# taz.de -- Handelskonflikt: USA und China starten neue Handelsgespräche in Paris
       
       > Das Treffen gilt als Vorbereitung für einen Besuch von US-Präsident Trump
       > in Peking. Die Länder-Delegationen beraten unter anderem über Zölle.
       
 (IMG) Bild: Der chinesische Vizepremier He Lifeng (r) mit US-Finanzminister Scott Bessent
       
       dpa | Vertreter der [1][USA] und [2][Chinas] haben in Paris eine neue Runde
       von Handelsgesprächen begonnen. Der Beginn der Konsultationen wurde von der
       staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua bestätigt. Das Treffen
       gilt als Vorbereitung für ein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump
       und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping bei einem für Ende März
       geplanten Besuch Trumps in China.
       
       Die chinesische Delegation wird von Vizepremier He Lifeng angeführt, einem
       engen Wirtschaftsberater von Xi. Die US-Seite wird von Finanzminister Scott
       Bessent und dem Handelsbeauftragten Jamieson Greer geführt.
       
       Die Gespräche finden vor dem Hintergrund weiterhin angespannter
       Handelsbeziehungen statt. Washington hatte in dieser Woche neue
       Untersuchungen zu angeblichen Überkapazitäten in wichtigen Industrien
       angekündigt. Die Maßnahmen richten sich gegen zahlreiche Handelspartner,
       darunter auch China und die Europäische Union. China wies die Vorwürfe
       zurück und behielt sich Gegenmaßnahmen vor.
       
       Zugleich sandte Peking aber auch versöhnliche Signale. In einem Kommentar
       der Parteizeitung Volkszeitung hieß es, die neue Runde der Handelsgespräche
       solle „ein guter Start für eine positive wirtschaftliche Interaktion
       zwischen China und den USA in diesem Jahr“ sein.
       
       ## Handels-Waffenstillstand nach Treffen in Südkorea
       
       Es ist bereits die sechste Gesprächsrunde zum Handelskonflikt seit Beginn
       der zweiten Amtszeit von Trump. Washington hatte im vergangenen Jahr
       zusätzliche Zölle auf chinesische Waren verhängt. Peking reagierte mit
       eigenen Strafzöllen sowie Exportbeschränkungen für wichtige Rohstoffe,
       darunter kritische Mineralien.
       
       Zwischenzeitlich hatten beide Seiten einen Teil der Maßnahmen
       zurückgenommen, nachdem sie sich bei einem direkten Treffen von Trump und
       Xi [3][im vergangenen Herbst in Südkorea auf eine Art Waffenstillstand
       verständigt hatten].
       
       Trotz dieser Entspannung bleiben zahlreiche Konfliktpunkte bestehen. Dazu
       zählen neben Zöllen auch Fragen der Industriepolitik, staatlicher
       Subventionen, Technologiekontrollen sowie gegenseitiger Marktzugänge.
       Unklar war zunächst, ob bei den Gesprächen auch der Krieg in Iran eine
       Rolle spielen würde. China bezieht einen erheblichen Teil seines Öls aus
       dem Nahen Osten.
       
       15 Mar 2026
       
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