# taz.de -- Studie zu Geldbranche und Biodiversität: Banken ruinieren Fauna und Flora
> Die 50 größten Geldinstitute beschleunigen mit Billionenkrediten das
> globale Artensterben – und planen nicht, das in Zukunft zu kontrollieren.
(IMG) Bild: Banken verdienen massiv mit Geldanlagen in Industriezweigen wie Straßenbau und fossile Energien
Berlin taz | 2019 haben die 50 größten global agierenden Banken der Welt
Darlehen und Garantien in Höhe von mehr als 2,6 Billionen US-Dollar in
Wirtschaftssektoren investiert, die maßgeblich für den Verlust der
[1][biologischen Vielfalt] verantwortlich sind. Dies ist das Ergebnis einer
Untersuchung der neuen Initiative [2][Portfolio Earth], die der taz vorab
vorliegt.
Ob Straßenbau, fossile Energien, Bergbau, Landwirtschaft oder Tourismus:
Geldinstitute wie die Bank of America, Citigroup, JP Morgan Chase oder BNP
Paribas verdienen laut der Untersuchung massiv mit Geldanlagen in diesen
Industriezweigen, obwohl sie damit der Biodiversität schaden.
Die Deutsche Bank erreichte in dem Ranking Platz 17. Zusammen mit der
deutschen DZ Bank finanzierte sie 2019 biodiversitätsgefährdende Projekte
in Höhe von 75 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Die sechs untersuchten
US-Banken kamen insgesamt auf 878 Milliarden Dollar.
Für die Untersuchung wurden die Kredit- und Versicherungsgeschäfte der
Geldinstitute auf ihre Auswirkungen auf Fauna und Flora untersucht. Keine
der Banken hatte Pläne, die Folgen ihrer Tätigkeit für die biologische
Vielfalt zu kontrollieren. Sie verfügten auch nicht über Ideen, wie das
weltweite Artensterben aufzuhalten sei.
28 Oct 2020
## LINKS
(DIR) [1] /Biologin-ueber-Gipfel-zu-Biodiversitaet/!5717808
(DIR) [2] https://portfolio.earth/
## AUTOREN
(DIR) Kai Schöneberg
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