# taz.de -- Lockerung der Maßnahmen gegen Corona: Tourismus in Trippelschritten
       
       > Im Mai wollen die norddeutschen Küstenländer die Einschränkungen für
       > Feriengäste stufenweise und mit Blick auf die Infektionszahlen lockern.
       
 (IMG) Bild: So soll es nicht bleiben: verwaister Strand an der Ostsee
       
       Hamburg taz | Nach Schleswig-Holstein dürfen ab dem 4. Mai
       Zweitwohnungsbesitzer*innen und Dauercamper, die sich autark versorgen
       können, zurückkehren. Das der erste Schritt eines Exit-Plans für den
       Tourismus, den die Kieler Landesregierung knapp sechs Wochen nach den
       ersten [1][Schließungen aufgrund der Corona-Pandemie] vorgelegt hat. „Wir
       müssen zwischen den Schritten zwei Wochen warten, um auf
       Neuinfektionszahlen zu reagieren“, sagte Harald Haase, Sprecher des
       Wirtschaftsministeriums.
       
       Schritt zwei im Schleswig-Holsteinischen Exit-Plan: Öffnung der
       Ferienwohnungen und der Gastronomie – aber nur, wenn Abstands- und
       Hygieneregeln eingehalten werden. „Das setzt für die Menschen ein hohes Maß
       an Eigenverantwortung voraus“, sagte Haase. Im dritten Schritt soll die
       Hotellerie hochgefahren, jedoch nicht ausgelastet werden, um Abstand zu
       ermöglichen. Im letzten Schritt sollen Tagesgäste nach Schleswig-Holstein
       zurückkehren dürfen.
       
       Wann sich Niedersachsen für [2][Tourist*innen öffnet], will Eike Frenzel,
       Sprecher des Wirtschaftsministeriums nicht verraten, nur so viel: „Es soll
       auch Anfang Mai sein.“ Am niedersächsischen Drei-Phasen-Konzept haben auch
       Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen mitgearbeitet.
       
       Zweitwohnungsbesitzer*innen und Dauercamper dürfen auch in diesem Konzept
       als Erste reisen. In Phase zwei dürfen Ferienwohnungen, Hotels,
       Jugendherbergen und die Gastronomie unter strengen Abstands- und
       Hygieneauflagen öffnen. Im letzten Schritt dürfen Theater und andere
       Kulturveranstaltungen starten.
       
       Mecklenburg-Vorpommern erlaubt Zweitwohnungsbesitzer*innen seit dem 1. Mai
       zurückzukehren. Susann Wippermann, tourismuspolitische Sprecherin der
       SPD-Fraktion im Landtag, warnt bei allem Verständnis für die
       Tourismusbranche vor voreiligen Lockerungen. Man müsse erst mal andere
       Lockerungen, etwa bei der Kinderbetreuung, abwarten. Das Land plant eine
       Öffnung in fünf Schritten unter strengen Auflagen, die denen der anderen
       norddeutschen Länder ähneln.
       
       2 May 2020
       
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