# taz.de -- Peking und der Irankrieg: Ist China der heimliche Sieger im Irankrieg?
       
       > Während die USA es sich diplomatisch mit allen verscherzen, tritt China
       > als ruhiger Vermittler auf. Was verspricht sich das Land davon?
       
       Wem nützt eigentlich der Irankrieg? Auf den ersten Blick scheint die
       Antwort auf diese Frage eher knapp auszufallen. Die Weltwirtschaft
       [1][leidet unter den Folgen der Energiekrise], Iran liegt militärisch am
       Boden. US-Präsident Donald Trump muss angesichts des in den Vereinigten
       Staaten unpopulären Kriegs den bisher schlimmsten Imageverlust seiner
       zweiten Amtszeit hinnehmen.
       
       Doch eine andere Großmacht bringt sich diplomatisch in Position: China. Das
       Reich der Mitte präsentiert sich als besonnener, verlässlicher Vermittler.
       Beim Aushandeln der von Pakistan erreichten Waffenruhe soll Peking eine
       wichtige Rolle gespielt haben. Selbst Donald Trump ist das positiv
       aufgefallen.
       
       Auch wirtschaftlich steht China im internationalen Vergleich dank seiner
       [2][Diversifizierung] in der Energieversorgung weniger schlecht da. Als
       wichtige Lieferantin für Solarmodule oder E-Autos wäre die Volksrepublik
       außerdem eine der Gewinnerinnen im Falle einer sich beschleunigenden
       Energiewende durch den Ölpreisschock.
       
       Derweil streckt Staatspräsident Xi Jinping die Hände in alle Richtungen
       aus. Gerade in einer Zeit, in der viele Länder sich ihrer Partnerschaft mit
       den USA nicht mehr sicher sind, hat China vor allem auch die Golfstaaten
       oder Europa im Blick. Aufmerksam beobachtet Peking das militärische
       Vorgehen in Iran, denn dieses birgt wichtige Erkenntnisse für die eigenen
       geopolitischen Bestrebungen.
       
       Was verspricht sich China von seinem neuen diplomatischen Engagement? Und
       wie wahrscheinlich ist es, das Peking als heimlicher Sieger aus dem
       Irankrieg hervorgeht?
       
       Über diese Fragen sprechen [3][Fabian Schroer], Redakteur im
       Auslandsressort der taz und Ostasienkorrespondent [4][Fabian Kretschmer] in
       der neuen Folge der Fernverbindung.
       
       Diese Folge wurde aufgezeichnet am 15. April um 11 Uhr mitteleuropäischer
       Zeit.
       
       [5][Fernverbindung] – Der Auslands-Podcast der taz erscheint jede Woche auf
       taz.de und überall, wo es Podcasts gibt.
       
       15 Apr 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] /Blockade-der-Strasse-von-Hormus/!6171113
 (DIR) [2] /Neue-Rollen-auf-dem-UN-Klimagipfel/!6130981
 (DIR) [3] /Fabian-Schroer/!a80152/
 (DIR) [4] /Fabian-Kretschmer/!a22577/
 (DIR) [5] /!s=Fernverbindung/
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Fabian Kretschmer
 (DIR) Fabian Schroer
       
       ## TAGS
       
 (DIR) Podcast „Fernverbindung“
 (DIR) China
 (DIR) Golfstaaten
 (DIR) Diplomatie
 (DIR) Schwerpunkt Iran-Krieg
 (DIR) Social-Auswahl
 (DIR) Schwerpunkt USA unter Trump
 (DIR) Podcast „Fernverbindung“
 (DIR) Podcast „Fernverbindung“
 (DIR) Podcast „Fernverbindung“
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Das Evangelium nach Donald Trump: Selig sind die Größenwahnsinnigen
       
       Der Papst ist ein Schwächling. Da hat Trump völlig recht. Und auch sonst
       war diese Woche viel los zwischen Potus Maximus und Pontifex Marxismus.
       
 (DIR) Wahlen in Ungarn: Besiegt dieser Mann Viktor Orbán?
       
       16 Jahre lang baute der heutige Ministerpräsident Viktor Orbán seine Macht
       in Ungarn aus. Hoffnungsträger Péter Magyar soll das Land zurück zur
       Rechtsstaatlichkeit bringen.
       
 (DIR) Umbau der Presse: Wie trump sind die US-Medien?
       
       US-Präsident Donald Trump greift immer stärker in die Medienlandschaft der
       Vereinigten Staaten ein. Was heißt dies für die Berichterstattung?
       
 (DIR) Gesetze gegen digitale Gewalt: Schützt Spanien seine Frauen besser?
       
       Der Fall Collien Fernandes hat Wellen geschlagen und auch hierzulande soll
       es schärfere Gesetze geben. Kann Deutschland dabei von Spanien lernen?