# taz.de -- Asexuelle Autorin über Sex: „Donuts sind cooler“
> Die Journalistin Maria Popov hat ein Buch über Asexualität geschrieben.
> Ein Gespräch über Performancedruck bei Dates, politische Unlust und
> Freundschaften.
(IMG) Bild: Maria Popov möchte in einer Gesellschaft leben, in der Sex kein Werkzeug der Unterdrückung mehr ist
Zum Interview lädt [1][Maria] [2][Popov] in ihre Zweizimmerwohnung in
Berlin-Prenzlauer Berg. Wir setzen uns ins Wohnzimmer. Im Badezimmer steht
als Deko ein pinkes Telefon – in Form einer Toilette. Das habe sie vom Set
von „Auf Klo“ mitgehen lassen, erzählt Popov. Sieben Jahre lang hat sie für
das Funkformat gearbeitet und junge Menschen über Sexualität und mentale
Gesundheit aufgeklärt. Dass sie queer ist, Frauen und nicht binäre Personen
datet, hat Maria Popov dabei immer stolz in die Kamera gesagt – dass sie
asexuell ist, hingegen nicht. Im Oktober ist dazu nun ihr erstes Sachbuch
erschienen: „Kein Bock Club. Warum wir auch mal keine Lust auf Sex haben.“
Darüber wollen wir sprechen.
taz: Maria Popov, in den sozialen Medien trendete vor einiger Zeit das Meme
„Sex is cool, but have you tried …“ Sie erwähnen das auch in Ihrem Buch.
Was ist für Sie cooler als Sex?
Maria Popov: Zum Beispiel warmer Cappuccino mit Hafermilch und süßes
Gebäck, das ein bisschen salzig ist.
taz: Was noch?
Popov: Zusammen mit anderen: sich gegenseitig massieren, albern zusammen
raufen, gemeinsam baden.
taz: Wenn man so etwas schöner findet als Sex, gehört man dann zum Kein
Bock Club?
Popov: Das entscheidet jeder selbst. Alle gehören zum Kein Bock Club, die
den Druck kennen, horny sein zu müssen.
taz: Sie haben über Asexualität ein Buch geschrieben. Was genau ist das
überhaupt?
Popov: Asexualität [3][ist ein Spektrum]. Auf diesem Spektrum befinden sich
neben asexuellen Personen noch andere Identitäten wie grausexuelle und
demisexuelle Menschen, die kaum sexuelle Anziehung zu anderen Menschen
empfinden oder erst, wenn sie eine tiefe emotionale Bindung aufgebaut
haben. Ich habe irgendwann entdeckt, dass ich mich recht weit beim
asexuellen Pol befinde. Es gibt asexuelle Menschen, die Sex gänzlich
ablehnen. Ich gehöre nicht dazu, aber ich habe oft einfach keine Lust
darauf.
taz: Wie haben Sie das für sich herausgefunden?
Popov: Früher habe ich mich als Spätzünderin bezeichnet, weil ich noch
daran geglaubt habe, dass es einen richtigen Zeitpunkt des Zündens gibt. Im
Teenageralter habe ich immer gedacht, mich wird die Heterosexualität noch
finden. Mit Anfang Zwanzig musste ich mir eingestehen, dass das nicht mehr
der Fall sein wird. Damals habe ich Coming-out-Videos regelrecht studiert –
von schwulen, lesbischen, bisexuellen Youtuber:innen, und nichts hat mich
so sehr berührt wie ein Video von einer deutschen Schauspielerin, die über
ihre Asexualität gesprochen hat. Ich habe geweint. Das war eine starke
Welle von Emotionen, die das Video in mir ausgelöst hat. Nach ein, zwei
Google-Runden habe ich verstanden: Ich bin kein Problem, ich bin nicht
krank, es gibt viele andere Menschen da draußen, denen es ähnlich geht.
taz: Haben Sie sich in Ihrer Jugend manchmal einsam gefühlt, wenn andere
Boybands angehimmelt haben und Sie selbst nicht viel damit anfangen
konnten?
Popov: Ja, die Isolation, einen Hype nicht mitzufühlen, habe ich auf jeden
Fall erlebt. Alle fanden Robert Pattinson so geil, und ich fand ihn eher
mittelmäßig.
taz: Fanden Sie stattdessen die Schauspielerin Kristen Stewart toll?
Popov: Die finde ich heute hot, aber damals habe ich das noch nicht für
mich verstanden.
taz: Hatten Sie das Gefühl, trotzdem mitmachen zu müssen?
Popov: [4][Pubertät ist Performance]. Man will normal sein, aber auch zu
seiner Individualität finden. Das ist sehr anstrengend, wenn man nicht das
Bedürfnis hat, unbedingt eine romantische Beziehung mit einem Dude zu
beginnen oder mit jemandem nach der Ersti-Party ins Bett zu steigen. Wenn
ich in meinen Teenagerjahren an Typen interessiert war, hatte ich keine
Zeit herauszufinden, was ich mit diesem Gefühl machen möchte, sondern wurde
direkt mit den Erwartungen des Gegenübers und der Gesellschaft
konfrontiert.
taz: Konnten Sie damals keine eigenen Grenzen setzen?
Popov: Große Grenzen schon. Ich habe nicht mit Typen geschlafen, auch wenn
sie darum gebettelt haben. Aber weiche Grenzen, nein. Warum habe ich
überhaupt auf jeder Party mit einem anderen Typen rumgeknutscht? Vermutlich
nicht, weil ich es toll fand, sondern weil mir die Performance wichtig war.
Da war immer die Frage: Was wird später über mich erzählt? Ich glaube, alle
Teenager machen Sachen mehr für den Plot, als dass sie selbst Bock haben.
taz: Sie haben sieben Jahre lang für das Funkformat „Auf Klo“ gearbeitet.
Dass Sie queer sind, haben Sie offen geteilt, dass sie asexuell sind,
nicht. Warum?
Popov: Als ich 2017 angefangen habe, „Auf Klo“ zu moderieren, hat die
Sendung viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Es ist mir leicht gefallen,
offen [5][mit meiner Queerness umzugehen], weil ich das als sehr empowernd
empfunden habe. Eigentlich habe ich in jedem Interview betont, dass ich
queer bin und nie richtig Bock hatte, Männer zu daten. Ich wusste aber
immer, dass es anders sein wird, über Bocklosigkeit zu sprechen, weil ich
da keine klatschende Community hinter mir stehen hatte. Da gab es eine
Grenze. Meine Asexualität war kein krasses Geheimnis, aber ich habe mich
vor den Annahmen anderer geschützt, weil ich selbst noch dabei war, Sachen
für mich zu benennen.
taz: Sie hatten kaum Lust darauf, Männer zu daten. Wie datet man als
[6][asexuelle Person]?
Popov: Man datet ganz genau so kompliziert wie alle anderen Menschen auch.
Auch dass ich vor allem Frauen und nicht-binäre Personen gedatet habe, hat
mich nicht davor bewahrt, aufgrund der Asexualität Diskriminierung zu
erfahren.
taz: Von Personen, mit denen Sie auf Dates gegangen sind?
Popov: Ja. Ich bin sehr tief in der queeren Community in Berlin verankert.
Als Lesbe ist es hier leicht, sich mit Menschen zu umgeben, die ein
ähnliches Weltbild haben. Aber sobald es um Asexualität geht, war ich immer
diejenige, die andere aufklären musste.
taz: Weil die nichts darüber wussten?
Popov: Ich vergleiche das gerne wie folgt: Die meistgefährdete Gruppe der
LGBTQAI+-Community sind trans Frauen, was physische Gewalt im Alltag und in
Dating-Kontexten betrifft. Das erleben asexuelle Menschen so nicht. Von
beiden wird aber gleichsam erwartet, dass sie sich früh genug outen, um die
andere Person nicht in eine unangenehme Situation zu bringen. Das habe ich
als asexuelle Frau auch erlebt. Es gibt eine Erwartungshaltung, als müsste
ich meine Asexualität wie ein Führungszeugnis mit mir tragen. Dabei bin ich
davon überzeugt, dass sie meine Beziehungen überhaupt nicht verändert hat.
taz: Diese Erwartungshaltung haben Sie als diskriminierend empfunden?
Popov: Ich habe oft tolle Momente erlebt, wo Menschen erst mal dankbar
waren, dass ich mich mitteile. Ich habe aber auch schmerzhafte Erfahrungen
mit Menschen gemacht, die ihre Unwissenheit und Verletzlichkeit zur Waffe
gemacht haben. Jetzt weiß ich, dass es das Bare Minimum ist, jemandem
einfach zuzuhören und zu sagen: Hey, danke, dass du mir das erzählst. Ich
weiß noch nicht so viel darüber, aber ich habe Interesse, dazuzulernen.
taz: Verändert es wirklich nicht die Beziehungen, wenn man asexuell ist?
Popov: Für mich bedeutet es, [7][eine Sprache zu haben] für eine normale
Varianz der menschlichen Sexualität. Genauso wie manche Leute mehr oder
weniger Bock auf Sport haben, haben andere eben mehr oder weniger Lust auf
Sex. Manchmal date ich Menschen, die sehr viel Lust auf Sport haben und
gerne mit Partner:innen trainieren gehen wollen. Ich denke mir dann:
Wenn du es mega toll findest, dann können wir das ab und zu gemeinsam
machen, aber eigentlich habe ich nicht so sehr Spaß dran. Bei der
Sexualität ist es nicht sehr anders.
taz: Als asexuelle Person Sex haben – wie passt das zusammen?
Popov: Es gibt asexuelle Menschen, die auf Sex mit Abneigung bis hin zu
Ekel reagieren. Andere stehen ihm neutral oder positiv gegenüber.
taz: Wenn Sex unwichtig ist, braucht es dann andere Formen von Intimität?
Popov: Ich will wegkommen von einer Norm, die uns sagt, was wir angeblich
brauchen. Die einen lieben Intimität, andere nicht so. Ich plädiere für das
Feiern des nicht Sexuellen. Und wenn Intimität mehr bedeutet als Sex und
Sex mehr bedeutet als Penetration, dann können wir feststellen, dass
Intimität nicht nur in der Paarbeziehung verortet ist. Wenn ich meine
Partnerin zum Beispiel vermisse und wir uns eine Woche lang nicht sehen
können, dann freue ich mich, dass meine Freunde da sind, weil wir beim
Fernsehgucken kurz kuscheln können. Das finde ich intim. Ich finde aber
auch Gespräche intim, lachen und alberne Witze.
taz: In Ihrem Buch schreiben Sie, dass Sie auch durch die aromantische
Community Ihr Verständnis von Intimität erweitern konnten.
Popov: Aromantische Menschen fühlen sich nicht oder kaum von anderen
Menschen romantisch angezogen. Durch Informationen zur Aromantik habe ich
Begriffe für Dinge gelernt, die ich in meinem Leben bereits praktiziere.
Zum Beispiel das Konzept der queer-platonischen Beziehung. bell hooks …
taz: … die US-amerikanische Wissenschaftlerin und Autorin …
Popov: … sie würde das vielleicht eher sogar romantische Freundschaften
nennen. Das sind zwei unterschiedliche Namen für die gleiche Sache. Als
18-Jährige habe ich auf die Frage: „Hattest du schon mal eine Beziehung?“,
mit Nein geantwortet, vor allem, wenn damit ein Freund gemeint war.
Rückblickend hätte ich sagen müssen: Doch, hatte ich schon. Denn eigentlich
müsste ich all die Namen der besten Freundinnen aufzählen, die ich in
meinen ersten Lebensjahren hatte, weil ich schon immer Beziehungen mit
einer sehr krassen Ernsthaftigkeit geführt habe. Von der aromantischen
Community habe ich aber noch viel mehr gelernt.
taz: Was denn?
Popov: Etwa, dass es besonders als Erwachsene für mich wichtig ist, die
Hierarchien in meinen Beziehungen zu hinterfragen und meinen platonischen
Freundschaften mehr Bedeutung beizumessen. Indem wir unsere Zukunft
zusammen planen oder uns massieren, wenn wir einen harten Tag hatten. Indem
wir Freundschaftsringe tragen, auch wenn sie nicht vergleichbar sind mit
einem Ehevertrag, der mit Privilegien verbunden ist.
taz: Sie äußern sich in Ihrem Buch sehr kritisch gegenüber offenen
Beziehungen.
Popov: Hat Sie das überrascht? Lassen Sie mich das kurz erklären. Bei einer
asexuellen Person, die nicht nur andere asexuelle Menschen datet, wie in
meinem Fall, gibt es oft die Erwartung, die Beziehung zu öffnen und Sex
auszulagern. Ich bin davon überzeugt, dass einen Menschen viele Sachen
ausmachen und Sexualität nur einer von vielen Aspekten ist. Ich habe in der
Vergangenheit auch Menschen gedatet, die sehr horny waren, und bin der
Meinung, dass es die Beziehung weder schlechter noch besser gemacht hat.
taz: Könnte Polyamorie oder eine offene Beziehung nicht tatsächlich eine
Lösung sein, wenn man eine sehr unterschiedliche Libido hat?
Popov: Ich sehe das anders. Was ist mit den vielen anderen Bedürfnissen,
die Menschen in einer Beziehung haben und die sie auch nicht jeden Tag
erfüllt sehen? Ist es ab dem Zeitpunkt, wo nur ein Bedürfnis nicht
befriedigt ist, okay, eine Beziehung zu öffnen und sich dann auf Tinder
anzumelden, um eine Person zu suchen, die dieses Bedürfnis befriedigen
kann? Oder ist dann die andere Person eifersüchtig? Monogamie zu
hinterfragen finde ich super, aber ich glaube nicht daran, dass ich, weil
ich eine asexuelle Person bin, eher polyamore Beziehungen führen sollte.
Alle Menschen erleben ein Mismatch in der Libido oder in einem sexuellen
Bedürfnis. Mir ist es wichtig, das zu entmystifizieren.
taz: Was macht sexuelle Unlust so politisch?
Popov: Sexuelle Unlust wurde seit jeher bei Frauen pathologisiert. In den
50er und 60er Jahren wurden Frauen mit der Diagnose Frigidität
beispielsweise einer Elektroschocktherapie ausgesetzt. Beim Schreiben
meines Buches hat mich dieser Teil der Recherche zu Tränen gerührt. Bis
1977 galt in Deutschland bei einer Scheidung noch das Schuldprinzip. Im
Scheidungsprozess konnte sexuelle Unlust als Missachtung der ehelichen
Pflichten ausgelegt werden. Was dazu führen konnte, dass eine Frau, die
weniger Bock auf Sex hatte, im Zuge einer Scheidung finanziell
benachteiligt wurde. Frauen wie ich hatten wirklich die Arschkarte.
taz: Und das ist noch nicht lange her …
Popov: Erst Anfang des Jahres hat der Europäische Gerichtshof ein Urteil
aus Frankreich gekippt und entschieden, dass Frankreich damit gegen die
Menschenrechte verstößt. Hintergrund ist, dass eine Frau 2012 die Scheidung
beantragt hatte, ihr Mann stimmte zu. Allerdings wurde ihr in einem Urteil
von 2019 die alleinige Schuld an der Scheidung zugeschrieben – weil sie
keinen Sex mit ihrem Ehepartner hatte. Die betroffene Frau ist weiß und
reich und konnte bis zu diesem Jahr das Gerichtsverfahren führen. Was
wiederum die Frage aufwirft, wer überhaupt die Mittel oder das Wissen dazu
hat, sich gegen ein solches Urteil zur Wehr zu setzen.
taz: Nicht nur sexuelle Unlust, auch Asexualität wird häufig
pathologisiert.
Popov: Asexuelle Menschen bekommen häufiger Konversionstherapie angeboten
als andere sexuelle Orientierungen. Als ich selbst damals eine Gynäkologin
fragte, ob ich ein Problem habe, sagte sie, das hätte ich. Sie hat mir die
Pille verschrieben. Eine von vier Personen glaubt, dass asexuelle Personen
einfach noch nicht die richtige Person gefunden haben. Eine von zehn
Personen bezweifelt sogar, dass Asexualität überhaupt existiert. Auch weil
das so unbekannt ist, habe ich mich entschieden, das Buch zu schreiben.
taz: Studien aus Deutschland und den USA zeigen, dass junge Menschen immer
weniger Sex haben. Warum? Man könnte ja meinen, dass das Gegenteil der Fall
ist, denn auf Dating-Apps sind ständig neue Kontakte verfügbar.
Popov: Dafür gibt es viele Gründe. Die Autorin Sophie Lewis nennt das einen
„Collective Turn-off“, eine kollektive Abkehr von Sex. Sie ist der
Überzeugung, dass der Kapitalismus dazu führt. Denn wie sollen wir in einer
Welt, in der wir Vollzeit arbeiten und Care-Arbeit übernehmen müssen, zu
unserer Lust kommen? Es gibt aber sicher auch noch andere Gründe.
taz: Welche?
Popov: Der Sexualtherapeut Umut Özdemir sagt, dass die Übersättigung an
sexuellen Bildern dazu führt, dass Leute weniger Sex haben. Andere
Wissenschaftler:innen vermuten, dass die Gen Z ihren Fokus mehr auf
Freundschaften und mentale Gesundheit legt. Dazu kommt, dass die junge
Generation auf dem ganzen Globus länger zu Hause bei den Eltern lebt. Da
müssen sie Abstriche in ihrer Privatsphäre machen. In der Pandemie hat sich
für viele junge Menschen ein großer Teil ihres Soziallebens zudem in den
digitalen Raum verlagert. Es spielt sicher auch eine Rolle, dass junge
Menschen mit der MeToo-Bewegung sozialisiert worden sind und in der
Popkultur gelernt haben, was Konsens ist und dass ihre Grenzen valide sind.
taz: Sie meinen, sie hören eher auf sich selbst und haben deshalb weniger
Sex?
Propov: Genau.
taz: Sie zitieren auch die Autorin Maria Markiewicz, die von einer
„postsexuellen Gesellschaft“ träumt. Was könnten wir so einer Gesellschaft
abgewinnen?
Popov: Eine Gesellschaft, in der asexuelle Menschen befreit sind von
jeglichen Zwängen, bedeutet, dass alle Menschen von diesen Zwängen befreit
sind. Davon bin ich fest überzeugt.
taz: Wie sähe so eine postsexuelle Gesellschaft aus?
Popov: In einer postsexuellen Gesellschaft hätten wir dem Sex die Macht
genommen, als Werkzeug der Unterdrückung zu wirken. Wir würden dessen
Moralisierung sowohl für Purity-Culture als auch Lass-Ficken-Culture
abbauen.
taz: Sie meinen, es würde kein gesellschaftlicher Druck mehr ausgeübt, egal
ob Menschen wenig oder keinen Sex haben oder ganz viel?
Popov: Ja. Und vermutlich hätten dann sogar alle besseren Sex. Wenn sie
denn wollen.
taz: Um mit Vorannahmen zu brechen – können auch asexuelle Menschen Sextoys
nutzen?
Popov: Viele sind überrascht davon, wenn ich erzähle, dass ein Sextoy mir
den ersten Orgasmus meines Lebens beschert hat.
taz: Als Sie das erste Mal Sex hatten, war das für Sie eine sehr
enttäuschende Erfahrung?
Popov: Als ich meine ersten sexuellen Erfahrungen hatte, war ich schon
verwundert: Das ist das, was alle immer so hypen? Ich wusste vorher schon
genug über mich, um zu wissen, dass es für mich nicht die große Verheißung
sein wird. Erst als ich ein aktiveres Sexleben hatte, konnte ich für mich
feststellen, ja, ich kann Sex schon etwas abgewinnen. Aber trotzdem, Leute,
chillt mal, Sex ist cool – aber habt ihr schon mal Donuts mit Salzkaramell
probiert?
9 Jan 2026
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