# taz.de -- +++ Corona News vom 18. Mai +++: „Gesundheitlich attraktives Land“
       
       > Spanien will Ende Juni die Grenzen für Tourismus öffnen. WHO fordert auf,
       > sich auf eine zweite Welle vorzubereiten. Nachrichten zum Coronavirus im
       > Live-Ticker.
       
 (IMG) Bild: Mallorca, derzeit müssen Einreisende noch für zwei Wochen in Quarantäne
       
       Den Live-Ticker bearbeiten [1][Klaudia Lagozinski] und [2][Anselm Denfeld].
       
       Niedersachsen hebt Besuchsverbot in Heimen teils auf 
       
       15.45 Uhr: Niedersachsen hebt das im Zuge der Corona-Epidemie erlassene
       Besuchsverbot für Heimbewohner und Klinikpatienten ab Mittwoch teilweise
       auf. Wie in anderen Bundesländern bereits seit eineinhalb Wochen seien in
       Niedersachsen nun sogenannte Besuch-Tandems möglich, sagte
       Gesundheitsministerin Carola Reimann, SPD, am Montag in Hannover. Dabei
       geht es darum, dass ein Heimbewohner von einer festen Person regelmäßig
       besucht werden darf.
       
       Grundsätzlich hatte Niedersachsen den Heimen zwar schon vor einem Monat bei
       entsprechenden Hygienemaßnahmen Besuche erlaubt. Viele Heime hatten aus
       Sorge vor erneuten Infektionen aber zunächst keine Besuchsmöglichkeiten
       gestattet. Mit der Änderung nun haben Bewohner und Patienten wieder ein
       Anrecht auf Besuch, wenn auch eingeschränkt. (dpa)
       
       Maas für „kontrollierten Wiedereinstieg“ in Tourismus 
       
       15.35 Uhr: Bundesaußenminister Heiko Maas, SPD, hat sich für einen
       „kontrollierten Wiedereinstieg in den europäischen Tourismus“ in diesem
       Sommer ausgesprochen. Voraussetzung sei ein koordiniertes Vorgehen, sagte
       Maas am Montag nach einer Videokonferenz mit seinen Kollegen aus den zehn
       wichtigsten Reise-Zielländern in der EU. Dabei müssten stets
       gesundheitliche Fragen statt geschäftlicher Interessen im Vordergrund
       stehen.
       
       Er hoffe, dass die noch bis zum 14. Juni geltende weltweite Reisewarnung
       des Auswärtigen Amtes anschließend durch Reisehinweise zu den einzelnen
       Ländern ersetzt werden könne, sagte Maas. Auf deren Grundlage könne dann
       jeder Nutzer entscheiden, „wo man hinfahren kann, was einen da erwartet und
       wo man besser in diesem Sommer noch nicht hinreisen sollte“. (afp)
       
       Online-Registrierung, Zeitfenster: neue Freibadregeln 
       
       15.08 Uhr: Die Freibäder in Nordrhein-Westfalen bereiten sich auf die für
       diesen Mittwoch erlaubte Öffnung vor. Als eines der ersten Bäder in NRW
       soll Düsseldorfs größtes Freibad, das „Strandbad Lörick“, aufmachen. Am
       Wochenende wurden vom Gesundheitsministerium die Regeln veröffentlicht, die
       auch im Löricker Bad ab Mittwoch umgesetzt werden müssen. So werde zum
       Beispiel ohne vorherige Online-Registrierung kein Gast ins Freibad
       gelassen, sagte Bäderchef Roland Kettler am Montag in Düsseldorf. Geöffnet
       ist das Bad in drei Zeitfenstern. Dazwischen wird es für je eine Stunde
       geschlossen, um es zu reinigen und zu desinfizieren.
       
       Ins 50-Meter-Becken dürfen höchstens 60 bis 70 Schwimmer. Hier wird auf
       jeweils zwei Bahnen „im Kreis“ geschwommen, um Begegnungen im Wasser zu
       vermeiden. An den Kassen, auf den Toiletten und in den geschlossenen
       Umkleiden gilt die Maskenpflicht. Im Wasser, unter der Dusche und auf der
       Liegewiese nicht. (dpa)
       
       ## Frühwarnsystem mit Hilfe von Abwasser: Testphase beginnt
       
       14.38 Uhr: Bei der Entwicklung eines Corona-Frühwarnsystems mit Hilfe von
       [3][Abwasserproben aus Klärwerken] beginnt in dieser Woche auch in NRW die
       Testphase. Dies teilte eine Sprecherin des Helmholtz-Zentrums für
       Umweltforschung (UFZ) in Leipzig am Montag mit. Mit den Proben will ein
       Team aus Wissenschaftlern und Kläranlagen-Betreibern Erkenntnisse über den
       Infektionsgrad der Bevölkerung in Deutschland mit dem Coronavirus gewinnen.
       
       Dazu sollten ab Mitte Mai aus etwa 20 Kläranlagen täglich Proben entnommen
       werden, um sie auf Fragmente des neuartigen Coronavirus zu untersuchen.
       „Wir hoffen, dass wir bis zum Herbst eine Methodik haben“, sagte
       UFZ-Sprecherin Susanne Hufe. (dpa)
       
       Niedersachsen erwartet Steuereinbußen in Milliardenhöhe 
       
       14.30 Uhr: Niedersachsen stellt sich wegen der Coronakrise auf einen
       drastischen Einbruch der Steuereinnahmen ein. Für das Jahr 2020 werden
       knapp 3,4 Milliarden Euro weniger prognostiziert als bisher erwartet, wie
       Finanzminister Reinhold Hilbers, CDU, am Montag in Hannover bekanntgab. Bis
       einschließlich 2024 summieren sich die [4][erwarteten Einnahmeausfälle] auf
       fast acht Milliarden Euro. (rtr)
       
       ## Ungarn und Slowenien planen gemeinsame Grenzöffnung
       
       14.28 Uhr: Ungarn und Slowenien vereinbaren einen Fahrplan für die Öffnung
       der Grenzen zwischen beiden Ländern am 1. Juni. „Der Neustart unserer
       Wirtschaft ist nicht möglich ohne einen Neustart internationaler
       Zusammenarbeit“, erklärt Ungarns Außenminister Peter Szijjarto auf seiner
       Facebook-Seite. (rtr)
       
       Spanien will Ende Juni Grenzen für Touristen öffnen 
       
       14.28 Uhr: Spanien will zur Sommersaison Urlauber wieder ins Land lassen.
       „Von Ende Juni an werden wir mit den touristischen Aktivitäten beginnen“,
       kündigte Verkehrsminister Jose Luis Abalos am Montag im Sender TVE an. Bis
       dahin sollen auch die meisten Beschränkungen aufgehoben werden. Man müsse
       Spanien auch unter gesundheitlichen Gesichtspunkten zu einem attraktiven
       Land machen, sagte der Minister. Der Tourismus macht in Spanien mehr als
       zwölf Prozent der Wirtschaftsleistung aus.
       
       [5][Spanien] hatte erst vergangene Woche eine zweiwöchige Quarantäne für
       alle Einreisenden beschlossen. In Deutschland gilt die weltweite und damit
       auch Spanien umfassende Reisewarnung des Auswärtigen Amtes noch bis zum 14.
       Juni. Bundesaußenminister Heiko Maas beriet am Montag bei einer
       Videokonferenz mit europäischen Kollegen darüber, wie grenzüberschreitendes
       Reisen in Europa künftig möglich sein soll. (rtr)
       
       EU könnte Remdesivir in Kürze vorläufig zulassen 
       
       14.03 Uhr: Die EU-Arzneimittelbehörde EMA will offenbar in Kürze das
       antivirale Medikament Remdesivir zur Behandlung von Coronavirus-Patienten
       in Europa vorläufig zulassen. „Es könnte sein, dass eine bedingte
       Marktzulassung in den kommenden Tagen erteilt werden kann“, sagte
       EMA-Leiter Guido Rasi am Montag bei einer Anhörung im Europaparlament.
       Vorläufige Studien haben gezeigt, dass das ursprünglich gegen Ebola
       entwickelte Medikament des US-Konzerns Gilead die Genesungsdauer von
       Corona-Patienten verkürzen kann.
       
       Die bedingte Marktzulassung hänge davon ab, ob die Experten die bisher
       vorliegenden Studiendaten zu dem Medikament als „robust genug“ einstuften,
       sagte EMA-Chef Rasi im Gesundheitsausschuss des EU-Parlaments. Sie könne
       aber „sehr bald“ kommen. (afp)
       
       Pandemie sorgt für wirtschaftliche Reformen in Kasachstan 
       
       13.58 Uhr: Kasachstan will die Folgen der Pandemie durch
       Wirtschaftsreformen und ausländischer Investitionen überwinden. Dabei soll
       die kasachische Wirtschaft neu strukturiert werden, vor allem in den
       Bereichen Industrie, Energie, Landwirtschaft und Soziales. Als starker
       Antrieb für die wirtschaftliche Entwicklung und das Beschäftigungswachstum
       wird der Bau von neuen Wohnobjekten gesehen.
       
       Der Präsident der Republik Kasachstan Kassym-Schomart Tokajew kündigt eine
       Umstellung auf „grüne“ Energie an und will außerdem mit neuen
       Förderprogrammen ausländische Investoren locken.Investitionen in den
       Bausektor sind für die kasachische Regierung eine weitere Priorität. Laut
       Tokajew, ist in diesem Jahr ein Rekordvolumen für Bauarbeiten im Land
       geplant: 15 Millionen Quadratmeter oder 150 Tausend Wohnungen und Häuser
       sollen entstehen. (dpa)
       
       ## Bundesregierung warnt vor Falschinformationen
       
       13.16 Uhr: Die Bundesregierung hat vor [6][Falschinformationen im
       Zusammenhang mit dem Coronavirus] gewarnt. Beispielsweise sei in
       Deutschland keine Impfpflicht gegen das Coronavirus geplant, sagt
       Regierungssprecherin Ulrike Demmer. Die Bürger müssten genau hinsehen und
       sollten vor allem verlässliche Quellen nutzen. Falsche Informationen
       könnten Leben kosten. (rtr)
       
       „Vorbildlich“: NRW-Minister dankt Fußballfans und Ultras 
       
       12.57 Uhr: NRW-Innenminister Herbert Reul, CDU, hat den Fußballfans nach
       dem [7][Neustart der Bundesliga] für ihr „verantwortungsvolles Verhalten“
       gedankt. „Ich muss den Fans ein dickes Lob aussprechen.“, sagte der
       Minister laut Mitteilung. „Ausdrücklich“, so das Ministerium, beziehe Reul
       die Mitglieder der Ultra-Bewegung in seine Bewertung mit ein. „Ich habe die
       Ultras in der Vergangenheit das ein oder andere Mal kritisiert. Aber an
       diesem Wochenende haben sie sich wirklich vorbildlich verhalten“, wurde der
       Innenminister in einer Pressemitteilung am Montag zitiert.
       
       Die Geisterspiele in Dortmund, Düsseldorf und Köln waren am Wochenende laut
       Ministerium jenseits des Platzes „weitgehend störungsfrei verlaufen.“ Weder
       an den Stadien noch in den Innenstädten der Spielorte habe es nennenswerte
       Verstöße gegen Coronaschutzvorschriften oder Straftaten gegeben. (dpa)
       
       ## Guterres: Welt zahlt „hohen Preis“ für Uneinigkeit
       
       12.51 Uhr: UN-Generalsekretär António Guterres hat die uneinheitliche
       Reaktion der Weltgemeinschaft auf die Corona-Pandemie scharf kritisiert.
       „Verschiedene Länder haben verschiedene und manchmal widersprüchliche
       Strategien befolgt, und wir zahlen alle einen hohen Preis dafür“, sagte er
       am Montag in einer Videobotschaft zum Auftakt des Jahrestreffens der
       Weltgesundheitsversammlung. Guterres beklagte, es habe „sehr wenig
       Einigkeit“ gegeben bei der Reaktion auf die Ausbreitung des neuartigen
       Coronavirus. „Viele Länder haben die Empfehlungen der
       Weltgesundheitsorganisation ignoriert.“
       
       Die WHA ist eines der Hauptorgane der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
       WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus hatte am Freitag von „einer der
       wichtigsten Jahresversammlungen“ seit Gründung der WHO im Jahr 1948
       gesprochen. (afp)
       
       Lindner bezeichnet Umarmung eines Freundes als „Fehler“ 
       
       12.42 Uhr: Die spontane Umarmung bei der Verabschiedung sei ein „Fehler“
       gewesen, „wie er unter Freunden nach einem Abend leider passiert“, sagte
       Lindner dem Spiegel. Die Szene in Berlin-Mitte war fotografiert und von der
       örtlichen B.Z. veröffentlicht worden. „Das war kein Vorsatz, sondern
       Unkonzentriertheit“, sagte Lindner. Bei dem Umarmten handelt es sich dem
       Spiegel zufolge um den Immobilienunternehmer Steffen Göpel, der auch
       Honorarkonsul von Weißrussland ist. Lindner und Göpel kennen sich demnach
       schon seit Jahren.
       
       Auch andere Politiker hatten in jüngster Zeit die Corona-Abstandsregeln in
       Einzelfällen missachtet. So trug der sächsische Ministerpräsident Michael
       Kretschmer, CDU, am Wochenende bei der Diskussion mit Demonstranten in
       Dresden keinen Mundschutz. Auch Thüringens Regierungschef Bodo Ramelow,
       Linke, hatte jüngst eingeräumt, die Regeln verletzt zu haben. (afp)
       
       ## Nordseeinseln für Tagestouristen über Pfingsten gesperrt
       
       12.17 Uhr: Tagestouristen dürfen an Christi Himmelfahrt und dem kommenden
       Wochenende sowie an Pfingsten nicht die schleswig-holsteinischen
       Nordseeinseln und die meisten Halligen besuchen. Ein entsprechendes
       Betretungsverbot, das der Landrat von Nordfriesland, Florian Lorenzen,
       erlassen hat, gilt auch für St. Peter-Ording. (dpa)
       
       Belgien meldet höchste Sterberate seit Zweitem Weltkrieg 
       
       12.07 Uhr: Belgien verzeichnet wegen der Pandemie nach Angaben von
       Forschern eine Übersterblichkeit von historischem Ausmaß. „April 2020 war
       der tödlichste April seit dem Zweiten Weltkrieg, sowohl in absoluten Zahlen
       als auch pro Einwohner“, erklärten Forscher der Freien Universität Brüssel
       am Montag. Demnach sind die überzähligen Todesfälle „aller
       Wahrscheinlichkeit nach vollständig auf Covid-19“ zurückzuführen.
       
       Den Forschern zufolge starben im vergangenen Monat in Belgien knapp 15.000
       Menschen – rund 6000 mehr, als zu erwarten gewesen wäre. „Dabei ist der
       April einer der Monate, in denen die Sterblichkeitsrate normalerweise
       sinkt, weil sie aufgrund von Grippeepidemien während der Wintermonate
       Januar, Februar und März höher ist“, sagte Patrick Deboosere, Professor für
       Demografie an der VUB, der Nachrichtenagentur AFP. (afp)
       
       WHO: Europa muss sich auf zweite Welle vorbereiten 
       
       12.00 Uhr: Die europäischen Staaten sollten sich nach Ansicht der
       Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits jetzt auf eine [8][zweite
       tödliche Welle von Coronavirus-Infektionen] einstellen. Es sei an der „Zeit
       für die Vorbereitung, nicht für Feierlichkeiten“, sagte der
       WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, am Montag der britischen
       Zeitung The Telegraph. Er reagierte damit auf die Lockerung von Maßnahmen
       gegen die Pandemie in mehreren Ländern.
       
       Besonders besorgt äußerte sich der WHO-Regionaldirektor über die
       Möglichkeit einer „Doppelwelle“. „In dem Fall könnten wir eine zweite
       Covid-Welle haben und eine saisonale Grippe oder die Masern.“ Viele Kinder
       seien nicht gegen die Masern geimpft, warnte Kluge. Die Länder müssten die
       Zeit nun nutzen, um ihr [9][Gesundheitswesen zu stärken] und zum Beispiel
       die Kapazitäten in Krankenhäusern auszubauen. Zwar gingen in Staaten wie
       Großbritannien, Frankreich und Italien die Fallzahlen zurück, sagte der
       Experte. Aber das bedeute noch nicht, dass sich die Pandemie dem Ende
       nähere. Wegen der Coronakrise hält die WHO ihre zweitägige
       Jahresversammlung bis Dienstag nur online ab. (dpa)
       
       ## Restaurants und Kneipen in Dänemark wieder geöffnet
       
       11.37 Uhr: Die Dänen können seit heute wieder ins Café oder in die Kneipe
       gehen. Die vor rund zwei Monaten geschlossenen Lokale durften zum
       Wochenstart wieder öffnen. Gleiches galt für Kirchen, Moscheen und
       Synagogen. Auch die Schüler der sechsten bis zehnten Jahrgangsstufen nahmen
       ihren Unterricht im Klassenzimmer wieder auf. Dänemark hat im Kampf gegen
       die Ausbreitung des Virus große Fortschritte gemacht und befindet sich
       derzeit in der zweiten Phase der Lockerung der Maßnahmen. In Phase eins
       waren Mitte April zunächst die Kinderkrippen, Kindergärten und Schulen bis
       zur fünften Klasse geöffnet worden, in Phase zwei war vor einer Woche
       bereits der gesamte Einzelhandel wieder aufgemacht worden. Eine
       Entscheidung über die Öffnung der dänischen Grenzen nach Deutschland,
       Norwegen und Schweden steht dagegen weiter aus. (dpa)
       
       ## Wenige Neuinfektionen in den meisten Kreisen
       
       11.31 Uhr: Ein Großteil der Landkreise und kreisfreien Städte hat binnen
       einer Woche nur sehr wenige oder gar keine Neuinfektionen gemeldet. Das
       geht aus einer Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Allerdings
       weist das RKI darauf hin, dass die Angaben durch Übermittlungsverzüge von
       den tatsächlichen Zahlen abweichen können. Der Übersicht zufolge sind in
       rund 50 Landkreisen innerhalb von sieben Tagen keine neuen Ansteckungen
       bekannt geworden. In rund 220 waren es fünf oder weniger Neuinfektionen auf
       100.000 Einwohner. Eine Handvoll Kreise kratzten aber auch an der von der
       Politik festgelegten Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner
       und Woche – oder lagen darüber. Der Wert dient als Grenze, bei deren
       Überschreitung strikte Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie
       vorgesehen sind – in der betreffenden Region. Die Reproduktionszahl, kurz
       R-Wert, lag nach RKI-Angaben vom Sonntag bei 0,94. Das bedeutet, dass jeder
       Infizierte im Mittel etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. (dpa)
       
       ## Viele Lockerungen in Italien
       
       11.24 Uhr: Auf den Straßen wird es voller, Bars, Restaurants und Friseure
       dürfen wieder öffnen: Italien hat nach rund zweieinhalb Monaten Lockdown
       den bisher größten Schritt bei den Lockerungen gemacht. Heute durften auch
       der Einzelhandel und Museen sowie Bibliotheken öffnen. Die Menschen können
       nun wieder Freunde treffen und an den Strand. Überall gelten jedoch
       Abstandsregeln von mindestens einem Meter. Mundschutz ist in geschlossenen
       Räumen vorgeschrieben. Rund 32.000 Menschen sind in Italien an den Folgen
       einer Covid-19 gestorben. Die offizielle Zahl der Infektionen liegt bei
       mehr als 225.000. Die Zahl der neuen Infektionen geht seit langem zurück.Es
       ist immer noch nicht erlaubt, ohne triftigen Grund zwischen den
       italienischen Regionen zu reisen. Die Einreise aus dem Ausland ist erst ab
       dem 3. Juni wieder erlaubt. Für Ärger sorgt vor allem, dass Schulen und
       Kitas bis September noch geschlossen bleiben sollen. Alternative
       Kinderbetreuung gibt es bisher nicht. (dpa)
       
       ## Spanien dämpft Hoffnung auf baldige Grenzöffnung
       
       11.24 Uhr: Spaniens Regierung hat Hoffnungen auf eine baldige Grenzöffnung
       für Touristen gedämpft. „Ich hoffe, dass wir die touristischen Aktivitäten
       Ende Juni wieder aufnehmen können“, sagte Verkehrsminister José Luis
       Ábalos. „Wir können nicht die Einreise von Ausländern erlauben, während wir
       die Bevölkerung einer Ausgehsperre unterziehen“, erklärte er. Die
       Hoffnungen waren gewachsen, nachdem Italien die Grenzöffnung für Touristen
       ab dem 3. Juni angekündigt hatte. Spanien hat zwar bereits mit einer
       [10][vorsichtigen Lockerung der Kontaktsperre] begonnen. Die linke
       Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez will jedoch den seit Mitte
       März und noch bis zum 23. Mai geltenden Notstand um einen weiteren Monat
       bis Ende Juni verlängern. Über die Verlängerung wird das Parlament am
       Mittwoch debattieren und abstimmen. Erst Ende Juni, nach Abschluss der
       sogenannten Phase 3 der Lockerungen, werden die Spanier den Plänen zufolge
       auch ihre Provinz verlassen dürfen. (dpa)
       
       ## Ifo-Institut warnt: Unterrichtsausfall schmälert Einkommen
       
       11.21 Uhr: Möglichst viele Schüler sollten aus Sicht des Ifo-Instituts bald
       wieder möglichst viel Unterricht bekommen, da sich der Lernausfall negativ
       auf ihr späteres Einkommen auswirkt. Gehe etwa ein Drittel des Schuljahres
       verloren, sei dies über das Berufsleben durchschnittlich „mit rund drei bis
       vier Prozent geringerem Erwerbseinkommen“ verbunden, schrieb
       Ifo-Bildungsökonom Ludger Wößmann in einem Artikel, den das Münchner
       Forschungsinstitut heute veröffentlichte. Bleibe Schulunterricht aus,
       schmälere das die Kompetenzentwicklung und den späteren Erfolg betroffener
       Schüler am Arbeitsmarkt dauerhaft, warnte Wößmann. (afp)
       
       ## Brasilien meldet mehr Infizierte als Spanien und Italien
       
       11.11 Uhr: In Brasilien breitet sich die Pandemie immer schneller aus.
       Inzwischen wurden mehr als 240.000 Infektionen registriert, etwa 16.000
       Menschen sind an den Folgen von Covid-19 verstorben, wie die Zeitung
       „Estado de São Paulo“ berichtete. Damit hat Brasilien Italien und Spanien
       in der Zahl der Infizierten überholt. Besonders dramatisch ist die
       Situation in den Metropolen São Paulo und Rio de Janeiro sowie in der
       Amazonas-Region.
       
       Dennoch weist Präsident Jair Bolsonaro weiterhin alle Schutzmaßnahmen
       zurück und verharmlost die Pandemie als „kleine Grippe“. São Paulos
       Bürgermeister Bruno Covas [11][warnte derweil vor einem kompletten Kollaps
       des Gesundheitswesens]. Schon jetzt seien mehr als 90 Prozent der
       Intensiv-Betten belegt, sagte er. (epd)
       
       ## Belgien lockert Beschränkungen
       
       10.51 Uhr: Belgierinnen und Belgier dürfen seit heute wieder zum Friseur.
       Mit dem Wochenbeginn startet das Königreich in die nächste Phase der
       Lockerungen. So dürfen die Menschen von nun an auch wieder ins Museum oder
       in den Zoo – Tickets müssen online oder per Telefon gekauft werden. Auch
       Nagel- und Tattoostudios öffnen unter bestimmten Hygieneauflagen wieder,
       ebenso Märkte mit bis zu 50 Ständen. Schulen nehmen den Unterricht nach und
       nach wieder auf. Sportmannschaften dürfen im Freien wieder mit bis zu 20
       Personen trainieren. Zu Hochzeiten und Begräbnissen sind bis zu 30 Personen
       zugelassen. Es handelt sich [12][in Belgien um Phase zwei der Lockerung]
       von Beschränkungen. Start der Phase drei ist für den 8. Juni vorgesehen.
       (dpa)
       
       ## Petersdom wieder offen
       
       10.35 Uhr: Papst Franziskus hat den Petersdom nach wochenlanger Sperre mit
       einer Messe zum 100. Geburtstag für Johannes Paul II. eröffnet. Franziskus
       würdigte den polnischen Papst, der dem Volk immer nahe gewesen sei. Karol
       Wojtyla war von 1978 bis zu seinem Tod 2005 Oberhaupt der katholischen
       Kirche gewesen – so lange wie kaum ein Papst vor ihm. Er wäre heute 100
       Jahre alt geworden. Johannes Paul „wollte soziale Gerechtigkeit,
       Gerechtigkeit unter den Völkern. Eine Gerechtigkeit, die Kriege vertreibt“,
       sagte Franziskus.
       
       Der Petersplatz und der Petersdom in Rom waren seit dem 10. März wegen der
       Pandemie gesperrt. Heute öffnete die Basilika wieder für Besucher. Auch
       Gottesdienst sind in Italien nun wieder erlaubt – allerdings gelten
       Abstands- und Hygieneregeln. (dpa)
       
       ## Taiwan protestiert gegen Ausschluss von WHO-Jahrestagung
       
       10.29 Uhr: Taiwan hat Protest gegen ihren Ausschluss von der Jahrestagung
       der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingelegt. Kurz vor Beginn der
       Video-Tagung bezeichnete es Taiwans Gesundheits- und Sozialminister Chen
       Shih-chung als einen „Verlust für die WHO“, dass [13][das taiwanische
       Modell zur Bekämpfung des Virus] nicht mit der Weltgemeinschaft geteilt
       werden könne. Man habe so auch keine Chance, von den Erfahrungen anderer
       Staaten zu lernen.
       
       Über die Frage, ob Taiwan bei der Jahresversammlung der WHO teilnehmen
       darf, war ein heftiger Streit entbrannt. China betrachtet die Insel als
       abtrünnige Provinz und blockiert ihre Teilnahme seit drei Jahren. Bislang
       haben die anderen der 194 Mitgliedsländer das hingenommen, aber in diesem
       Jahr haben die USA Verbündete zusammengetrommelt, um Taiwans Teilnahme
       durchzusetzen. Von Bundeskanzlerin Angela Merkel war zum Auftakt der
       Konferenz eine Videobotschaft geplant. Deutschland ist für die Teilnahme
       Taiwans. (dpa)
       
       ## Ryanair plant Standortschließungen
       
       10.28 Uhr: Europas größter Billigflieger Ryanair erwartet wegen der
       Pandemie einen [14][Einbruch der Passagierzahlen] um fast die Hälfte auf
       weniger als 80 Millionen. Die Iren schraubten damit ihre Erwartung binnen
       einer Woche um weitere 20 Prozent zurück. Aber auch diese Zahl sei
       bestenfalls geraten, erklärte Ryanair-Chef Michael O'Leary. Es sei derzeit
       unmöglich, für die kommenden zwölf Monate angesichts der Krise einen
       Ausblick zu geben. Ryanair plant wegen des Geschäftseinbruchs, unprofitable
       Standorte in Europa zu schließen. Akut gefährdet ist der Hauptstandort der
       österreichischen Tochter Lauda Air in Wien. Dies werde außerdem Basen in
       Deutschland, Großbritannien und Spanien betreffen. Später sollten auch
       Stützpunkte in Italien, Belgien und Osteuropa überprüft werden. Bei Europas
       größter Billigairline werden voraussichtlich rund 3.000 Piloten und
       Flugbegleiter sowie 250 Beschäftigte der Zentrale in Irland entlassen.
       (rtr)
       
       ## Österreich: Viele Kinder können wieder zur Schule
       
       10.12 Uhr: Ein Großteil der österreichischen Kinder und Jugendlichen kann
       [15][wieder zur Schule gehen]. Seit heute werden die 6- bis 14-Jährigen
       wieder unterrichtet. Für rund 700.000 Schüler endet damit in dieser Woche
       das coronabedingte Homeschooling – durch die Aufteilung mancher Klassen ist
       der erste Schultag aber für einige erst am Donnerstag. Für den Neustart der
       Schulen hat das österreichische Bildungsministerium ein Hygienehandbuch
       geschrieben. In der Schule muss grundsätzlich ein Mund-Nasen-Schutz
       getragen werden, der erst am Platz in der Klasse abgenommen werden darf.
       Zudem werden die Klassen ab 19 Schülern in zwei Gruppen aufgeteilt. Die
       erste Gruppe darf dann von Montag bis Mittwoch in die Schule, die zweite
       Gruppe am Donnerstag und Freitag. In der Woche darauf werden die Tage
       getauscht. Schularbeiten gibt es keine mehr, auch Turn- und
       Nachmittagsunterricht entfallen vorerst. (dpa)
       
       ## Merkel und Macron planen Initiative für die Wirtschaft
       
       10.09 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der französische
       Präsident Emmanuel Macron planen eine deutsch-französische Initiative für
       die wirtschaftliche Erholung Europas. Am Nachmittag wollen Merkel und
       Macron in einer Videoschalte über die Initiative beraten, wie das Presseamt
       mitteilte. Um 17.00 Uhr wollen die Kanzlerin und der französische Präsident
       ihren Plan dann in einer gemeinsamen Video-Pressekonferenz in Berlin und
       Paris der Öffentlichkeit vorstellen. Darin soll es um die Belebung der
       Wirtschaft in Europa gehen. (afp)
       
       ## Ungarn will Corona-Dekret zurückziehen
       
       9.53 Uhr: Ungarns Regierung will die umstrittenen Dekrete Ende Mai wieder
       rückgängig machen. Ein entsprechender Vorschlag werde am 26. Mai im
       Parlament eingereicht, zitiert der Sender hirtv.hu den Stabschef von
       [16][Ministerpräsident Viktor Orban], Gergely Gulyas. Die weitreichenden
       Sonderrechte der Regierung könnten dann nach wenigen Tagen Beratung Anfang
       Juni auslaufen. Das Parlament hatte Orban im März das Recht eingeräumt, per
       Dekret zu regieren. Das hatte scharfe Kritik von Opposition und
       EU-Regierungen ausgelöst. (rtr)
       
       ## Fast 90.000 Corona-Tote in den USA
       
       9.30 Uhr: In den USA ist die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem
       Coronavirus auf fast 90.000 gestiegen. Wie die Johns-Hopkins-Universität am
       Sonntagabend (Ortszeit) mitteilte, starben in den vorangegangenen 24
       Stunden 820 Menschen. Dies sei die niedrigste Opferzahl seit dem 10. Mai.
       Landesweit wurden bislang 1.486.367 Infektionen nachgewiesen – mehr als 30
       Prozent der weltweit registrierten Infektionsfälle. Mit rund 89.500 Fällen
       sind [17][die USA überdies mit Abstand das Land mit den meisten
       Corona-Toten] weltweit. (afp)
       
       Kramp-Karrenbauer spricht sich gegen Steuerhöhungen aus 
       
       9.03 Uhr: Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer schließt
       Steuererhöhungen zur Finanzierung der Corona-Folgen aus. Kramp-Karrenbauer
       sagte der „Saarbrücker Zeitung“ (Montag): „Ich sehe nicht, wie
       Steuererhöhungen dazu beitragen könnten, dass Betriebe investieren und
       Menschen Geld ausgeben.“ Beides sei aber wichtig, damit die Wirtschaft
       wieder Fahrt aufnehme. (dpa)
       
       Kramp-Karrenbauer: Lohnfortzahlung für Eltern verlängern 
       
       6.39 Uhr: Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer spricht sich dafür
       aus, Eltern, die ihre Kinder wegen der Corona-Einschränkungen weiterhin zu
       Hause betreuen müssen, auch künftig eine Lohnfortzahlung zu gewähren. Diese
       Hilfe solle bis zum Ende des Jahres fortgesetzt und die Bezugsdauer von
       sechs auf zehn Wochen erhöht werden, sagte Kramp-Karrenbauer der
       Saarbrücker Zeitung.
       
       Bisher bekommen Eltern nach einer Regelung im Infektionsschutzgesetz eine
       Lohnfortzahlung von 67 Prozent des Nettoeinkommens bis zu einer Grenze von
       2.016 Euro im Monat, wenn sie nicht arbeiten können, weil ihre Kinder wegen
       der Schließungen von Kitas und Schulen nicht betreut werden. Die
       Lohnersatzleistung wird von Bund und Ländern je zur Hälfte finanziert, was
       einige Länder kritisieren. (epd)
       
       Weiterer Coronavirus-Ausbruch in deutschem Schlachthof 
       
       6.38 Uhr: Kurz vor Beratungen des sogenannten Corona-Kabinetts über die
       [18][Missstände in der Fleischindustrie] ist ein weiterer massiver Ausbruch
       des Virus in einem deutschen Schlachtbetrieb bekannt geworden. 92
       Mitarbeiter eines Schlachthofs im niedersächsischen Dissen wurden positiv
       getestet, wie der Landkreis Osnabrück am Sonntagabend mitteilte. Die für
       die Bekämpfung des Virus zuständigen Kabinettsmitglieder wollen am Montag
       über eine mögliche stärkere Regulierung der Fleischbranche beraten.
       
       Für die infizierten Mitarbeiter der Firma in Dissen und ihre
       Kontaktpersonen wurde Quarantäne angeordnet. Die Produktion in dem
       Schlachthof wurde ausgesetzt. Viele der Infizierten wohnten in
       Sammelunterkünften und würden [19][von Subunternehmen beschäftigt], teilte
       der Landkreis ferner mit. Bereits zuvor waren in mehreren anderen deutschen
       Schlachthöfen zahlreiche Coronavirus-Infektionsfälle aufgetreten. (afp)
       
       Tiefkühlpizza und Spinat im Magen statt Virus in der Lunge 
       
       4.45 Uhr: Viele Menschen [20][decken sich in der Coronakrise mit
       Tiefgekühltem ein] und bescheren Herstellern ein Nachfragehoch. Dem
       Tiefkühllebensmittelvertreiber Eismann haben die Bestellungen ein
       Umsatzplus von 34 Prozent im April eingebracht, wie ein Sprecher sagte.
       Ende März, zu Beginn der Einschränkungen, seien die Online-Einkäufe
       „explodiert“ und um bis zu 300 Prozent gestiegen.
       
       Bei den meisten Kunden hätten dabei gefrorener Rahmspinat, junge Erbsen und
       Lachsfilet auf der Einkaufsliste gestanden. Auch jetzt werde mehr bestellt
       als gewöhnlich, die sehr großen Einkäufe hätten aber abgenommen, hieß es.
       Auch Tiefkühlpizza ist in der Corona-Krise häufig über die Ladentheke
       gegangen. Von einem „steilen Anstieg“, der deutlich über der Nachfrage im
       Vorjahr gelegen habe, berichtete ein Sprecher von Dr. Oetker. (dpa)
       
       ## Über 2.000 Neuinfektionen in Mexiko gemeldet
       
       4.01 Uhr: Mexiko meldet 2.075 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die
       Gesamtzahl der offiziell bestätigten Fälle liegt damit bei 49.219 Fällen.
       Die Zahl der Todesfälle durch Covid-19, die durch das neuartige Coronavirus
       verursachte Atemwegserkrankung, steigt um 132 auf insgesamt 5.177. Der
       stellvertretende Gesundheitsminister Hugo Lépez-Gatell gibt in einer
       Pressekonferenz bekannt, dass sich die Fälle in der vergangenen Woche in
       Mexiko-Stadt und der Region, die die höchste Infektionsrate des Landes
       aufweist, stabilisiert hätten. (rtr)
       
       Niedrigste Toten-Zahl in Italien und Spanien seit Monaten 
       
       3.02 Uhr: In mehreren europäischen Ländern sind die Zahlen neuer Todesopfer
       am Sonntag auf den niedrigsten Stand seit Monaten gesunken. So wurden in
       Italien nach Angaben des Zivilschutzes 145 Verstorbene binnen 24 Stunden
       verzeichnet. Spanien registrierte 87 weitere Corona-Tote. Es war dort das
       erste Mal in zwei Monaten, dass die Zahl der täglichen Todesopfer unter 100
       lag. In Großbritannien wurden 170 weitere Todesfälle gemeldet. Dies war die
       niedrigste Zahl seit Ende März. (afp)
       
       ## Chinas gemeldete Neuinfektionen sind einstellig
       
       2.47 Uhr: Die chinesischen Behörden melden sieben neue Coronavirus-Fälle,
       am Vortag waren es fünf. Nach Angaben der nationalen
       Gesundheitskommissionen stammen vier von Reisenden aus der Inneren
       Mongolei. (rtr)
       
       ## SPD-Papier fordert Milliardenschirm für Auszubildende
       
       0.03 Uhr: Führende Arbeits- und Bildungspolitiker der
       SPD-Bundestagsfraktion haben einen Rettungsschirm für die rund 1,3
       Millionen Auszubildenden gefordert. In einem Zehn-Punkte-Plan, der der
       Düsseldorfer Rheinischen Post vorliegt, sehen sie Prämien und Boni für
       Betriebe und Azubis in Milliardenhöhe vor, die aus Steuermitteln finanziert
       werden sollen. So wollen Fraktionsvize Bärbel Bas, der bildungspolitische
       Sprecher der Fraktion, Oliver Kaczmarek, sowie die frühere
       SPD-Generalsekretärin und Expertin für berufliche Bildung, Yasmin Fahimi,
       Unternehmen eine Übernahmeprämie zahlen, wenn sie Azubis aus
       Insolvenzbetrieben bei sich weiter beschäftigen und ausbilden.
       
       „Die Leistungen des Bundes wären vergleichbar mit denen für Studierende“,
       so Bas. Diese belaufen sich auf rund eine Milliarde Euro. In dem Papier ist
       zudem vorgesehen, dass Betriebe, in denen mehr als die Hälfte der
       Mitarbeiter von Kurzarbeit betroffen ist, eine Geldspritze in Höhe von 80
       Prozent des Azubi-Gehalts bekommen. Die Zuwendung solle nicht rückzahlbar
       sein und im Rahmen einer Projektförderung erfolgen. „Handelt die
       Bundesregierung nicht, droht nach der Corona-Krise der schlimmste
       Fachkräftemangel, den es bislang gab“, sagte Bas. (dpa)
       
       ## Heiko Maas prognostiziert Ende weltweiter Reisewarnung
       
       0.00 Uhr: Außenminister Heiko Maas, SPD, hat sich zuversichtlich geäußert,
       dass ein [21][Sommerurlaub zumindest in Europa möglich] wird. „Es gibt
       vielfach positive Entwicklungen“, sagte der SPD-Politiker am Sonntagabend
       der ARD. Einige Länder hätten angekündigt, ab Juni oder Juli ihre Grenzen
       für Touristen wieder zu öffnen. Und auch die Bundesregierung wolle ihre
       Beschränkungen lockern, kündigte er an. „Wir wollen nach dem 15. Juni
       eigentlich keine weltweite Reisewarnung mehr haben. Sondern wir wollen das
       ersetzen durch Reisehinweise, aus denen die Leute erkennen können: Wo kann
       man hinfahren? Ist es verantwortbar? Und vor allem: Welche Regelungen
       gelten da?“
       
       Der Außenminister will heute mit seinen Kollegen aus beliebten
       Urlaubsländern darüber beraten, wie die Reisebeschränkungen gelockert
       werden können. Zu der Videokonferenz sind Griechenland, Spanien, Italien,
       Österreich, Kroatien, Portugal, Malta sowie Slowenien, Zypern und Bulgarien
       eingeladen.
       
       Maas warb zugleich dafür, die Quarantänebestimmungen innerhalb der EU
       aufzuheben, sie sollten nur noch für Menschen gelten, die aus Drittstaaten
       von außerhalb einreisen. Maas wies auch darauf hin, dass es in allen
       Urlaubsländern Einschränkungen wegen der Virus-Pandemie geben werde. „Das,
       was wir als normal empfinden im Sommerurlaub, wird es dieses Jahr nirgendwo
       geben.“ (dpa)
       
       ## EU-Kommisionsvizin kritisiert Unterschiede bei Staatshilfen
       
       0.00 Uhr: Die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Margrethe Vestager, äußert
       sich besorgt über „riesige Unterschiede“ bei den Corona-Staatshilfen
       [22][der Mitgliedsländer]. Den Statistiken der Kommission zufolge entfalle
       die Hälfte der genehmigten Corona-Hilfen auf Deutschland, sagt sie der
       Süddeutsche Zeitung einem Vorabbericht zufolge. Es bestehe die Gefahr, dass
       dies den Wettbewerb auf dem Binnenmarkt verzerre und die wirtschaftliche
       Erholung verlangsame. Dies sei „zu einem gewissen Grad schon eingetreten“,
       zitiert sie das Blatt. (rtr)
       
       Indien verlängert Ausgangssperre ein weiteres Mal 
       
       0.00 Uhr: Indien verlängert die Ausgangssperre ein weiteres Mal. Die
       bestehenden Maßnahmen würden nun bis mindestens 31. Mai gelten, teilte das
       Innenministerium in Neu Delhi am Sonntag mit. Die Ausgangssperre für alle
       1,3 Milliarden Bürger des Landes war Ende März verhängt worden. Die damit
       einhergehende Einstellung des Zugverkehrs hat Millionen Wanderarbeiter bei
       der Rückkehr in ihre Heimat vor große Probleme gestellt. Zahlreiche
       Menschen sind schon bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen oder auf langen
       Fußmärschen an Hunger und Erschöpfung gestorben.
       
       In Indien wurden nach offiziellen Angaben bislang knapp 91.000 Infektionen
       mit dem neuartigen Coronavirus registriert, mehr als 2800 Erkrankte
       starben. Einige Experten kritisieren aber, dass in dem
       zweitbevölkerungsreichsten Land der Erde zu wenig getestet werde. (afp)
       
       [23][Hier] finden Sie die Live-Ticker der vergangenen Tage. Alle Texte der
       taz zum Thema finden sich in unserem [24][Schwerpunkt Coronavirus].
       
       18 May 2020
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] /!s=Klaudia+Lagozinski/
 (DIR) [2] /!s=Anselm+Denfeld/
 (DIR) [3] /Das-Klo-im-Kino/!5676368
 (DIR) [4] /Archiv-Suche/!432506&s=steuereinbu%C3%9Fen&SuchRahmen=Print/
 (DIR) [5] /Spaniens-Politiker-Julio-Anguita/!5686086
 (DIR) [6] /Vermeintliches-Wissen-in-der-Coronakrise/!5683243
 (DIR) [7] /Fussball-Bundesliga-mit-Restart/!5686048
 (DIR) [8] /Corona-in-China/!5685392
 (DIR) [9] /Verfolgung-von-Infektionsketten/!5681158
 (DIR) [10] /Schrittweise-Lockerung-in-Spanien/!5683729
 (DIR) [11] /Coronakrise-in-Brasilien/!5686681
 (DIR) [12] /Grenzoeffnungen-in-der-Europaeischen-Union/!5683167
 (DIR) [13] /Covid-19-in-China-Suedkorea-und-Taiwan/!5676221
 (DIR) [14] /Staedtetourismus-in-Coronazeiten/!5681376
 (DIR) [15] /Die-Schultore-oeffnen-sich/!5681616
 (DIR) [16] /Kurs-gegenueber-Ungarn/!5677459
 (DIR) [17] /Rechte-in-den-USA/!5685885
 (DIR) [18] /Covid-19-in-der-Fleischindustrie/!5681708
 (DIR) [19] /Nach-Coronainfektionen-in-Schlachthoefen/!5683773
 (DIR) [20] /Wie-Corona-Essgewohnheiten-veraendert/!5679443
 (DIR) [21] /Jakobsweg-und-das-Coronavirus/!5683598
 (DIR) [22] /Kein-Kurzarbeitergeld-bei-Dividenden/!5683618
 (DIR) [23] /Corona-Live-Ticker/!t5679126/
 (DIR) [24] /Schwerpunkt-Coronavirus/!t5660746/
       
       ## TAGS
       
 (DIR) Corona Live-Ticker
 (DIR) Schwerpunkt Coronavirus
 (DIR) Gesundheit
 (DIR) Mallorca
 (DIR) Kommunen
 (DIR) Schwerpunkt Coronavirus
 (DIR) Urlaub
 (DIR) Schwerpunkt Coronavirus
 (DIR) Schwerpunkt Coronavirus
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Vor der Rückkehr der Touristen: Mallorca atmet durch
       
       Der Tourismus hatte der Natur der spanischen Urlaubsinsel Mallorca schwer
       zugesetzt – insbesondere dem Naturpark Es Trenc. Dann kam Corona.
       
 (DIR) CDU-Politiker über Rettungsschirm: „Kein kultureller Kahlschlag“
       
       Mit Uwe Becker lobt auch ein CDU-Politiker den Vorschlag von
       SPD-Finanzminister Scholz zur Rettung der Kommunen. Es geht um 57
       Milliarden Euro.
       
 (DIR) +++ Corona News am Dienstag +++: Über die Hälfte für Vermögensabgabe
       
       Laut einer Umfrage wollen 51 Prozent der Deutschen, dass Reiche für die
       Kosten der Pandemie aufkommen. Die Nachrichten zum Coronavirus im
       Live-Ticker.
       
 (DIR) Pro und contra Urlaub im Ausland: Endlich wieder auswärts urlauben?
       
       Außenminister Maas spricht vom kontrollierten Wiedereinstieg in den
       europäischen Tourismus. Sollte man Sommerurlaub in anderen Ländern machen?
       
 (DIR) Steuerausfälle infolge von Corona: Nicht neu, aber trotzdem gut
       
       Die Pläne von Finanzminister Scholz zur Entlastung der Kommunen würden
       bundesweit die Lebensverhältnisse angleichen. Das Geld käme uns allen
       zugute.
       
 (DIR) „Hygiene-Demonstrationen“ in Berlin: Lederkutte trifft Steppjacke
       
       19 Demonstrationen waren angemeldet. Es traten auf: Esoteriker,
       Verschwörer, Neonazis – und die Antifa. Nach Freiheitsberaubung sah das
       nicht aus.