# taz.de -- Kinder fragen, die taz antwortet: Wie finden Bienen ihr Essen…
> …obwohl sie keine Nase haben? Wir wollen von Kindern wissen, welche
> Fragen sie beschäftigen. Diese kommt von Paul, 6 Jahre alt.
(IMG) Bild: Diese Biene hat ihr Essen gefunden
Bienen ernähren sich vor allem von Nektar und Pollen, die sie in den Blüten
von Bäumen, Blumen und anderen Pflanzen finden. Die Farben und der Duft der
Blüten locken die Insekten an. Wenn eine Biene losfliegt, kann sie dank
ihrer Augen und ihres Geruchssinns beispielsweise ein Gänseblümchen, das
auf einer Wiese wächst, finden.
Anders als wir Menschen haben Bienen keine Nasen, sondern zwei Fühler, mit
denen sie riechen. Diese Fühler sehen aus wie Antennen, die oben auf dem
Kopf des Insekts sitzen. Außerdem haben Bienen fünf Augen – drei Punktaugen
auf der Stirn und zwei große Facettenaugen, die aus mehreren einzelnen
Augen zusammengesetzt sind.
Fliegt eine Honigbiene nun über die Wiese, riecht sie mit ihren beweglichen
Fühlern, wo das Gänseblümchen steht. Mit ihren Augen erkennt sie Muster und
Farben auf den Blüten, die wir mit unserem menschlichen Auge nicht
bemerken. So sehen die Blütenblätter des Gänseblümchens für die Biene nicht
wie für uns nur weiß aus, sondern blau-grün. Diese Farbe heißt
[1][Bienenweiß].
Honigbienen leben in großen Gemeinschaften zusammen, die Bienenstaat
heißen. Die Aufgaben im Bienenvolk sind klar verteilt. Die Arbeiterinnen
sind dafür zuständig, Nahrung zu sammeln. Hat eine Arbeiterin bei einem
ihrer Ausflüge eine Wiese oder einen Baum gefunden, an dem es viele Pollen
und Nektar gibt, fliegt sie schnell in ihren Bienenstock zurück, um ihren
Kolleginnen davon zu berichten. Dafür wackelt sie eifrig mit ihrem
Hinterteil und zeigt ihnen so, in welcher Richtung sie die Blüten gefunden
hat. Dieses hilfreiche Popowackeln nennt man den „Schwänzeltanz“.
Neben den Honigbienen gibt es in Deutschland noch [2][über 500
Wildbienenarten]. Anders als die Honigbienen leben sie meist nicht in
Staaten, sondern bauen allein ihre Nester. Auch die Wildbienen finden
Nektar und Pollen mithilfe ihrer Fühler und Augen.
Viele Wildbienen sind außerdem auf ganz bestimmte Pflanzen spezialisiert.
Wie die Glockenblumen-Scherenbiene. Sie ernährt sich ausschließlich von den
Pollen der Glockenblumen. Da wir Menschen immer größere Felder
bewirtschaften, auf denen nur eine einzige Pflanzenart wächst, machen wir
es den Wildbienen immer schwerer, ihre spezielle Futterquelle zu finden.
Auch die Straßen und Wohngebiete, die wir bauen, sorgen dafür, dass die
Wildbienen weniger Lebensraum zum Nisten und Fressen haben.
15 Sep 2024
## LINKS
(DIR) [1] https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/bienenfarben/8399
(DIR) [2] /Studie-zum-Verhalten-von-Bienen/!6030978
## AUTOREN
(DIR) Hannah Clement
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