# taz.de -- +++ Nachrichten im Nahost-Krieg +++: Hamas reagiert positiv auf Vorschlag zu neuen Waffenruhe-Gesprächen
       
       > 60 Tage Feuerpause könnte ein Deal bringen, den US-Präsident Trump mal
       > wieder kurz vor Abschluss sieht. Israel prüft jedoch noch die Antwort der
       > Hamas und greift am Samstag weiter Ziele im Gazastreifen an.
       
 (IMG) Bild: Wie hier in Tel Aviv fordern immer mehr auch in Israel, den Krieg zu beenden
       
       ## Zwei US-Helfer im Gazastreifen verletzt
       
       Zwei Mitarbeiter der [1][Gaza Humanitarian Foundation (GHF) sind nach
       Angaben der Hilfsorganisation bei einem gezielten Angriff im Gazastreifen
       verletzt] worden. Zwei Angreifer haben mutmaßlich an einem Stand für
       Essensausgaben Granaten geworfen, teilt die von den USA und Israel
       unterstützte GHF in einer Stellungnahme mit. Die beiden US-Bürger befänden
       sich in einem stabilen Zustand, ihre Verletzungen seien nicht
       lebensbedrohlich. (rtr)
       
       ## Tote bei israelischen Angriffen
       
       Bei israelischen Angriffen auf Ziele im Gazastreifen hat es
       palästinensischen Angaben zufolge erneut viele Tote gegeben. Seit den
       frühen Morgenstunden seien [2][mindestens 40 Menschen in dem abgeriegelten
       Küstengebiet ums Leben gekommen], hieß es aus medizinischen Kreisen. Unter
       den Toten seien auch zwölf Menschen, die an Verteilungsstellen für
       humanitäre Hilfe gewartet hätten. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig
       überprüfen.
       
       Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa meldete Tote in mehreren
       Gegenden des Gazastreifens. Angriffe habe es unter anderem in der Nähe der
       Stadt Gaza sowie in Chan Junis im Süden des Gazastreifens gegeben. Vom
       israelischen Militär gab es zu jüngsten Angriffen zunächst keine Angaben.
       (dpa)
       
       ## Israel „prüft“ Reaktion der Hamas zur Waffenruhe
       
       Israelische Medien zitieren einen israelischen Regierungsmitarbeiter mit
       der Aussage, dass Israel die Antwort der Hamas auf den Waffenruhevorschlag
       erhalten habe und diese nun prüfe. Ein ägyptischer Vermittler sagte der
       Nachrichtenagentur Reuters, dass Ägypten, das zusammen mit Katar bei den
       Waffenruhebemühungen vermittelt, die Antwort der Hamas gesehen habe: „Sie
       enthält positive Anzeichen dafür, dass eine Einigung in greifbarer Nähe
       ist, aber es gibt einige Forderungen der Hamas, die noch bearbeitet werden
       müssen.“ (rtr)
       
       ## Donald Trump reagiert positiv aus Reaktion der Hamas
       
       [3][US-Präsident Donald Trump sagte zur Erklärung der Hamas] am Freitag:
       „Das ist gut.“ Weiter sagte Trump, es könne in der kommenden Woche einen
       „Gaza-Deal“ geben. Er sei „sehr“ optimistisch, das ändere sich jedoch von
       Tag zu Tag.
       
       Auf dem Tisch liegt derzeit ein Vorschlag der internationalen Vermittler
       für eine erneute auf 60 Tage befristete Waffenruhe, wie die
       Nachrichtenagentur AFP aus palästinensischen Verhandlungskreisen erfuhr.
       Die Hamas würde demnach die Hälfte der noch lebenden israelischen Geiseln –
       etwa 22 Menschen – freilassen, die noch im Gazastreifen gefangen gehalten
       werden. Im Gegenzug sehe der Vorschlag vor, dass Israel mehrere
       palästinensische Gefangene freilässt. (afp)
       
       ## Hamas bereit zu Gesprächen über Vorschlag für Waffenruhe
       
       Die islamistische Palästinenserorganisation Hamas ist nach eigenen Angaben
       bereit zu Gesprächen über einen Vorschlag für eine Waffenruhe um
       Gazastreifen. Sie sei „bereit, sich unverzüglich und ernsthaft“ an einer
       Verhandlungsrunde über den Mechanismus zur Umsetzung der Bedingungen eines
       von den Vermittlern vorgelegten Waffenruhe-Vorschlags zu beteiligen,
       erklärte die Hamas am Freitag.
       
       Der mit der Hamas verbündete Islamische Dschihad erklärte,
       Waffenruhe-Gespräche zu unterstützen. Er forderte jedoch „Garantien“, dass
       Israel seine Militäreinsätze nicht wieder aufnimmt, sobald die im
       Gazastreifen nach wie vor festgehaltenen Geiseln freigelassen sind. (dpa)
       
       5 Jul 2025
       
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