# taz.de -- Drittes Gold für Franjo von Allmen: Ein Held, der es noch nicht so ganz glauben kann
       
       > Franjo von Allmen gewinnt bei den Olympischen Spielen in Bormio den
       > Super-G. Er ist erst der dritte männliche Skifahrer, der dreimal Gold
       > holen konnte.
       
 (IMG) Bild: Franjo von Allmen
       
       Drei Goldene sind es jetzt schon. Franjo von Allmen hat am Mittwoch nach
       Abfahrt und Team-Kombination auch den Super-G der Männer gewonnen. Der
       24-jährige Skiprofi aus der Schweiz hat sehr früh dafür gesorgt, dass er
       der Superstar dieser Spiele wird.
       
       Allmens sensationeller Erfolg in [1][Bormio], wo die Männer ihre alpinen
       Wettbewerbe abhalten, hat eine Vorgeschichte und zugleich kommt er
       überraschend. Die Vorgeschichte ist kurz: 2025 wurde er im österreichischen
       Saalbach Doppelweltmeister. Seither wusste man, dass da in der Schweiz ein
       Ausnahmekönner die Hänge hinabrast. Als er dann noch wenige Tage vor den
       Winterspielen in [2][Crans-Montana] gewann, war klar, dass er als
       Olympiafavorit anreist. Allerdings beim Super-G, den er nun für sich
       entscheiden konnte, galt Allmens Teamkollege Marco Odermatt als erster
       Sieganwärter. Der wurde nur Dritter.
       
       Franjo von Allmen, der aus der Gemeinde Boltigen im Kanton Bern stammt, hat
       sich schon früh professionell aufgestellt. Zugleich stellt er sich als
       lokal verbundener Sportsmann vor. „Für die nötige Bodenhaftung machte ich
       die Lehre zum Zimmermann. Ein Beruf, dem ich bei Gelegenheit immer noch mit
       Freude nachgehe“, berichtet Allmen auf der Website seines Fanclubs.
       
       Dass sein Leben so bodenständig weitergehen wird, dürfte unwahrscheinlich
       sein. Mit den Erfolgen bei Olympia ist von Allmen erst der dritte männliche
       Skifahrer – nach [3][Toni Sailer] (1956) und Jean-Claude Killy (1968) –,
       der dreimal Gold bei denselben Spielen gewonnen hat. Nicht einmal Rosi
       Mittermaier, deren Doppelgold gerade ihr 50. Jubiläum feiert, kann da
       mithalten. [4][Felix Neureuther], Rosis Sohn und zugleich ARD-Experte in
       Bormio, sagte: „Die Leistung, die er hier abliefert, davor kann man mehr
       als dreimal den Hut ziehen.“
       
       Ob Franjo von Allmen das alles schon so realisiert, lässt sich schwer
       sagen. Im Zielbereich von Bormio, wo er auf dem Stuhl des Führenden saß,
       machte er einen eher ungläubigen, zweifelnden Eindruck. Aber: Er ist’s
       wirklich.
       
       11 Feb 2026
       
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