# taz.de -- T.C. Boyle zur US-Präsidentschaftswahl: „Wer hat Melanias Buch geschrieben?“
> Bis zur US-Präsidentschaftswahl befragt die taz den Autor T. C. Boyle
> jede Woche zur Lage in seinem Heimatland. Diesmal geht es um große
> Literatur.
(IMG) Bild: T.C. Boyle
taz: Herr Boyle, wie finden Sie Melania Trumps neues Buch?
T. C. Boyle: Ich habe in letzter Zeit in meiner Bibliothek gestöbert und
mir einige Klassiker angesehen, die ich seit vielen Jahren nicht mehr
gelesen habe, zuletzt Camus’ „Der Fall“, Kafkas „Der Prozess“ und
Solschenizyns [1][„Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch“]. Letzteres gab
mir zu einem gewissen Grad Einblick in das, was mich in Trumps [2][zweiter,
dritter und vierter Amtszeit] erwartet. Was den unverzichtbaren Beitrag
seiner aktuellen Frau zu unserer Literatur angeht: Verzeihen Sie mir, wenn
ich noch keine Zeit gefunden habe, mich vom Witz und der Weisheit des
Buches erleuchten zu lassen. Ich frage mich allerdings, wer es geschrieben
hat.
taz: Wenn das Buch verfilmt wird, schreiben Sie dann das Drehbuch?
Boyle: Das hängt davon ab, was die finanziell bieten. Allerdings
[3][bezahlt das Trump-Team seine Rechnungen nie wirklich], oder? Und ich
weiß gar nicht, ob meine komödiantischen Fähigkeiten dem Stoff gewachsen
sind.
taz: Wer könnte in dem Film Melania Trump spielen?
Boyle: Kamala Harris. Allerdings könnte sie zu diesem Zeitpunkt auch schon
mit anderen Angelegenheiten beschäftigt sein.
12 Oct 2024
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(DIR) Matthias Kalle
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