# taz.de -- Beileidsbekundungen für Rita Süssmuth: Steinmeier ordnet Trauerstaatsakt an
> Im Alter von 88 Jahren ist Rita Süssmuth gestorben. Politikerinnen und
> Politiker loben sie für ihre Art und ihre Errungenschaften.
(IMG) Bild: Rita Süssmuth 1985
## „Stimme des Respekts“
Bodo Ramelow (Die Linke) sah Süssmuth als „eine Stimme der Menschlichkeit,
des Respekts und des aufrechten Widerspruchs – auch dann, wenn es unbequem
war.“ Weiter schreibt er [1][auf X]: „Ihre Haltung, ihr Mut und ihr Einsatz
für unsere Demokratie wirken weit über ihre Zeit hinaus.“ (taz)
## „Hochinteressante Gesprächspartnerin“
Außenminister Johann Wadephul (CDU) schätzte Süssmuth als „hochinteressante
und inspirierende Gesprächspartnerin.“ „Mit ihrem Einsatz für Demokratie
und Parlamentarismus, für Menschlichkeit und Gleichberechtigung war Rita
Süssmuth eine der ganz großen Persönlichkeiten unseres Landes“,
[2][schreibt er.] (taz)
## „Mutige Person, Frau, Politikerin“
Grünen-Politikerin und Bundestagsabgeordnete Katrin Göring-Eckardt
beschreibt Süssmuth als „mutige wunderbare Person, Frau, Politikerin.“
Weiter schreibt sie [3][auf X:] „Ich hab viel von ihr gelernt, konnte mit
ihr lachen und manchmal auch kämpfen. Ich bin sehr dankbar, sie gekannt zu
haben. Und übrigens auch, dass sie eine ehrenhafte, meinungsstarke
Präsidentin des Bundestages war, in Berlin, mit Klugheit, Herz und Seele,
mit dem Wissen um den unendlichen Wert der Demokratie und auch der Demut
für das Geschenk unserer Freiheit.“ (taz)
## „Starke Stimme für Frauen“
Zu Süssmuths Tod schreibt das [4][Bundesministerium für Bildung, Familie,
Senioren, Frauen und Jugend]: „Sie hat sich über Jahrzehnte mit starker
Stimme für Familien und Frauen eingesetzt, nicht nur als Familien- und
Frauenministerin. Sie hat frauen- und gleichstellungspolitische Themen ganz
oben auf die Agenda gesetzt, wo sie auch heute noch hingehören. Bis zuletzt
kommentierte sie politisches Zeitgeschehen und ergriff Position in
aktuellen Debatten, sie war in bester Weise streitbar und gleichzeitig
Brückenbauerin.“ (taz)
## Merkel würdigt Süssmuth
Altkanzlerin Angela Merkel hat die verstorbene frühere
Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (beide CDU) als „leidenschaftliche
Politikerin“ und unermüdliche Kämpferin für Gerechtigkeit gewürdigt. „Rita
Süssmuths Stimme wird fehlen, auch mir“, erklärte Merkel am Montag. „Wir
können ihr Andenken bewahren und ehren, indem wir uns weiter für ihre
Herzensanliegen engagieren.“
Süssmuth habe im Kampf für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und
Männern „die Defizite schonungslos“ benannt, erklärte Merkel weiter. Als
Frauenministerin Anfang der 1980er Jahre sei Süssmuth dabei auch
„Vorkämpferin für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ gewesen.
Als Bundesgesundheitsministerin habe Süssmuth zudem „mutig und gegen viele
Widerstände für die Enttabuisierung und die Prävention von HIV/Aids“
gekämpft, erklärte Merkel. „Als Präsidentin des Deutschen Bundestags setzte
sie sich für eine lebendige Debattenkultur und die Rechte der
parlamentarischen Minderheiten ein.“ (afp)
## Steinmeier ordnet Trauerstaatsakt für Süssmuth an
Deutschland verabschiedet sich von der verstorbenen ehemaligen
Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth mit einem Trauerstaatsakt.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ordnete diesen zum Gedenken an die
frühere CDU-Politikerin an. Ausrichter ist der Deutsche Bundestag. Vor dem
Parlament wehten die Fahnen auf halbmast.
Die nur selten angeordneten Staatsbegräbnisse und Trauerstaatsakte sind
Ausdruck höchster Würdigung einer verstorbenen Persönlichkeit durch die
Bundesrepublik Deutschland. Steinmeier hatte Süssmuth bereits als
„großartige Frau und eine leidenschaftliche Kämpferin für die Demokratie“
gewürdigt. In einem Kondolenzschreiben an die Tochter von Süssmuth hieß es,
„Rita Süssmuth ist stets vorweg gegangen, war Vordenkerin, Vorkämpferin und
Vorbild, insbesondere auch für viele Frauen.“ (dpa)
## „Gesicht der Aussöhnung“ zwischen Deutschland und Israel
Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster,
hob hervor, Süssmuth habe sich als Bundestagspräsidentin nachdrücklich für
eine lebendige Erinnerungskultur eingesetzt und sich gegen jede Forderung
nach einem Schlussstrich gewehrt. „Rita Süssmuth war ein Gesicht der
Aussöhnung von Deutschland und Israel“, erklärte Schuster. Er unterstrich
zugleich ihre Rolle bei der Zuwanderung jüdischer Menschen aus Ländern der
ehemaligen Sowjetunion sowie bei der Rückgabe von Kulturgütern, die in der
Nazizeit geraubt wurden. (dpa)
## Merz würdigt Rita Süssmuth als „große Politikerin“
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die verstorbene ehemalige
Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth als „große Politikerin“ gewürdigt.
„Rita Süssmuth hat sich lebenslang für Deutschland engagiert“, hieß es von
Merz in einer Mitteilung. Sie sei Vorbild und Vorkämpferin für die
Gleichberechtigung und die politische Wirkkraft von Frauen gewesen.
Süssmuth starb im Alter von 88 Jahren. Die CDU-Politikerin gehörte dem
Bundestag von 1987 bis 2002 an und war von 1988 bis 1998 dessen
Präsidentin. Von 1985 bis 1988 war sie außerdem Bundesministerin für
Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit. (dpa)
## Steinmeier: Süssmuth war Kämpferin für Demokratie
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die verstorbene ehemalige
Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth als „großartige Frau und eine
leidenschaftliche Kämpferin für die Demokratie“ gewürdigt. In einem
Kondolenzschreiben an die Tochter von Süssmuth hieß es: „Rita Süssmuth ist
stets vorweg gegangen, war Vordenkerin, Vorkämpferin und Vorbild,
insbesondere auch für viele Frauen.“ Das teilte das Bundespräsidialamt mit.
Das Amt der Bundestagspräsidentin habe sie durch ihren persönlichen Stil
geprägt und dem Amt innen- wie außenpolitisch Gewicht verliehen, schrieb
Steinmeier. Der Bundespräsident erinnerte auch an die Rolle von Süssmuth im
Kampf gegen Aids. Dort habe sie verstärkt auf Aufklärung und Beratung
gesetzt, um der Krankheit zu begegnen und sie zu bewältigen.
Süssmuth starb im Alter von 88 Jahren. Die CDU-Politikerin gehörte dem
Bundestag von 1987 bis 2002 an und war von 1988 bis 1998 dessen
Präsidentin. Von 1985 bis 1988 war sie außerdem Bundesministerin für
Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit. (dpa)
## CDU-Landeschef Lechner würdigt Süssmuth
Niedersachsens CDU-Chef Sebastian Lechner hat die verstorbene ehemalige
Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth als „prägende Stimme der Einheit“ und
„der Frauenpolitik“ gewürdigt. Deutschland verliere eine große Demokratin,
eine leidenschaftliche Streiterin für Gleichberechtigung und eine
Politikerin, die unser Land in einer seiner prägendsten Phasen mit klarem
Kompass begleitet habe, sagte Lechner.
Lechner hob hervor, dass auch Niedersachsen mit dem politischen Wirken
Süssmuths eng verbunden gewesen sei. Bei der Bundestagswahl 1987
kandidierte Süssmuth erstmals im Wahlkreis Göttingen, den sie dann dreimal
hintereinander direkt gewann. 1998 zog sie über die Landesliste
Niedersachsen der CDU letztmals in den Bundestag ein. (dpa)
## Klöckner: „Politische Ausnahmeerscheinung“
Die amtierende Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) nannte Süssmuth
zuletzt eine „politische Ausnahmeerscheinung“ und hob vor allem ihren Elan
und ihre Beharrlichkeit hervor. Nun ist ihre Vorgängerin Rita Süssmuth kurz
vor ihrem 89. Geburtstag gestorben. Die Professorin für
Erziehungswissenschaft stand schon früh für feministische Positionen – als
„Lovely Rita“ adelte die Feministin Alice Schwarzer Süssmuth einst. In
ihrer Partei, der CDU, hatte sie allerdings nicht viel Unterstützung,
weshalb sie innerparteilich als „Lonely Rita“ verspottet wurde. [5][Auf X]
schreibt Klöckner: „Rita Süssmuths markante Stimme wird unserem Land
fehlen. Was sie erreicht hat, wird bleiben. Bei allem, was unvollendet
blieb, ist es an uns, beharrlich zu bleiben, weiterzudenken,
fortzuschreiten – offen und ehrlich, wie Rita Süssmuth es getan hätte.“
(afp/taz)
## Laschet: „Vorbild und gute Freundin“
Auch Armin Laschet (CDU) sprach [6][auf X] seine Anteilnahme aus: „Als
junger Redenschreiber lernte ich sie vor fast 40 Jahren kennen. Sie ist
eine der beeindruckendsten Frauen, die ich je erlebt habe.“ Der ehemalige
CDU-Bundesvorsitzende bezeichnete Süssmuth als gute Freundin und Vorbild.
(taz)
## Strack-Zimmermann: „Ihr Vermächtnis bleibt“
Auch Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) nahm [7][auf X]
von Süssmuth Abschied. „Sie gehörte zu jener Generation von Politikerinnen,
die Haltung bewiesen haben, auch wenn der Gegenwind aus den eigenen Reihen
kam“, schreibt Strack-Zimmermann dort. „Ihr Vermächtnis bleibt: Mut zur
Verantwortung, Respekt vor dem Menschen und der feste Glaube daran, dass
Politik mehr sein muss als Machtverwaltung.“ (taz)
## Auch Beileidsbekundungen aus Polen
Als „eine der herausragendsten Persönlichkeiten des deutschen öffentlichen
Lebens“ bezeichnete das polnische Außenministerium Süssmuth. [8][In dem
Post] wurde gelobt, wie viel die CDU-Politikerin für die Beziehungen
zwischen Deutschland und Polen gemacht hat. (taz)
2 Feb 2026
## LINKS
(DIR) [1] https://x.com/bodoramelow/status/2017979576853389638
(DIR) [2] https://x.com/AussenMinDE/status/2017991924313903567
(DIR) [3] https://x.com/GoeringEckardt/status/2017972595564412955
(DIR) [4] https://x.com/BMBFSFJ/status/2017987167033663944
(DIR) [5] https://x.com/JuliaKloeckner/status/2017969255115792747
(DIR) [6] https://x.com/ArminLaschet/status/2017983918205464791
(DIR) [7] https://x.com/MAStrackZi/status/2018002768460427383
(DIR) [8] https://x.com/PolandMFA/status/2018073765058679183
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