# taz.de -- Landtagswahl im kommenden September: MeckPomm hat die Wahl
> Die SPD ist dank Manuela Schwesig im Aufwind. Nach der Landtagswahl
> könnte sie in der Lage sein zu wählen: Weiter mit der CDU oder lieber
> Rot-Rot-Grün?
(IMG) Bild: Hofft, dass der Aufwind für sie und ihre SPD bis zur Landtagswahl anhält: Manuela Schwesig
Hamburg taz | Zeitgleich mit der Bundestagswahl soll im kommenden September
an der Ostseeküste ein neuer Landtag gewählt werden. Wird der Amtsbonus für
[1][Manuela Schwesig (SPD)] reichen, um danach weiter Ministerpräsidentin
von Mecklenburg-Vorpommern zu bleiben? Momentan sieht es, wenn den Umfragen
zu glauben ist, danach aus. Die SPD ist wieder im Aufwind, seitdem Schwesig
im vergangenen Mai ihre Krebserkrankung überwunden hatte und nun wieder
voll präsent ist. Nach der Wahl dürfte sie sich in einer komfortablen Lage
befinden.
Mit dem CDU-Koalitionspartner sind zwar derzeit ähnlich viele
Wähler:innen zufrieden, allerdings fehlt es der Partei an zugkräftigen
Köpfen für den heißen Wahlkampf: Mit dem Rücktritt des gefühlt ewig
amtierenden Innenministers Lorenz Caffier ist der bekannteste CDU-Politiker
des Landes seit November weg. Nach seinem Waffenkauf bei einem Mitglied der
verbotenen rechtsextremen Gruppe Nordkreuz [2][blieb ihm nur noch der
Rücktritt.]
Und Philipp Amthor, der gern den Landesverband angeführt hätte, backt nach
seiner Lobby-Affäre um die US-Firma Augustus Intelligence vorerst kleine
Brötchen. Den neuen Landesvorsitzenden Michael Sack, Landrat des Kreises
Vorpommern-Greifswald, kennt kaum jemand.
Weitgehend unbekannt sind auch die grünen Köpfe. Doch weil [3][die in
Meck-Pomm notorisch schwachen Grünen] dank des bundesweiten Trends auf den
Wiedereinzug in den Schweriner Landtag hoffen dürfen, stünde der SPD auch
noch eine Alternative zur Fortsetzung der seit 14 Jahren andauernden Großen
Koalition bereit: Rot-Rot-Grün.
## Die Mehrheit ist zufrieden
Viel wird davon abhängen, wie sehr die Folgen der Coronapandemie weiter auf
das Land drücken. Zwar war der immens wichtige Tourismus im vergangenen
Jahr weniger eingebrochen als befürchtet, die künftige Entwicklung ist aber
kaum vorherzusehen.
Eine große Mehrheit der Bürger:innen jedenfalls ist recht zufrieden mit
ihrer derzeitigen Regierung. Ob sich die SPD dann überhaupt wagen würde,
ein linkes Bündnis einzugehen? André Zuschlag
2 Jan 2021
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