# taz.de -- Berlins Linkspartei vor Führungswechsel: Franziska Brychcy kandidiert
       
       > … und das nicht allein: Zweiter Kandidat neben der stellvertretenden
       > Fraktionschefin ist Maximilian Schirmer. Katina Schubert tritt nicht mehr
       > an.
       
 (IMG) Bild: Kandidatin für den Parteivorsitz der Berliner Linken: Franziska Brychcy, hier im Abgeordnetenhaus
       
       Berlin taz | Die Parteivorsitzende der Berliner Linken, [1][Katina
       Schubert], hat am Dienstag angekündigt, beim kommenden Parteitag Mitte Mai
       nicht erneut für das Amt zu kandidieren. Schubert, die auch für die Partei
       im Abgeordnetenhaus sowie im Bundesvorstand der Linken sitzt, führt die
       Landespartei seit Ende 2016 als alleinige Vorsitzende. Auf Twitter sprach
       sie von „herausfordernden und oft erfolgreichen“ Jahren.
       
       Auf Schubert folgen soll eine Doppelspitze, darauf hatte sich die Partei
       [2][im vergangenen Jahr festgelegt]. Gleichzeitig mit Schuberts Rücktritt
       vermeldeten Franziska Brychcy und Maximilian Schirmer ihre Kandidatur für
       eine Doppelspitze zur Wahl. Brychcy führte lange den Kreisverband
       Steglitz-Zehlendorf und ist bislang stellvertretende Vorsitzende der
       Fraktion im Abgeordnetenhaus, zuständig für Bildung und Europa. Bei der
       [3][Wahl zur Fraktionsspitze] im Juni 2020 war sie Anne Helm und Carsten
       Schatz unterlegen.
       
       Ihr zur Seite steht der bislang öffentlich wenig bekannte Schirmer,
       Fraktionsvorsitzender der Linken in Pankow. Der gebürtige Berliner ist
       bislang vor allem mit dem Themenbereich Antifaschismus aufgefallen.
       
       In einer [4][gemeinsamen Erklärung] kündigten Brychcy und Schirmer eine
       „kämpferische und kluge Opposition gegen Verwertung, Privatisierung und den
       Ausverkauf der Stadt“ an sowie eine Stärkung der „nicht-kapitalistischen
       Seiten Berlins“. Die Partei wollen sie „in schwierigen Zeiten
       stabilisieren“ und dafür neue Mitglieder und Bündnispartner:innen
       gewinnen. Schubert nannte die beiden „zwei kluge, junge und dennoch
       erfahrene Genoss*innen“, die sie „aus vollem Herzen und aus voller
       Überzeugung unterstütze“.
       
       Wie die taz erfuhr, wird die Partei-Linke und stadtentwicklungspolitische
       Sprecherin der Abgeordnetenhausfraktion Katalin Gennburg für den Posten der
       stellvertretenden Parteivorsitzenden kandidieren.
       
       Die bekanntesten Köpfe der Berliner Linken, etwa die bisherige
       Sozialsenatorin Katja Kipping, einst Bundesvorsitzende der Partei, sowie
       der bisherige Kultursenator [5][Klaus Lederer] hatten sich zuletzt eine
       mögliche Übernahme des Amtes abgelehnt. Dass sich in den nächsten Tagen
       weitere Kandidat*innen melden, gilt als durchaus möglich.
       
       25 Apr 2023
       
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