# taz.de -- Wintersturm trifft USA hart: Behörden warnen vor langanhaltenden Stromausfällen
       
       > Ein Wintersturm zieht über die USA, Schnee bedeckt New York und
       > Washington. Mehr als die Hälfte aller US-Bürger sind von Eis, Schnee und
       > Kälte betroffen.
       
 (IMG) Bild: Eingeschneit: Der Times Square in New York
       
       dpa | Mit klirrender Kälte, Schnee und Eis wütet ein heftiger Wintersturm
       seit dem Wochenende über weiten Teilen der USA – inzwischen hat er auch die
       Metropolen an der Ostküste erfasst. Seit Sonntagmorgen (Ortszeit) schneit
       es in New York und Washington bei eisigen Minusgraden. Landesweit spürt
       mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung die Folgen des extremen
       Winterwetters – nach Angaben der Behörden sind das nahezu 190 Millionen
       Menschen.
       
       ## Am Morgen weit über eine halbe Million Haushalte ohne Strom
       
       Die Zahl der Stromausfälle steigt stetig: In den frühen Stunden des
       Sonntags waren landesweit bereits mehr als 780.000 Haushalte ohne Strom,
       wie aus Daten des Portals poweroutage.us hervorgeht. Stark betroffen waren
       zunächst Bundesstaaten im Süden und im Mittleren Westen, wo der Sturm am
       Freitagnachmittag einsetzte, darunter Texas, Mississippi, Louisiana und
       Tennessee. Doch auch aus Alabama und Kentucky wurden bereits erste Ausfälle
       gemeldet.
       
       Gleichzeitig warnten die Behörden vor möglicherweise „langanhaltenden
       Stromausfällen“ in einigen Landesteilen. Massive Ausfälle waren schon vorab
       befürchtet worden – etwa durch umknickende Bäume oder weil oberirdische
       Leitungen durch das Gewicht von Blitzeis brechen können. Seit Tagen warnen
       US-Meteorologen vor einem der wohl größten Winterstürme der vergangenen
       Jahre. Zahlreiche Staaten haben den Notstand ausgerufen, um im Ernstfall
       schneller Hilfsgelder und Personal mobilisieren zu können.
       
       ## Weiße Schneedecke bedeckt New York und Washington
       
       In Washington waren die Menschen aufgerufen worden, Taschenlampen
       bereitzulegen und ihre Handys vorsorglich aufzuladen. Die Büros der
       Bundesbehörden sollen am Montag geschlossen bleiben. Trotz der angespannten
       Lage prägten auch fröhliche Winterszenen das Stadtbild: Fotos aus der
       Hauptstadt zeigten am Morgen Menschen auf Skiern rund um das Kapitol sowie
       Kinder, die auf Schlitten verschneite Hänge hinabfuhren.
       
       In den frühen Morgenstunden wurden in Washington minus neun Grad gemessen,
       in New York minus zwölf Grad. Nach und nach legte sich eine weiße
       Schneedecke über die Millionenmetropolen, auch über den Central Park im
       Herzen New Yorks. Die Schulen der Stadt sollen am Montag geschlossen
       bleiben. Zudem sollen nach Angaben von NBC News in allen fünf Stadtbezirken
       Zentren geöffnet werden, in denen sich New Yorker aufwärmen können. Die
       Straßen blieben am Morgen weitgehend leer, Räumfahrzeuge waren im
       Dauereinsatz.
       
       ## Schnee, Eis und ungewöhnlich Kälte
       
       Aus dem Ort Crested Butte in Colorado – früher eine Bergbausiedlung und
       heute ein beliebtes Wintersportziel – meldete CNN 58 Zentimeter Schnee. In
       Teilen Oklahomas fielen demnach bis zu 20 Zentimeter. Einige nutzten das
       winterliche Wetter für Freizeitaktivitäten: Der Sender zeigte Bilder von
       Menschen in Oklahoma, die sich bei Schlittenfahrten vergnügten.
       
       Besonders gefährlich sei der gefrierende Regen, der in Teilen von Louisiana
       eine etwa zwei Zentimeter dicke Eisschicht verursacht habe, hieß es bei
       CNN. Auch in Mississippi wurde vor Eisablagerungen gewarnt.
       
       ## Große Herausforderungen für Reisende – Tausende Flüge gestrichen
       
       Die Witterung führte nach Angaben der Behörden zu erheblichen
       Verkehrsbehinderungen und Straßensperrungen, von denen einige mehrere Tage
       andauern könnten. Menschen wurden aufgerufen, ihre Wohnungen möglichst
       nicht zu verlassen und das Auto stehenzulassen.
       
       Übers Wochenende seien auch mehr als 15.000 Flüge gestrichen worden,
       berichtete CNN. Auf Fotos aus der US-Hauptstadt Washington waren
       menschenleere Terminals zu sehen.
       
       25 Jan 2026
       
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