# taz.de -- Nachrichten im Nahost-Krieg: USA nennen Angriffe im Iran einen „überwältigenden Erfolg“
       
       > Der Iran will sich am Montag mit Putin beraten. US-Verteidigungsminister
       > Pete Hegseth hält das iranische Atomprogramm für zerstört.
       
 (IMG) Bild: US-amerikanischer Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einer Pressekonferenz am 22. Juni 2025
       
       Es folgen Entwicklungen rund um den [1][Konflikt zwischen dem Iran und
       Israel] und den USA, den [2][Krieg zwischen Israel und der Hamas] im
       Gazastreifen und um die Auswirkungen auf die Region. Zum Teil lassen sich
       Angaben nicht unabhängig überprüfen. 
       
       ## Israelische Armee: Dutzende Ziele in vier Regionen des Iran angegriffen
       
       17.03 Uhr – Die israelische Armee hat am Sonntag eigenen Angaben zufolge
       mit Kampfjets „Dutzende“ Ziele in vier Regionen des Iran angegriffen. Mit
       dem Stützpunkt Jasd im Zentrum des Landes sei dabei erstmals auch eine
       Basis für Raketen mit großer Reichweite getroffen worden, teilte die Armee
       mit. Etwa 30 Kampfflugzeuge seien an dem Einsatz beteiligt gewesen und
       hätten unter anderem „das strategische Raketenkommandozentrum ‚Imam
       Hussein‘ in der Region Jasd“ angegriffen. Dort seien Raketen mit großer
       Reichweite vom Typ Chorramschahr stationiert.
       
       Weiterhin hieß es in der Erklärung, dass „Raketenwerfer“ in den Regionen
       Isfahan im Zentrum des Iran, Buschehr im Süden sowie Ahwas im Südwesten des
       Landes ins Visier genommen worden seien. (afp)
       
       ## Verhaftungen wegen Spionagevorwurfs im Iran
       
       16.52 Uhr – Im Iran sind laut einem Bericht drei Verdächtige, darunter ein
       europäischer Staatsbürger, wegen des Verdachts auf mutmaßliche Spionage
       verhaftet worden. Sie wurden in der Provinz Kermanschah im Westen des Irans
       von einer Spezialeinheit gefasst, wie das Justizportal Mizan berichtete.
       Bei den beiden iranischen Staatsangehörigen wurden demnach Sim-Karten und
       eine große Menge Bargeld beschlagnahmt, welche mutmaßlich mit ausländischen
       Kreisen in Verbindung stünden. Das Medium berief sich in seinem Bericht auf
       Informationen der Justizbehörden. (dpa)
       
       ## Schaden an der iranischen Atomanlage Fordow unklar
       
       16.30 Uhr – Nach Angaben der internationalen Atomenergiebehörde IAEA ist
       das Ausmaß der Schäden an der iranischen Atomanlage Fordow unklar. Zwar sei
       klar, dass die Anlage von US-Luftangriffen getroffen worden sei, sagt
       IAEA-Chef Rafael Grossi dem Sender CNN. Eine Beurteilung der Schäden im
       Untergrund sei jedoch bisher nicht möglich gewesen. Die IAEA-Inspektoren
       konnten die iranischen Atomanlagen seit dem Beginn der israelischen
       Angriffe am 13. Juni nicht in Augenschein nehmen. (rtr)
       
       ## UN-Sicherheitsrat will noch am Sonntag beraten
       
       15.40 Uhr – Der UN-Sicherheitsrat will sich nach Angaben aus
       Diplomatenkreisen noch am Sonntag mit den US-Angriffen auf den Iran
       befassen. Das Gremium werde auf Antrag des Iran im weiteren Tagesverlauf
       zusammenkommen, sagten Diplomaten. (rtr)
       
       ## Iranisches Parlament billigt Sperrung der Schifffahrtsstraße von Hormus
       
       15.10 Uhr – Das iranische Parlament billigt einem Medienbericht zufolge
       eine Sperrung der Schifffahrtsstraße von Hormus. Ein solcher Schritt
       erfordere aber eine Zustimmung des Obersten Nationalen Sicherheitsrats,
       berichtet der iranische Sender Press TV. Die Straße von Hormus auf dem Weg
       vom Persischen Golf in den Indischen Ozean ist einer der weltweit
       wichtigsten Schifffahrtswege. Ein Großteil der Ölexporte mehrerer Länder
       wird über diesen Weg verschifft. (rtr)
       
       ## US-Vizepräsident: Wollen keinen Regimewechsel im Iran
       
       14.38 Uhr – Die USA verfolgen mit den Luftangriffen auf Atomanlagen laut
       US-Vize-Präsident JD Vance nicht das Ziel eines Sturzes der Regierung im
       Iran. Man wolle keinen Regimewechsel, sagt Vance dem Sender NBC. Es solle
       auch keine US-Bodentruppen im Land geben. Man sei im Krieg gegen das
       iranische Nuklearprogramm, nicht aber gegen den Iran insgesamt. „Wir wollen
       mit den Iranern über ein langfristiges Abkommen sprechen“, sagt er. Der
       Konflikt solle nicht weiter verlängert werden. „Wir wollen ihr
       Nuklearprogramm beenden.“ (rtr)
       
       ## US-Verteidigungsminister: Haben Irans Atomprogramm zerstört
       
       14.10 Uhr – Bei dem US-Angriff auf Ziele im Iran ist nach Darstellung von
       US-Verteidigungsminister Pete Hegseth das iranische Atomprogramm zerstört
       worden. Die Nuklearvorhaben des Iran seien ausgelöscht worden, erklärt
       Hegseth. Er bezeichnet den Militärschlag als überwältigenden Erfolg. Die
       Angriffe hätten nicht auf Streitkräfte oder Bevölkerung des Iran gezielt.
       
       Laut einer Hilfsorganisation habe der Angriff keine Todesopfer gefordert.
       Es seien elf Menschen verletzt worden, wovon vier in ein Krankenhaus
       eingeliefert worden seien, zitierte die Nachrichtenagentur Mehr den Chef
       des iranischen Roten Halbmondes, Pir-Hussein Kuliwand.
       
       Die USA haben nach eigenen Angaben bei ihren Angriffen 14 massive
       bunkerbrechende Bomben des Typs GBU-57 eingesetzt. Diese seien auf zwei
       Atomanlagen abgeworfen worden, teilte Generalstabschef Dan Caine auf einer
       Pressekonferenz mit. Das US-Militär bezeichnet seine Angriffe als „Einsatz
       Mitternachtshammer“. Es sei eine komplexe Mission mit hohem Risiko gewesen,
       sagte Caine. Der bis zuletzt geheimgehaltene Einsatz, auf Englisch
       bezeichnet als „Operation Midnight Hammer“, war demnach der erste
       Kampfeinsatz GBU-57. (dpa/rtr)
       
       ## Vier Tote bei israelischem Angriff im Gazastreifen
       
       13.45 Uhr – Bei einem israelischen Angriff im Gazastreifen sind nach
       Angaben eines Krankenhauses in der Nacht zum Sonntag mindestens vier
       Menschen getötet worden. Die Leichen seien aus der Stadt Nuseirat in die
       Klinik gebracht worden, teilte das Awda-Krankenhaus mit. 22 weitere
       Menschen wurden demnach verwundet, als der israelische Luftangriff eine
       Menschenmenge getroffen habe, die südlich von Wadi Gaza auf Hilfsgüter
       gewartet habe. Von israelischer Seite lag zunächst keine Stellungnahme vor.
       
       Unterdessen teilte die Hilfsorganisation World Central Kitchen mit, dass
       sie am Samstag zum ersten Mal nach einer sechswöchigen Zwangspause die
       Zubereitung und Verteilung von warmen Mahlzeiten im Gazastreifen wieder
       aufgenommen habe. (ap)
       
       ## Russland und China verurteilen US-Angriffe auf Iran
       
       13.33 Uhr – China verurteilt den US-Angriff auf Iran scharf. Er verletze
       die UN-Charta und verschärfe die Spannungen im Nahen Osten, teilt das
       Außenministerium mit. Die Konfliktparteien, besonders Israel, müssten so
       schnell wie möglich die Angriffe stoppen und Verhandlungen und einen Dialog
       beginnen. Die UN-Charta ist das Gründungsdokument der Vereinten Nationen
       mit Bestimmungen zum Gewaltverzicht sowie zur friedlichen Beilegung von
       Konflikten.
       
       12.52 Uhr – Auch Russland hat scharfe Kritik an den US-amerikanischen
       Angriffen geübt. Das Vorgehen sei unverantwortlich und ein eklatanter
       Verstoß gegen internationales Recht, die Charta der UN und Resolutionen des
       UN-Sicherheitsrats, erklärt das Außenministerium in Moskau. „Wir rufen dazu
       auf, die Aggression zu beenden und die Bemühungen zu verstärken, um
       Bedingungen für eine Rückkehr zur Diplomatie zu schaffen.“ (rtr)
       
       ## SPD: „Es bleibt ein Spiel mit dem Feuer“
       
       12.20 Uhr – Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis
       Ahmetovic, warnt nach dem US-Angriff auf Atomanlagen in Iran vor einer
       Ausweitung des Konflikts. „Tatsache ist, dass in den nächsten Stunden und
       Tagen eine weitere Eskalation und damit ein Flächenbrand drohen könnte. Es
       bleibt ein Spiel mit dem Feuer“, teilt er mit. Ahmetovic vermeidet aber
       direkte Kritik an den USA. Alle Anstrengungen sollten jetzt darauf
       gerichtet sein, diesen Krieg zu beenden. „Nur durch Dialog, Verhandlungen
       und die Achtung des Völkerrechts kann eine nachhaltige Lösung erreicht
       werden.“ (rtr)
       
       ## Arabische Länder warnen vor weiterer Eskalation
       
       12.19 Uhr – Nach den US-Angriffen auf iranische Atomanlagen wächst in
       arabischen Ländern die Sorge vor einer weiteren Eskalation. Alle
       militärischen Operationen müssten sofort eingestellt werden, betonte das
       katarische Außenministerium. Die aktuellen Entwicklungen könnten
       katastrophale Folgen haben. Der Golfstaat rief zu sofortiger Deeskalation
       auf, die diplomatischen Kanäle müssten wieder geöffnet werden.
       
       Auch Ägypten zeigte „äußerste Besorgnis“, wie es in einer Erklärung des
       Außenministeriums hieß. Die jüngsten Ereignisse im Iran gefährdeten sowohl
       den regionalen als auch den internationalen Frieden. Ägypten mahnte ein
       weiteres Mal, dass weitere Aktionen die Region in Chaos stürzen könnten.
       
       Die Behörden im Golfstaat Bahrain rieten Mitarbeitern im öffentlichen
       Dienst „wegen regionaler Spannungen“ unterdessen, im Homeoffice zu
       arbeiten. Zudem wurden Bürger gebeten, Straßen nur bei Bedarf zu nutzen, um
       Einsatzkräften den Weg freizuhalten.
       
       Auch andere Länder wie Saudi-Arabien, der Oman, Irak und der Libanon
       äußerten Sorge über die aktuellen Entwicklungen. (dpa)
       
       ## Iranischer Außenminister kritisiert Atomenergiebehörde
       
       11.49 Uhr – Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärt, die
       Forderungen an den Iran zu einer Rückkehr zur Diplomatie seien irrelevant.
       Die Gegenseite habe die Diplomatie und die Verhandlungen verraten, sagt er
       in Istanbul. Die USA verstünden nur Drohungen und Gewalt.
       
       Araghtschi verurteilt den US-Angriff scharf und fordert eine Sondersitzung
       des UN-Sicherheitsrates. Sein Land werde die iranische Souveränität und das
       iranische Volk verteidigen. Er kritisiert zudem die Internationale
       Atomenergiebehörde und sagt, die IAEA habe mit ihrem Verhalten den Weg zu
       dieser „Aggression“ geebnet.
       
       Araghtschi kündigt ein Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir
       Putin an. Er werde noch am Sonntagnachmittag nach Moskau reisen, sagt der
       Minister in Istanbul. Für Montag seien dann Beratungen mit Putin geplant.
       Er verwies auf die strategische Partnerschaft, die der Iran mit Russland
       unterhalte. (rtr)
       
       ## Atomenergiebehörde: Nur geringe Mengen an nuklearem Material
       
       11.34 Uhr – Die Internationale Atomenergiebehörde erklärt, dass die
       angegriffenen iranischen Anlagen in Isfahan entweder kein oder nur geringe
       Mengen an nuklearem Material enthielten. Eine mögliche Verseuchung sei auf
       die beschädigten oder zerstörten Gebäude beschränkt, teilt die IAEA mit.
       Bei dem Material habe es sich um natürliches oder niedrig angereichertes
       Uran gehandelt. (rtr)
       
       ## Der Iran droht den USA
       
       11.24 Uhr – Die iranischen Revolutionsgarden haben den USA indirekt mit
       Angriffen gegen Militäreinrichtungen gedroht. Die US-Militärbasen in der
       Region seien kein Vorteil, sondern eher „Punkte der Verwundbarkeit“, teilen
       sie mit. Die USA müssten als Reaktion auf ihren Angriff mit Vergeltung
       rechnen. Das iranische Atomprogramm könne nicht zerstört werden. (rtr)
       
       ## Leichen von drei israelischen Geiseln geborgen
       
       11.10 Uhr – Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben die Leichen
       von drei israelischen Geiseln und einem Soldaten aus dem Gazastreifen
       geborgen. Das teilt das Militär nach einem Einsatz im Gazastreifen mit.
       
       Mehr als 20 Monate nach der Entführung dreier Israelis sind deren Leichen
       nach Angaben der israelischen Armee im Gazastreifen geborgen worden. „Die
       Leichen der Geiseln Ofra Keidar, Jonatan Samerano und Schaj Levinson wurden
       gestern aus dem Gazastreifen zurückgeholt“, erklärte die Armee am Sonntag.
       Sameranos Vater Kobi Samerano bestätigte im Onlinedienst Instagram die
       Bergung der Leiche seines Sohnes. (afp/rtr)
       
       ## Iranisches Parlament will Austritt aus Atomwaffensperrvertrag beraten
       
       11.08 Uhr – Das iranische Parlament will einem Bericht zufolge über den
       Austritt des Landes aus dem Atomwaffensperrvertrag beraten. In einer
       angekündigten Sondersitzung des Sicherheitsausschusses im Parlament solle
       zudem die mögliche Schließung der Straße von Hormus diskutiert werden,
       sagte Sara Fallahi, Abgeordnete und Ausschussmitglied, laut der
       Nachrichtenagentur Tasnim. Ein genauer Termin wurde nicht genannt.
       
       Die etwa 55 Kilometer breite Meerenge Straße von Hormus zwischen dem Iran
       und Oman gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den
       weltweiten Ölexport, etwa für Ausfuhren aus Saudi-Arabien – und wegen der
       Angriffe der USA sind ohnehin Verwerfungen auf dem Ölmarkt zu befürchten.
       
       Der Iran hat bereits mehrfach mit einem Ausstieg aus dem
       Atomwaffensperrvertrag gedroht, der es Ländern ohne Nuklear-Arsenal
       verbietet, an solche Waffen zu gelangen. Die politische Führung des Iran
       beteuert immer wieder, dass sie nicht nach Atomwaffen strebt.
       
       Der Einfluss des iranischen Parlaments gilt bei sicherheitsrelevanten,
       außenpolitischen Themen als gering. Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei,
       der in allen strategischen Belangen das letzte Wort hat, ist der mächtigste
       Mann in der Islamischen Republik. Dennoch geben Entscheidungen im Parlament
       Indizien auf die politische Stimmung innerhalb des Regimes – insbesondere,
       wie weit der Wille zur Eskalation reicht. (dpa)
       
       ## Merz: Der Iran muss mit den USA und Israel verhandeln
       
       10.26 Uhr – Nach den [3][US-Angriffen auf iranische Atomanlagen] hat
       Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Sonntagmorgen das Sicherheitskabinett
       der Bundesregierung einberufen. Dabei habe er die Aufforderung an den Iran
       bekräftigt, „sofort Verhandlungen mit den USA und Israel aufzunehmen und zu
       einer diplomatischen Lösung des Konflikts zu kommen“, teilte sein Sprecher
       Stefan Kornelius mit.
       
       Im Laufe des Tages wollen sich Merz und die Minister des
       Sicherheitskabinetts demnach mit ihren Partnern in der EU und mit den USA
       „über weitere Schritte eng abstimmen“. In der Nacht zum Sonntag hatten sich
       die USA in den Krieg zwischen Israel und dem Iran eingeschaltet und nach
       den Worten von US-Präsident Donald Trump die drei wichtigsten iranischen
       Atomanlagen in Natans, Fordo und Isfahan angegriffen.
       
       „Die Bundesregierung geht davon aus, dass große Teile des iranischen
       Nuklearprogramms durch die Luftschläge beeinträchtigt wurden“, teilte Merz'
       Sprecher weiter mit. Eine genaue Schadensanalyse werde erst später möglich
       sein. (afp)
       
       ## 86 Verletzte durch iranischen Angriff auf Israel
       
       10.09 Uhr – Laut dem israelischen Gesundheitsministerium sind bei den
       iranischen Raketenangiffen am Morgen deutlich mehr Menschen verletzt
       worden, als zumächst von Rettungskräften gemeldet. Das Ministerium teilt
       mit, 86 Personen seien verletzt worden. Die meisten von ihnen leicht.
       
       Wie viele Einschläge es gab, ist zunächst noch unklar. Die Polizei
       bestätigt aber, dass es an mindestens drei Orten im Norden und der Mitte
       Israels Treffer in Wohngebieten gegeben habe. Auf Videoaufnahmen ist zu
       sehen, wie Rettungskräfte sich durch Trümmer in Haifa und Tel Aviv kämpften
       und Sanitäter Verletzte aus einer Reihe beschädigter Häuser holten. In
       weiten Teilen des Landes gab es Luftalarm, Millionen Menschen mussten sich
       in Schutzräumen und Bunkern in Sicherheit bringen. Über einigen Städten,
       darunter Jerusalem, war zu beobachten, wie Raketen abgefangen wurden. (rtr)
       
       ## CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender Hardt begrüßt Angriff
       
       09.55 Uhr – Der stellvertretende CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Jürgen Hardt
       hat den amerikanischen Angriff auf iranische Atomanlagen begrüßt. „Nach der
       Weigerung des Iran, auf das Verhandlungsangebot der Europäer einzugehen,
       war die Konsequenz eines US-amerikanischen Schlags gegen die Atomanlagen
       absehbar“, sagt der CDU-Politiker der Nachrichtenagentur Reuters. „Damit
       dürfte das Atomprogramm mindestens um Jahre zurückgeworfen sein, zum Wohle
       Israels und der ganzen freien Welt, auch Deutschlands.“
       
       Hardt wirft dem Iran eine „offensichtliche Lüge“ vor, dass das Land keine
       Atombombe baue, obwohl sowohl das Atom- als auch das Raketenprogramm
       eindeutig in diese Richtung gegangen seien. „Jetzt kommt es darauf an,
       mögliche politische und ökologische Auswirkungen in der Region in Grenzen
       zu halten“, mahnt Hardt. Er setze darauf, dass viele arabische Staaten den
       Schlag zumindest insgeheim guthießen. Zugleich sei diese massive Schwächung
       des Iran auch eine Niederlage für Russland, das gegen die Ukraine im großen
       Stil auch iranische Drohnen eingesetzt habe. (rtr)
       
       ## EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas fordert zu Mäßigung auf
       
       09.43 Uhr – Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas fordert zu Mäßigung und
       Verhandlungen auf. „Ich bitte alle Seiten dringend darum, einen Schritt
       zurückzutreten, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und eine weitere
       Eskalation zu verhindern“, erklärt Kallas auf X. Sie betont zugleich: „Dem
       Iran darf nicht erlaubt werden, eine Atomwaffe zu entwickeln.“ Die
       EU-Außenminister würden am Montag über die Lage beraten, fügt Kallas hinzu.
       (rtr)
       
       ## Dringlichkeitssitzung der IAEA am Montag
       
       09.22 Uhr – Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Rafael
       Grossi, beruft eine Dringlichkeitssitzung des IAEA-Gouverneursrats ein. Die
       Lage im Iran gebiete dies, erklärt Grossi auf X. Die Sitzung sei für Montag
       anberaumt. (rtr)
       
       ## Britischer Premier Starmer: Der Iran muss verhandeln
       
       08.51 Uhr – Der britische Premierminister Keir Starmer fordert den Iran
       nach den US-Angriffen zu Verhandlungen auf. Das iranische Atomprogramm sei
       eine schwerwiegende Bedrohung für die internationale Sicherheit, erklärt
       Starmer. „Dem Iran darf niemals erlaubt werden, eine Atomwaffe zu
       entwickeln, und die USA haben Maßnahmen ergriffen, um diese Bedrohung zu
       verringern.“ Die Stabilität in der Region habe weiter oberste Priorität.
       (rtr)
       
       ## Nato „beobachtet“, noch keine offizielle Reaktion
       
       08.02 Uhr – Die Nato beobachtet nach Angaben aus Kreisen des westlichen
       Verteidigungsbündnisses die Lage nach den US-Angriffen auf iranische
       Atomanlagen genau. Eine offizielle Reaktion der Nato steht noch aus. (rtr)
       
       ## IAEA: Keine erhöhten Strahlungswerte
       
       07.25 Uhr – Die Internationale Atomenergie-Behörde (IAEA) hat nach eigenen
       Angaben keine Anzeichen für erhöhte Strahlungswerte nach den US-Angriffen
       auf iranische Nuklearanlagen. Vor der IAEA hatte schon die iranische
       Atomenergiebehörde erklärt, für die Anwohner rund um die angegriffenen
       Standorte bestehe keine Gefahr einer radioaktiven Verseuchung. Auch
       Saudi-Arabien gab eine entsprechende Erklärung ab. (rtr)
       
       ## Einschläge in Israel
       
       07.17 Uhr – Bei den jüngsten iranischen Raketenangriffen auf Israel hat es
       israelischen Medien zufolge mehrere Einschläge gegeben. Im staatlichen
       Sender Kan war von zehn Treffern die Rede. Andere Medien berichteten über
       Einschläge unter anderem in der Hafenstadt Haifa und in der Metropole Tel
       Aviv. (rtr)
       
       ## Huthis drohen mit Antwort
       
       07.06 Uhr – Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen reagieren
       mit Drohungen auf die US-Angriffen auf Atomanlagen im Iran. Eine Antwort
       der Huthis sei nur eine Frage der Zeit, erklärt Mohammed al-Buchaiti, ein
       Vertreter der politischen Huthi-Führung, dem TV-Sender Al Dschasira
       Mubascher. Eine mit den USA vereinbarte Waffenruhe sei aus der Zeit vor dem
       „Krieg“ gegen den Iran. Die Huthis und die USA hatten sich im Mai darauf
       verständigt, dass es keine Bombardements von Huthi-Stellungen seitens der
       USA und keine Angriffe der Huthis mehr auf Schiffe und auf Israel mehr
       geben soll. Die Huthis werden wie die Hamas im Gazastreifen vom Iran
       finanziert. Ihre Angriffe auch auf Handelsschiffe im Roten Meer haben die
       Huthis mit Solidarität für die Hamas begründet. (rtr)
       
       ## Israels Luftraum gesperrt
       
       06.57 Uhr – Der Luftraum über Israel wird nach Angaben israelischer
       Behörden für sämtliche Flüge gesperrt. Grenzübergänge nach Ägypten und
       Jordanien blieben aber offen. (rtr)
       
       ## Der Iran beantragt Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats
       
       06.49 Uhr – Die iranische Vertretung bei den Vereinten Nationen (UN)
       beantragt laut Berichten staatlicher iranischer Medien eine Sondersitzung
       des UN-Sicherheitsrats. Ziel sei es, die US-Angriffe auf Atomanlagen im
       Iran zu verurteilen und für den Erhalt des internationalen Friedens zu
       sorgen. Die iranische UN-Vertretung erklärt den Staatsmedien zufolge, sie
       verurteile das Vorgehen der USA auf das Schärfste. Es handele sich um eine
       „grundlose und vorsätzlich geplante Aggression“. (rtr)
       
       ## Israel meldet iranische Raketenangriffe
       
       06.43 Uhr – Das israelische Militär meldet den Beginn eines iranischen
       Raketenangriffs. Im Iran seien Geschosse mit Ziel Israel gestartet worden,
       teilt das Militär mit. Kurz darauf waren Zeugen zufolge unter anderem in
       Tel Aviv Explosionen zu hören. Über der Mittelmeer-Metropole war zu
       beobachten, wie Raketen abgefangen wurden. (rtr)
       
       ## Iran: Alle Optionen für Selbstverteidigung offen
       
       06.31 Uhr – Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi reagiert mit
       scharfen Worten auf die US-Angriffe auf Atomanlagen im Iran. Sein Land
       behalte sich alle Optionen für seine Selbstverteidigung vor, erklärt
       Araghtschi auf X. Die amerikanischen Angriffe seien „empörend“. Der
       Minister droht damit, dass die Attacken „dauerhafte Konsequenzen“ haben
       würden. Einzelheiten nennt er nicht. (rtr)
       
       ## Krisensitzung in Südkorea
       
       04.43 Uhr – Nach dem US-Angriff auf drei wichtige iranische Atomanlagen
       hält das südkoreanische Präsidialamt eine Krisensitzung ab. Dabei geht es
       um die Sicherheits- und Wirtschaftslage, wie der lokale Sender YTN
       berichtet. (rtr)
       
       ## Trump droht dem Iran mit weiteren Angriffen
       
       04.05 Uhr – US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit weiteren
       Angriffen, sollte die Führung in Teheran nicht zum Frieden bereit sein.
       Künftige Angriffe würden weitaus heftiger, sagt Trump in einer kurzen
       Ansprache im Weißen Haus. Es gebe noch viele Ziele. Der Iran stehe vor der
       Wahl zwischen Frieden und einer Tragödie. (rtr)
       
       ## Gutteres: Diplomatie ist „der einzige Weg“
       
       04.05 Uhr – UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat sich zutiefst
       beunruhigt über den US-Militäreinsatz gegen den Iran geäußert. Dies sei
       eine gefährliche Eskalation und eine direkte Bedrohung für den
       internationalen Frieden und die Sicherheit. Er ruft zur Deeskalation auf
       und betont, es gebe keine militärische Lösung. Der einzige Weg sei die
       Diplomatie. (rtr)
       
       ## Der Iran bestätigt Angriffe auf Atomanlagen
       
       04.04 Uhr – Die iranische Atomenergiebehörde bestätigt, dass die Anlagen
       Fordo, Natans und Isfahan angegriffen wurden. Dies sei eine Verletzung des
       internationalen Rechtes. Man werde nicht zulassen, die Entwicklung der
       Atomindustrie im Land zu stoppen. (rtr)
       
       ## Netanjahu dankt und lobt Trump
       
       03.54 Uhr – Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den US-Angriff
       auf iranische Atomanlagen als „mutige Entscheidung“ von historischer
       Tragweite gelobt. US-Präsident Donald Trump habe mit „großer Stärke“
       gehandelt, um dem „gefährlichsten Regime die gefährlichsten Waffen der
       Welt“ zu verwehren, sagt Netanjahu. Dies sei ein Wendepunkt, der zu Frieden
       und Wohlstand im Nahen Osten führen könne. „Präsident Trump, ich danke
       Ihnen, das Volk Israel dankt Ihnen.“ (rtr)
       
       ## Gespräch Trump – Netanjahu
       
       03.12 Uhr – US-Präsident Donald Trump und der israelische Ministerpräsident
       Benjamin Netanjahu haben nach dem US-Angriff auf iranische Atomanlagen
       miteinander gesprochen. Das sagt ein Mitarbeiter des US-Präsidialamtes.
       (rtr)
       
       ## Fox-News: 6 bunkerbrechende Bomben auf Fordo
       
       03.04 Uhr – Die USA haben bei dem Angriff auf die Atomanlage Fordo nach
       einem Bericht des US-Senders Fox News sechs bunkerbrechende Bomben
       eingesetzt. Zudem seien 30 Marschflugkörper vom Typ Tomahawk für andere
       Anlagen genutzt worden. (rtr)
       
       ## USA: Keine weiteren Angriffe geplant, kein Regimechange
       
       03.00 Uhr – Die USA haben nach einem Bericht des Senders CBS am Samstag den
       Iran kontakiert und mitgeteilt, dass es keine weiteren Angriffe geben
       solle. Man plane auch nicht, auf einen Sturz der Führung in Teheran
       hinzuarbeiten. (rtr)
       
       ## Israel verschärft Sicherheitsbestimmungen
       
       02.56 Uhr – Die israelische Armee verschärft nach dem US-Angriff auf den
       Iran die Sicherheitsbestimmungen für das zivile Leben. Schulen und
       Arbeitsstätten blieben außer für wichtige Tätigkeiten geschlossen, heißt es
       in einer Erklärung. (rtr)
       
       ## Trump: „Israel jetzt viel sicherer“
       
       02.54 Uhr – US-Präsident Donald Trump spricht nach dem Angriff von einem
       großen Erfolg. „Israel ist jetzt viel sicherer“, sagt Trump dem
       Nachrichtenportal Axios. Vom republikanischen Mehrheitsführer im US-Senat,
       John Thune, kommt Unterstützung. Er stehe zu Präsident Donald Trump, sagt
       Thune in Bezug auf die Angriffe auf iranische Atomanlagen. (rtr)
       
       ## Trump: Angriffe auf 3 iranische Atomanlagen erfolgreich
       
       01.58 Uhr – US-Präsident Donald Trump hat einen Angriff auf drei iranische
       Atomanlagen für erfolgreich abgeschlossen erklärt. „Wir haben unseren sehr
       erfolgreichen Angriff auf die drei Atomanlagen im Iran, einschließlich
       Fordo, abgeschlossen“, schreibt Trump auf der Social-Media-Plattform Truth
       Social. Auf die Anlage in Fordow sei eine volle Bombenladung abgeworfen
       worden. Alle Flugzeuge befänden sich inzwischen wieder außerhalb des
       iranischen Luftraums. Eine Bestätigung des US-Verteidigungsministeriums
       oder eine Stellungnahme aus dem Iran liegen zunächst nicht vor. (rtr)
       
       22 Jun 2025
       
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