zum
Freitag, dass die Miliz einen Angriff in dem Land für sich reklamierte. Das
israelische Militär gab zunächst keine Stellungnahme ab. (ap)
## Pakistans Innenminister empfängt Diplomaten aus USA und Iran
Pakistans Innenminister hat bei zwei verschiedenen Treffen diplomatische
Vertreter aus dem Iran und den USA empfangen. Dabei sei unter anderem über
die Sicherheit in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad vor einer
möglichen zweiten Verhandlungsrunde gesprochen worden, hieß es in einer
Mitteilung. „Wir beten für den Erfolg der zweiten Verhandlungsrunde in
Islamabad“, sagte Minister Mohsin Naqvi demnach bei einem Treffen mit der
Geschäftsträgerin der US-Botschaft, Natalie A. Baker. Bei einem Gespräch
mit dem iranischen Botschafter Resa Amiri Moghadam betonte der Minister die
„Notwendigkeit einer nachhaltigen Lösung auf diplomatischem und
verhandlungstechnischem Wege“, wie es in der Mitteilung weiter hieß. (dpa)
## Israel wirft Iran versuchten Anschlag auf Pipeline in Aserbaidschan vor
Israelische Geheimdienste decken nach eigenen Angaben ein iranisches
Netzwerk auf, das Anschläge auf eine Ölpipeline sowie auf israelische und
jüdische Ziele in Aserbaidschan geplant hat. Wie Mossad und Schin Bet
mitteilen, vereiteln aserbaidschanische Behörden die Pläne der iranischen
Revolutionsgarden und nehmen die Mitglieder der Zelle fest. Dabei stellen
sie unter anderem Sprengstoffdrohnen sicher. Eine Stellungnahme des
iranischen Außenministeriums liegt zunächst nicht vor. (rtr)
## Schiffsdaten: Verkehr in Straße von Hormus steht praktisch still
Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus steht fast vollständig
still. In den vergangenen zwölf Stunden hat es lediglich drei Durchfahrten
gegeben, wie Schifffahrtsdaten zeigen. Der mit britischen Sanktionen
belegte Öltanker „Nero“ habe den Golf verlassen und die Meerenge passiert.
Dies geht aus Satellitenanalysen der Spezialfirma SynMax und Tracking-Daten
der Plattform Kpler hervor. Zudem seien ein Chemikalientanker und ein
Flüssiggastanker in den Golf eingefahren. (rtr)
## China kritisiert US-Beschlagnahmung von iranischem Schiff
China hat die Beschlagnahmung eines unter iranischer Flagge fahrenden
Tankers durch die USA kritisiert. Ein Sprecher des Außenministeriums, Guo
Jiakun, sagte am Montag in Peking, die Straße von Hormus sei eine
internationale Wasserstraße. Die ungehinderte Durchfahrt von Schiffen liege
im gemeinsamen Interesse der Staaten der Region und der internationalen
Gemeinschaft. „Wir hoffen, dass alle Beteiligten verantwortungsbewusst
handeln, das Waffenruheabkommen einhalten und eine Eskalation der
Spannungen oder eine Verschärfung der Konflikte vermeiden.“ (ap)
## Iranisches Militär begründet Zurückhaltung bei US-Zugriff auf Schiff
Das iranische Militär hat eine Begründung für sein Nichteingreifen bei der
Beschlagnahmung eines unter iranischer Flagge fahrenden Tankers im Golf von
Oman geliefert. Das zentrale Hauptquartier „Chatam Al-Anbija“ erklärte am
Montag, es habe von einem Angriff auf die US-Marines abgesehen, die das
Schiff enterten, weil sich Familienangehörige der Schiffsbesatzung an Bord
der „Touska“ befunden hätten. Um deren Leben zu schützen, das zu jeder Zeit
in Gefahr gewesen sei, seien die Reaktionsmöglichkeiten eingeschränkt
gewesen. „Chatam Al-Anbija“ drohte damit, in Zukunft „notwendige Maßnahmen
gegen das terroristische US-Militär“ zu ergreifen, führte das aber nicht
näher aus. (ap)
## Irans Präsident fordert Diplomatie trotz Misstrauens
Irans Präsident Massud Peseschkian hat sich trotz großen Misstrauens
gegenüber den USA für Diplomatie ausgesprochen. Krieg sei für niemanden von
Vorteil, sagte der Regierungschef laut der staatlichen Nachrichtenagentur
Irna bei einer Sitzung. „Während man gleichzeitig gegenüber Bedrohungen
standhaft bleibt, muss man jeden rationalen und diplomatischen Weg nutzen,
um Spannungen zu reduzieren“, sagte Peseschkian. „Gleichzeitig ist
Misstrauen gegenüber dem Feind und Wachsamkeit in den Interaktionen eine
unvermeidliche Notwendigkeit.“ Im Iran ist der Präsident, anders als in
vielen Ländern, nicht Staatsoberhaupt, sondern Regierungschef. Peseschkian
gilt im Iran als verhältnismäßig moderater Politiker. Seine Macht gilt als
äußerst begrenzt. (dpa)
## Sicherheitskreise: Trump prüft Pakistans Rat zu Iran-Gesprächen
Im Ringen um eine Fortsetzung der US-iranischen Friedensverhandlungen will
US-Präsident Donald Trump Sicherheitskreisen zufolge Ratschläge des
Vermittlers Pakistan prüfen. Der pakistanische Armeechef Asim Munir habe
Trump in einem Telefonat gesagt, dass die US-Blockade iranischer Häfen ein
Hindernis für die Gespräche sei, erklärt ein pakistanischer Insider. Trump
habe zugesagt, diese Einschätzung zu berücksichtigen. (rtr)
## Israelischer Soldat beschädigt Jesus-Figur im Libanon
Die israelische Armee bestätigt, dass einer ihrer Soldaten im Südlibanon
ein christliches Symbol beschädigt hat. Man nehme den Vorfall äußerst
ernst, teilte die Armee am Abend auf X mit. Das Verhalten des Soldaten sei
in keiner Weise mit den Werten vereinbar, die von Soldaten erwartet würden.
Am Sonntag hatte die Armee ein Foto veröffentlicht, das zeigt, wie ein Mann
in israelischer Armeeuniform mit einem Hammer auf eine von einem Holzkreuz
gefallene Figur von Jesus Christus einschlägt. Die Armee teilte mit, es sei
nach einer ersten Untersuchung festgestellt worden, dass das Bild einen
Soldaten im Südlibanon zeige. Gegen die Beteiligten würden angemessene
Maßnahmen ergriffen, hieß es von der Armee weiter. Darüber hinaus wolle man
die Gemeinde bei der Wiederherstellung des Kruzifixes an seinem Standort
unterstützen. Rund jeder dritte Libanese ist Christ. (dpa)
## Iran: Noch keine Entscheidung über Teilnahme an Verhandlungen
Der Iran hat nach Angaben seines Außenministeriums noch keine Entscheidung
über eine Teilnahme an weiteren Friedensverhandlungen mit den USA in
Pakistan getroffen. „Wir haben keine Pläne für eine zweite
Verhandlungsrunde, aber es wurde diesbezüglich noch nichts entschieden“,
sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Bakaei, am
Montag vor Pressevertretern.
Die USA meinten es „nicht ernst mit der Diplomatie“, fügte Bakaei hinzu. Er
verwies auf angebliche Verstöße gegen die am Freitag vereinbarte
Feuerpause. Konkret nannte er einen US-Angriff auf ein Frachtschiff, die
Seeblockade iranischer Häfen und die Lage im Libanon. All dies seien
„eindeutige Verstöße gegen die Waffenruhe“.
US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag erklärt, eine US-Delegation mit
Vizepräsident JD Vance an der Spitze werde am Montag in Pakistan
eintreffen. Zu den Knackpunkten der Verhandlungen zwischen Washington und
Teheran zählen neben der Öffnung der Straße von Hormus die iranischen
Vorräte an angereichertem Uran. (adp)
## Gerichtsmedizin: Mehr als 3.300 Kriegstote im Iran
Im Iran sind bei den israelisch-amerikanischen Bombardierungen nach Worten
eines Mediziners 3.375 Menschen getötet worden. Dabei handele es sich um
endgültige Zahlen, sagte der Leiter der iranischen Gesellschaft für
Rechtsmedizin, Abbas Masdschedi Arani, laut einem Bericht des Onlineportals
„Jamaran“.
Der Gerichtsmedizin zufolge waren unter den Toten 496 Frauen sowie 383
Kinder und Minderjährige. Die meisten Opfer gab es demnach in der
Hauptstadt Teheran, Isfahan im Zentrum des Landes sowie der Küstenprovinz
Hormusgan.
Die tatsächliche Zahl der Toten dürfte deutlich höher liegen. Aktivisten
hatten in ihren eigenen Zählungen schon vor Wochen mehr als 3.000 Tote
gemeldet. Die Menschenrechtsorganisation Hengaw mit Sitz in Norwegen
berichtete jüngst, dass mindestens 7.650 Menschen ums Leben kamen, darunter
1.030 Zivilisten. Unabhängig überprüfen lassen sich die Opferzahlen derzeit
nicht.(dpa)
## Zwei Menschen wegen Vorwurfs der Spionage hingerichtet
In Iran sind mitten im Krieg erneut zwei Menschen unter anderem wegen des
Vorwurfs der Spionage für Israel hingerichtet worden. „Die Todesurteile
gegen Mohammad Masum-Schahi und Hamed Walidi wurden heute im Morgengrauen
vollstreckt“, berichtete die Justizwebsite Misan Online am Montag. Dort
hieß es, die beiden Männer seien „Mitglieder eines Spionagenetzwerks mit
Verbindungen zum Mossad“, dem israelischen Geheimdienst. Es wurden keine
Angaben dazu gemacht, wann sie festgenommen worden waren.
Wie es bei Misan unter Verwendung von Teherans Sprachgebrauch für Israel
weiter hieß, waren die beiden Männer wegen der ihnen zur Last gelegten
„Zusammenarbeit mit feindlichen Gruppen und dem zionistischen Regime“ sowie
wegen des Vorwurfs „Krieg gegen Gott“ (Moharebeh) verurteilt worden. Dabei
handelt es sich nach Scharia-Recht um eine Straftat, auf die im Iran die
Todesstrafe steht.
Die Behörden in Iran haben seit Beginn des Krieges mit den USA und Israel
am 28. Februar mehrere Hinrichtungen vollstreckt. Seit dem 8. April gilt
eine zweiwöchige Waffenruhe, die am Mittwoch endet. Ausländischen
Aktivisten zufolge gibt es nur in China mehr Hinrichtungen als in Iran.
(afp)
## Ölpreis steigt nach Schließung der Straße von Hormus
Die erneute Schließung der Straße von Hormus treibt die Ölpreise am Montag
um mehr als 7 Prozent in die Höhe. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte
Brent verteuert sich um 7,26 Prozent auf 96,94 Dollar. Der Preis für
US-Leichtöl WTI steigt um 7,24 Prozent auf 89,92 Dollar. Die USA und Iran
werfen sich gegenseitig vor, durch Angriffe auf Schiffe gegen eine
Waffenruhe verstoßen zu haben. Am Freitag waren die Ölpreise noch um mehr
als 9 Prozent gefallen.
Am Samstag passieren mehr als 20 Schiffe die Straße von Hormus. Dies ist
die höchste Zahl seit dem 1. März, wie aus Daten des Analysehauses Kpler
hervorgeht. Die Zunahme des Verkehrs erfolgte vor einer erneuten Eskalation
am Sonntag, als die USA ein iranisches Schiff beschlagnahmten und Teheran
mit Vergeltung drohte. (rtr)
## Außenhandel mit Iran geht zurück
Der Außenhandel mit Iran ist im vergangenen Jahr weiter zurückgegangen. Die
Exporte sanken vom Vorjahr um ein knappes Viertel auf 961,6 Millionen Euro,
wie das Statistische Bundesamt berichtet. Ausgeführt wurden vor allem
Maschinen sowie pharmazeutische und chemische Erzeugnisse.
Umgekehrt kamen aus Iran Importe im Wert von 234,5 Millionen Euro, eine
leichte Steigerung um 1,7 Prozent zum Vorjahr. Fast zwei Drittel der
Einfuhren waren Nahrungsmittel mit Pistazien an der Spitze. Darauf folgten
pharmazeutische Erzeugnisse und Textilien wie zum Beispiel Teppiche.
Damit liegt Iran auf der Liste der [1][wichtigsten Handelspartner] auf Rang
72. Vor dem Inkrafttreten umfassender US-Sanktionen im Jahr 2018 war es
noch der 51. Platz gewesen.
Im Vergleich zum Jahr 2018 sind die Exporte um 64,3 Prozent und die Importe
um 46,8 Prozent zurückgegangen. Im Vorfeld des aktuellen Konflikts sind die
Exporte noch einmal deutlich weniger geworden. Für die Monate Januar und
Februar 2026 weist die Statistik einen Einbruch um 48,5 Prozent aus. (dpa)
## Irans Außenminister wirft USA wenig Ernsthaftigkeit vor
Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat den USA vor der von US-Präsident
Donald Trump angekündigten zweiten Gesprächsrunde zum Irankrieg in
Islamabad mangelnde Ernsthaftigkeit vorgeworfen. Araghtschi äußerte dies
laut iranischen Staatsmedien in einem Telefonat mit Pakistans Außenminister
Ishaq Dar. Demnach habe er gesagt, dass die Forderungen Washingtons in den
Verhandlungen sowie Drohungen gegen iranische Schiffe und Häfen „klare
Zeichen“ mangelnder Aufrichtigkeit der USA seien.
Die Äußerungen sind ein weiteres Zeichen dafür, dass sich die Spannungen
zwischen Washington und Teheran verschärfen, bevor die Waffenruhe am
Mittwoch auslaufen soll. Zudem könnten sie die Pläne für eine neue
Verhandlungsrunde zwischen den USA und Iran in Islamabad in dieser Woche
beeinflussen. (ap)
## Vorbereitungen in Islamabad für neue Verhandlungen laufen
Seitens der pakistanischen Regierung wurde derweil offiziell noch nichts zu
neuen Verhandlungen in Islamabad mitgeteilt. Kurz nach Trumps Ankündigung
neuer Gespräche hatte das Außenministerium aber mitgeteilt, Ressortchef
Ishaq Dar habe in einem Telefonat mit seinem iranischen Kollegen Abbas
Araghtschi betont, ein kontinuierlicher Dialog sei entscheidend, um die
Spannungen rasch zu entschärfen und Frieden in der Region zu fördern.
In Islamabad laufen seit Tagen Vorbereitungen für eine neue
Verhandlungsrunde. Sicherheitsvorkehrungen waren sichtbar: So wurde die
sogenannte Rote Zone mit Botschaften und Regierungsgebäuden, in der bereits
die erste Gesprächsrunde stattfand, wieder abgesperrt. Erste Verhandlungen
waren eine Woche zuvor ohne konkrete Ergebnisse beendet worden. (ap)
## Trump: Iranischer Blockadebrecher gestoppt
Das US-Militär hat Präsident Donald Trump zufolge die Kontrolle über ein
iranisches Schiff übernommen, das die Blockade der iranischen Häfen brechen
wollte. Man habe es durch ein Loch im Maschinenraum gestoppt, schreibt
Trump auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social. Eine Stellungnahme des
Irans liegt zunächst nicht vor. (rtr)
20 Apr 2026
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