# taz.de -- Gericht schränkt Tesla-Rodung ein: Eidechsen können weiterschlafen
       
       > Das Oberverwaltungsgericht untersagt Tesla in Grünheide die Rodung
       > bestimmter Bereiche – die klagenden Naturschutzverbände feiern diesen
       > Erfolg.
       
 (IMG) Bild: Nicht übel, was man so alles ohne Baugenehmigung errichten kann...
       
       Naturschutzverbände begrüßen, dass das Oberverwaltungsgericht (OVG)
       Berlin-Brandenburg am Freitag neuerliche Rodungen durch den US-Autobauer
       Tesla in Grünheide zum Teil untersagt hat. „Wir freuen uns sehr und hoffen,
       dass über diesen Fall hinaus die Belange des Natur- und Artenschutzes bei
       Investor, Behörden und Politik mehr Berücksichtigung erfahren“, sagte
       Brandenburgs NABU-Geschäftsführerin Christiane Schröder am Wochenende.
       
       Den Verbänden, die gegen die Zulassung der vorzeitigen Rodung auf weiteren
       83 Hektar durch das Landesamt für Umwelt geklagt hatten, gehe es „nicht
       darum, die Ansiedlung eines Großinvestors zu verhindern“, so Schröder,
       „sondern deutlich zu machen, dass die globale Klima- und Artenkrise
       gleichwertig sind“. Im konkreten Fall habe ein „Dammbruch im
       Artenschutzrecht“ verhindert werden müsse.
       
       Das OVG kippte in Teilen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts in
       Frankfurt (Oder), das die Klage der NaturschützerInnen rundum abgewiesen
       hatte. Es verfügte einen Rodungsstopp auf Randbereichen von Gleisanlagen,
       die über das Tesla-Areal führen, um den Schutz dort lebender Zauneidechsen
       zu gewähleisten.
       
       Die hatte Tesla zwar einsammeln und umsetzen lassen, allerdings hätten zu
       diesem Zeitpunkt die erwachsenen Männchen schon in ihre Winterquartiere
       verkrochen gehabt. Auch ein Streifen Wald längs der A10 darf nicht
       vorzeitig gerodet werden: Es sei nicht ersichtlich, warum dies nötig sei.
       
       Michael Ganschow von der Grünen Liga sprach von einer „Zäsur“, die „alle
       Beteiligten dafür nutzen sollten, neue Wege im Umgang mit unseren
       natürlichen Lebensgrundlagen und dem Miteinander zu finden“. Tesla müsse
       jetzt ganz auf Teile der geplanten Rodung verzichten oder aber eine
       Artenschutzrechtliche Ausnahme prüfen lassen und die dazu erforderlichen
       Schutzmaßnahmen nachbessern.
       
       20 Dec 2020
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Claudius Prößer
       
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