# taz.de -- Konflikt zwischen USA und Venezuela: Donald Trump erkennt Regierung Rodriguez an
       
       > Die USA nehmen diplomatische Beziehungen zur venezolanischen Regierung
       > unter Ex-Vizepräsidentin Delcy Rodríguez auf. Derweil droht der
       > US-Präsident erneut Kuba.
       
 (IMG) Bild: Besuch von US-Innenminister Doug Burgum bei Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez am 4. März 2026 in Caracas, Venezuela
       
       Es geht Schlag auf Schlag: US-Präsident Donald Trump hat die Regierung von
       Venezuelas Interimspräsidentin [1][Delcy Rodríguez] offiziell anerkannt.
       Das verkündete Trump am Samstag beim sogenannten „Shield of Americas“
       Gipfel mit Trump-freundlichen lateinamerikanischen und karibischen
       Staatschefs in Florida. Rodríguez leiste eine „großartige Arbeit“. Bei
       derselben Gelegenheit rief Trump eine neue „Militärkoalition zur Ausrottung
       der kriminellen Kartelle“ aus.
       
       Nach einem Besuch von US-Innenminister Doug ‌Burgum in Caracas hatten die
       USA und Venezuela am Donnerstag schon ihre diplomatischen Beziehungen
       wieder aufgenommen.
       
       Seit der Festnahme des autoritär regierenden Staatschefs Nicolás Maduro in
       einer US-Spezialoperation Anfang Januar führt Rodríguez Venezuela als
       geschäftsführende Präsidentin. Zuvor war sie Vizepräsidentin und
       Energieministerin gewesen. Bis auf Maduro bleibt die gesamte Führungsriege
       im Amt. Die Regierung hielt sich durch Wahlbetrug an der Macht und steht
       wegen Menschenrechtsverletzungen in Kritik.
       
       „Wir betrachten diese Entscheidung als Anerkennung für das venezolanische
       Volk und sein gerechtes Anliegen, die Wahrheit über unser Land ans Licht zu
       bringen“, [2][schrieb Rodríguez auf X]. „Wir bekräftigen unsere
       Bereitschaft, langfristige Beziehungen aufzubauen, die auf gegenseitigem
       Respekt, Gleichheit und internationalem Recht basieren“, fügte sie hinzu.
       
       ## Kehrt Machado zurück?
       
       Delcy Rodríguez hat ihre anfangs kriegerische Rhetorik gegenüber Trump und
       den USA seit dem 3. Januar drastisch zurückgefahren. Beide Seiten hatten
       sich zuletzt mit Äußerungen der Wertschätzung überboten. Rodríguez hat es
       offenbar geschafft, Trump mit einem neuen Energiegesetz, Öl für die USA und
       wiederholten Beteuerungen, man sei zur Kooperation bereit,
       zufriedenzustellen. Am Freitag haben die USA den Handel mit venezolanischem
       Gold unter bestimmten Bedingungen wieder freigegeben.
       
       Am selben Tag hatte Trump zum zweiten Mal Oppositionsführerin und
       Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado im Weißen Haus getroffen.
       Beim ersten Treffen Mitte Januar hatte Machado Trump ihre
       Nobelpreismedaille überreicht.
       
       Bei dem Treffen, bei dem auch US-Außenminister Marco Rubio und
       Kabinettschefin Susie Wiles anwesend gewesen sein sollen, sei es unter
       anderem um Neuwahlen in Venezuela gegangen, allerdings ohne konkreten
       Termin. Machado hatte zuvor ihre Rückkehr nach Venezuela [3][„in den
       kommenden Wochen“] angekündigt, um „einen geordneten, nachhaltigen und
       unaufhaltsamen Übergang zur Demokratie zu gewährleisten“ und „einen neuen,
       gigantischen Wahlsieg“ vorzubereiten.
       
       [4][Machados Team schrieb am Samstag nur], dass die Oppositionsführerin am
       11. und 12. März nach Chile zur Amtseinführung des r[5][echtsextremen
       Präsidenten José Antonio Kast] reisen werde.
       
       Viele Expertinnen sehen eine mögliche Rückkehr von Machado als Feuerprobe
       für die Regierung Rodríguez. Die hat Mitte Februar ein Amnestie-Gesetz
       verabschiedet, mit dem unter anderem weitere politische Gefangene
       freikommen sollen. Ausgeschlossen sind einige Delikte, die der Chavismus
       Machado zuschreibt – darunter die Unterstützung einer ausländischen
       Militärintervention, die Machado befürwortet hatte. Am Samstag verließen
       erneut mindestens 17 Häftlinge ein Gefängnis in Caracas.
       
       Derweil erneuerte Donald Trump beim Gipfeltreffen in Florida auch seine
       Drohungen gegenüber Ex-Präsident Maduros engem Verbündetem [6][Kuba]. Der
       US-Präsident sprach von Militäraktionen und kündigte an, die USA würden
       sich nun „voll und ganz“ auf Kuba konzentrieren.
       
       8 Mar 2026
       
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