# taz.de -- Zentrale Forderung von CDU und CSU: Kampf gegen die Gefahren der Schwerkraft!
       
       > Klimaschutz? Nur ein grünes Spiel! Während die einen um die Erde zittern,
       > kümmern sich andere um die Schwerkraft.
       
 (IMG) Bild: Ein Tankschiff auf dem Rhein fährt bei Niedrigwasser zwischen trockenen Buhnen
       
       Wie funktioniert Politik? Nach den ehernen Gesetze der Bürokratie: „Das
       haben wir immer schon so gemacht“; „Da ist der Kollege nebenan zuständig“;
       oder: „Da könnte ja jeder kommen.“ Und vor allem: „Die Arbeit geht dahin,
       wo sie gemacht wird.“
       
       Das gilt auch für diesen Wahlkampf – und das Thema [1][Klimaschutz]. Ein
       Nichtthema, bis im Sommer aus unerklärlichen Gründen wieder der Grunewald
       abbrennt, der Rhein trocken fällt und die Braugerste verdorrt. Bei diesem
       Verlierer-Thema jedenfalls müssen die Grünen ran – und zwar nur die.
       Klimaschutzgesetz, 1,5-Grad-Grenze, Waldbrände in Hollywood? Frag mal die
       Grünen! Warum nicht einen CDU-Kandidaten, einen SPD-Kanzler oder einen
       FDP-Vorsitzenden? Weil: Die Arbeit geht dahin … Sie wissen schon.
       
       Wobei: Als bei der letzten Wahl plötzlich alle „Wir sind Greta“ riefen,
       wurde es ja auch nicht greater. Nein, Klima ist das grüne Thema, so lautet
       die Arbeitsteilung. Sie warnen, machen Lobbyarbeit, suchen Verbündete und
       gehen dafür faule Kompromisse ein.
       
       Denn die Klimakrise betrifft ja nur die woke Kreuzbergblase. Schließlich
       sucht sich jeder aus, von welchen Naturgesetzen er sein Leben bestimmen
       lässt. Die Schwerkraft etwa beeinflusst nur Anhänger der Union. Die haben
       Erfahrung mit schwarzen Löchern. Die Union warnt schon lange, dass man sich
       wehtut, wenn einem etwas auf die Füße fällt. Sie lobbyiert für Autobauer
       und Fluggesellschaften, die die Schwerkraft bekämpfen und besetzt
       regelmäßig das Bundesministerium für Schwerkraft und gravitätisches
       Auftreten (BMSGA).
       
       ## Die Grünen sollen nicht rumheulen
       
       Die SPD wiederum ist zuständig für die Jahreszeiten. Derzeit besonders für
       Herbst und Winter. Hier kümmern sich die Genossen, weil nur ihre Partei
       etwas davon hat, wenn die Sonne pünktlich aufgeht: „Brüder (Schwestern) zur
       Sonne, zur Freiheit.“
       
       Die FDP kümmert sich um die Plattentektonik: Weil die Kontinentaldrift
       persönliche Freiheit und Welthandel einschränkt, sammeln die Liberalen
       Unterstützung, um Erdbeben oder Tsunamis zu verhindern.
       
       Und auch die Linke hat sich entschieden: Sie sorgt sich im Sinne der
       Ausgebeuteten dieser Welt darum, dass Wasser bei 100 Grad Celsius kocht.
       Keine andere Partei kann die Politik so zum Siedepunkt treiben und den
       Beweis führen, dass alle nur mit Wasser kochen.
       
       Sie sehen: Die Grünen mit ihrem Klimafimmel sollten also nicht rumheulen.
       Jede Partei kümmert sich ernsthaft und konsequent um eine andere zentrale
       Rahmenbedingung unseres Lebens und Überlebens. Das haben wir immer schon so
       gemacht. Zuständig ist der Kollege nebenan. Sonst könnte da ja jeder
       kommen.
       
       24 Jan 2025
       
       ## LINKS
       
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