# taz.de -- Drohende Abschiebung in Chemnitz: Familie darf vorerst bleiben
       
       > Pham Phi Son, seine Frau und seine Tochter sollten aus Deutschland
       > ausreisen. Nach öffentlichen Protest soll nun die Chemnitzer
       > Ausländerbehörde entscheiden.
       
 (IMG) Bild: Pham Phi Son und seiner Familie
       
       Chemnitz epd/taz | Die von Abschiebung bedrohte vietnamesische Familie des
       [1][DDR-Vertragsarbeiters Pham Phi Son] darf nun doch vorerst in Chemnitz
       bleiben. Die Familie Pham/Nguyen werde vorerst nicht abgeschoben, teilte
       die Stadtverwaltung am Freitag mit. Der Fall hatte hohe Wellen geschlagen,
       weil der Mann seit 36 Jahren in Deutschland lebt und die Familie samt der
       vor der Einschulung stehenden Tochter als gut integriert gilt.
       
       Die Chemnitzer Stadtverwaltung erklärte, nach der Entscheidung der
       Härtefallkommission liege der Fall jetzt wieder bei der Ausländerbehörde
       der Stadt. Diese werde Kontakt zur Familie und deren Anwältin aufnehmen und
       das weitere Vorgehen abstimmen. Dabei solle es etwa darum gehen, wie und in
       welchem Zeitraum die noch fehlenden Nachweise der nachhaltig
       wirtschaftlichen und sprachlichen Integration von Herrn Pham und Frau
       Nguyen erbracht werden können. Hierbei werde die Familie von der
       Ausländerbehörde unterstützt.
       
       Die Härtefallkommission hatte am 10. Februar zum zweiten Mal [2][gegen ein
       Bleiberecht für die Familie entschieden]. Bereits im August 2022 hatten
       mehrere [3][Zehntausend Menschen eine Online-Petition] zur Unterstützung
       des Mannes unterzeichnet. Für Freitag hatte der Sächsische Flüchtlingsrat
       zu einer Demonstration aufgerufen.
       
       Der betroffene Familienvater Pham Phi Son kam laut Flüchtlingsrat 1987 als
       DDR-Vertragsarbeiter nach Deutschland. Laut Flüchtlingsrat droht dem Mann
       die Abschiebung, weil er im Jahr 2016 für mehr als sechs Monate zu einer
       ärztlichen Behandlung in Vietnam war. Laut Gesetz führen solche langen
       Aufenthalte zum Wegfall des Aufenthaltsrechts.
       
       17 Feb 2023
       
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