# taz.de -- Militärische Befugnisse Trumps: Republikaner im US-Senat knicken ein
> Der Versuch der Demokraten, die militärischen Befugnisse Trumps zu
> beschneiden, ist gescheitert. Im US-Senat entscheidet die Stimme von Vize
> Vance.
(IMG) Bild: Im US-Senat war seine Stimme ausschlaggebend: US Vize J.D. Vance
Der Versuch, die Befugnisse von US-Präsident Donald Trump einzuschränken
und mögliche weitere [1][Militärschläge gegen Venezuela] nur nach einer
Abstimmung im Kongress zu erlauben, [2][ist gescheitert.]
Die republikanische Führung im US-Senat schaffte es, genug
Senator:innen davon zu überzeugen, gegen die sogenannte War Powers
Resolution zu stimmen. Die Stimme von Vizepräsident J. D. Vance war
ausschlaggebend, nachdem die Abstimmung im Senat mit einem Unentschieden
von jeweils 50 Stimmen geendet hatte.
Die Abstimmung zeigt, dass die Republikaner knapp ein Jahr nach Trumps
Amtsantritt noch nicht gewillt sind, dem Präsidenten Einhalt zu gebieten.
Der knappe Wahlausgang ist aber zugleich ein Zeichen dafür, dass auch
innerhalb der Partei immer mehr Politiker das Vorgehen der Regierung
infrage stellen.
Der demokratische Fraktionsvorsitzende Chuck Schumer erklärte im Anschluss,
die Abstimmung sei ein weiterer Beweis dafür, dass seine republikanischen
Kollegen ihre Kontrollaufsicht völlig aufgegeben hätten. „Republikaner im
Senat stellen sich immer wieder hinter Donald Trump, egal wie
rücksichtslos, egal wie verfassungswidrig, egal welche potenziellen Kosten
dies für amerikanische Menschenleben mit sich bringt“, sagte der Senator
aus New York während einer Pressekonferenz nach der Abstimmung.
## Zur Unterwerfung gezwungen?
Senator Tim Kaine, einer der Antragsteller des Beschlusses, bezeichnete den
Wahlausgang als enttäuschend. Seine republikanischen Kollegen hätten sich
erneut vom Präsidenten „zur Unterwerfung zwingen lassen“.
Republikaner verteidigten ihre Entscheidung damit, dass der Antrag
versuche, etwas zu unterbinden, das überhaupt nicht geschehe. Insgesamt
stimmten aber drei Republikaner für den Antrag. In der vergangenen Woche,
während einer verfahrenstechnischen Abstimmung, waren es noch fünf
Republikaner gewesen. Die Senatoren [3][Josh Hawley] und Todd Young
änderten jedoch auf Druck von Parteiführung und Regierung ihre Stimme.
Hawley erklärte seinen Entschluss damit, dass seine Bedenken nach mehreren
Gesprächen mit dem Weißen Haus und Außenminister Marco Rubio besänftigt
worden seien. „Der Außenminister hat mir direkt mitgeteilt, dass die
Regierung keine Bodentruppen nach Venezuela entsenden wird“, sagte Hawley.
Auch Young ließ sich von Zusicherungen der Regierung überzeugen.
Trump hatte nach der Militäroperation, die zur Festnahme des ehemaligen
venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro geführt hatte, gewarnt, dass man
nicht davor zurückschrecken werde, einen weiteren Militärschlag
durchzuführen, falls es notwendig sei.
15 Jan 2026
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## AUTOREN
(DIR) Hansjürgen Mai
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