# taz.de -- FC Bayern und Wirecard: „Mehr Glück als Verstand“
       
       > Der FC Bayern wollte offenbar trotz Betrugsverdachts Wirecard als
       > Sponsor haben. Die Pleite des Unternehmens kam dem Deal zuvor.
       
 (IMG) Bild: Hätten da rote Laternen angehen müssen beim FC Bayern?
       
       Einen weiteren Imageschaden hat der Verein, der Nachtflugverbot und
       normalsterbliche Behandlung [1][als „Skandal ohne Ende“ sieht], offenbar
       so gerade abgewendet. [2][Nach Recherchen von WDR, NDR und Süddeutscher
       Zeitung] wollte der FC Bayern sich ab Juli 2020 eine
       Sponsoring-Partnerschaft von dem nun insolventen Finanzdienstleister
       Wirecard finanzieren lassen. Sieben Millionen Euro wollte Wirecard den
       Bayern dafür drei Jahre lang zahlen.
       
       Noch am 10. Juni kursierten dazu E-Mails zwischen dem Finanzkonzern und der
       Führungsetage des FC Bayern; und laut Wirecard-Unterlagen war im Mai ein
       exklusives Treffen zu Hause bei Uli Hoeneß geplant, so berichten WDR und
       NDR. Unklar ist, ob es dazu kam. Am 18. Juni dann fiel das Kartenhaus des
       mutmaßlichen Milliardenbetrugs bei Wirecard zusammen, es folgte die
       Verhaftung des Unternehmenschefs und die Insolvenz.
       
       Der inzwischen insolvente Konzern hat [3][Luftbuchungen von 1,9 Milliarden
       Euro] eingeräumt. Die Münchner Staatsanwaltschaft geht mittlerweile von
       einem „gewerbsmäßigen Bandenbetrug“ seit dem Jahr 2015 aus. Schon 2019
       [4][berichtete die Financial Times] über mutmaßlichen Betrug; das war auch
       dem FC Bayern bewusst, der, wie die Unterlagen zeigen, um einen Call zum
       Thema bat. Und trotzdem die Partnerschaft eingehen wollte. „Hoeneß & Co.
       hatten offenbar mehr Glück als Verstand“, [5][schreibt die SZ].
       
       Außerdem war Ende 2019 mit den Basketballern des FC Bayern eine
       Partnerschaft über 1,5 Millionen Euro abgeschlossen worden. Sie wurde, so
       WDR und NDR, just an dem 5. Juni verkündet, als Staatsanwälte erstmals die
       Wirecard-Zentrale durchsuchten.
       
       9 Feb 2021
       
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 (DIR) [3] https://www.spiegel.de/wirtschaft/wirecard-skandal-bafin-chef-felix-hufeld-muss-zuruecktreten-a-a020a684-d3c8-4957-b7e7-4d436f75f481
 (DIR) [4] https://www.ft.com/content/19c6be2a-ee67-11e9-bfa4-b25f11f42901
 (DIR) [5] https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/fc-bayern-wirecard-1.5199955?reduced=true
       
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 (DIR) Alina Schwermer
       
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