# taz.de -- Polizeiwache am Kottbusser Tor: Kotti-Wache wohl erst 2023
       
       > Innensenatorin Spranger stellt Geld für Einrichtung und ab nächstem Jahr
       > für die Miete einer Wache bereit. Noch ist kein Mietvertrag
       > unterschrieben.
       
 (IMG) Bild: Unbeliebt: Polizei
       
       Berlin taz | Innensenatorin Iris Spranger (SPD) hat im Innenausschuss am
       Montag Fragen zu der von ihr [1][geplanten Polizeiwache am Kottbusser Tor]
       beantwortet. Zum genauen Ort äußerte sich Spranger nicht; im Gespräch ist
       das ehemalige Wettbüro auf der Brücke über der Adalbertstraße. Ein
       Mietvertrag sei noch nicht unterschrieben, aber man sei „natürlich in
       Gesprächen“.
       
       Im Januar, zu Beginn der Legislatur, hatte Spranger angekündigt, „schnell
       Nägeln mit Köpfen zu machen“. Nun sind im Finanzplan der Innenverwaltung
       für die Einrichtung der Kotti-Wache 250.000 Euro vorgesehen. Für die Miete
       stehen jährlich 50.000 Euro zur Verfügung, allerdings erst ab dem kommenden
       Jahr. Mit einer Eröffnung der Wache dürfte also nicht vor 2023 zu rechnen
       sein. Weitere Wachen etwa am Görlitzer Park sollen wohl folgen.
       
       Die Innensenatorin sprach davon, ein „gesamtheitliches Konzept“ für den
       Kotti erstellen zu wollen, das über den „polizeilichen Schutz“ hinausgehe.
       Der Kreuzberger Grünen-Abgeordnete Turgut Altuğ begrüßte die Pläne,
       ergänzte aber ebenso: „Das Problem vor Ort kann nicht nur mit Polizei
       gelöst werden.“ Es brauche weitere Maßnahmen, die auch den Bezirk, die
       Stadtentwicklungsverwaltung und die Wohnungsbaugesellschaft Gewobag als
       Eigentümerin des Neuen Kreuzberger Zentrums mit einbeziehe. Die CDU
       erneuerte ihre Forderung nach einer Videoüberwachung des Platzes, die auch
       von Spranger befürwortet wird.
       
       Spranger betonte, den Ort von vielen Besuchen zu kennen und Unterstützung
       für ihren Plan bei vielen Gewerbetreibenden und Beteiligten zu haben. Doch
       die Ablehnung der Kotti-Wache ist breit: Am Freitag hatte das neue Bündnis
       [2][„Kotti für alle“], bestehend aus der Mieter:innenvernetzung,
       Stadtteilinis und Initiativen, gegen die geplante Polizeipräsenz
       demonstriert.
       
       21 Mar 2022
       
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