# taz.de -- Hertha in der Zweiten Bundesliga: Vom Hoffen und Leiden
       
       > Der 1.FC Kaiserslautern gewinnt in Berlin gegen Hertha und macht damit
       > den Aufstieg der Berliner mehr als unwahrscheinlich. Oder etwa doch
       > nicht?
       
 (IMG) Bild: Zurück auf dem Boden der Tatsachen – Fabian Reese nach dem Spiel gegen Lautern
       
       Es ist vorbei. Bis zum vergangenen Samstag durften die Anhänger der Alten
       Dame noch träumen. Vom Relegationsplatz zum Beispiel und manch einer
       vielleicht sogar schon heimlich vom direkten Aufstieg in die Erste Liga.
       Und davon, dass die guten alten Zeiten zurückkehren könnten. Die sind ja
       auch noch nicht so lange her: 2013 war Hertha BSC zum letzten Mal kurz
       Bundesliga-Spitzenreiter gewesen. Erste Bundesliga.
       
       Ein Sieg im [1][Olympiastadion] gegen die aus Kaiserslautern angereisten
       Gegner hätte also gereicht, um den kleinen Hoffnungsschimmer der Herthaner
       am Leben zu erhalten. In der ersten Halbzeit spielten die Roten Teufel dann
       auch noch so passiv, so lustlos, dass die Fans aus K-Town ihrerseits
       hauptsächlich nur hofften, dass sich das [2][6:1-Pokalspiel-Debakel vom
       letzten Aufeinandertreffen im Olympiastadion] nicht wiederholen würde.
       
       Doch dann betrat nach der Pause eine wie ausgewechselte Mannschaft den
       Rasen, schoss das unerwartete 1:0 gegen die West-Berliner und ließ selbst
       keinen Ball ins Netz. Die Aufstiegshoffnungen der Herthaner – zerplatzt.
       Jedenfalls für diese Saison. Denn wer Hertha-Fan ist, muss hoffen können.
       Immer wieder, jede Saison aufs Neue.
       
       ## Auch die Roten Teufel träumen
       
       Und bei den FCK-Fans? Bei der „dritten Halbzeit“ in der überfüllten
       FCK-Kneipe in Schöneberg später am Nachmittag ist schnell vergessen, dass
       das 1:0 ganz sicher nicht auf Bundesliga-Niveau erspielt wurde.
       
       Da wird jetzt gerechnet: 15 Punkte könne man noch holen diese Saison, wenn
       man jetzt noch alle Spiele gewinnt. Und mit 61 Punkten seien Mannschaften
       schon auf dem Relegationsplatz gelandet, ja es soll sogar welche gegeben
       haben, die mit 61 Punkten direkt aufgestiegen seien.
       
       Und wenn man mal erst aufgestiegen ist, dann darf man sich erst recht
       Hoffnungen machen. Denn, wie hieß es so schön vom Gästeblock vorhin: „Die
       Geschichte ist einmalig, jedes Kind weiß, wie es war: Nach dem Aufstieg –
       Deutscher Meister, das ist nur der FCK!“
       
       Ja, die Hoffnung stirbt immer zuletzt.
       
       12 Apr 2026
       
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 (DIR) Ruth Lang Fuentes
       
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