# taz.de -- Pipeline-Leck in PCK-Raffinerie: Ölpest in Brandenburg
       
       > Nach einer Havarie einer Pipeline der PCK-Raffinerie in Schwedt treten
       > hunderte Tonnen Öl aus. Das Leck konnte in der Nacht behoben werden.
       
 (IMG) Bild: Nicht mehr ganz dicht: Reparatur der Ölpipeline bei Gramzow
       
       dpa | Das Leck an einer Ölpipeline in der brandenburgischen Uckermark ist
       geschlossen. In der Nacht zu Donnerstag beendeten die Feuerwehren zwischen
       2 und 3 Uhr ihren Einsatz, wie ein Sprecher der Regionalleitstelle Nordost
       sagte. Diese koordiniert Rettungs-, Feuerwehr- und Katastropheneinsätze.
       Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW) unterstützen derzeit noch vor Ort.
       
       Der Schaden in der Pipeline, die von Rostock nach Schwedt führt, war am
       Mittwochabend bei einem Arbeitsunfall entstanden – mindestens 200.000 Liter
       Rohöl traten aus. [1][Die zuständige Raffinerie PCK teilte mit], nach
       ersten Erkenntnissen sei das Unglück durch vorbereitende Arbeiten für einen
       geplanten Sicherheitstest an der Pipeline verursacht worden. Eine
       absichtliche Fremdeinwirkung konnte demnach ausgeschlossen werden.
       
       Das Öl war am Mittwoch laut Feuerwehr an einer Pumpstation aus einem
       kleinen Leck mit einem Druck von circa 20 Bar viele Meter hoch
       herausgeschossen und auf einem Acker gelandet.
       
       Die Einsatzstelle sei noch in der Nacht an PCK übergeben wurde, sagte
       Alexander Trenn, Gefahrstoffexperte vom Landesfeuerwehrverband. „Gestern
       wurde noch abgepumpt und so viel wie möglich Öl in die ganzen Saugwagen
       gepumpt“, sagte er. Als die Feuerwehren wegfuhren, seien zumindest auch die
       Ölpfützen weg gewesen.
       
       ## Grundwasserverseuchung unwahrscheinlich
       
       Zu einer [2][möglichen Verunreinigung des Bodens und des Grundwassers]
       sagte der Feuerwehr-Abteilungsleiter Trenn, glücklicherweise sei der
       umliegende Ackerboden sehr nass vom Regen, sodass das Öl, das leichter als
       Wasser sei, quasi darauf schwimme und am Abend nicht tief ins Erdreich
       eingedrungen sei. Daher sei eine weitgehende Verunreinigung des
       Grundwassers zunächst unwahrscheinlich.
       
       Die weiteren Maßnahmen treffe nun PCK, sagte Trenn. Welche das sind, war
       zunächst nicht bekannt. Seitens des Unternehmens gab es dazu zunächst keine
       Angaben. Nach Abschluss der ersten Untersuchungen solle es weitere
       Informationen geben, teilte eine Sprecherin mit.
       
       11 Dec 2025
       
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