# taz.de -- +++ Corona News vom 31.03. +++: Bußgeldkatalog für Berlin
       
       > Laut Kultursenator Lederer soll Donnerstag über Bußgelder entschieden
       > werden. Spahn ist gegen Maskenpflicht. Die Nachrichten zum Coronavirus im
       > Live-Ticker.
       
 (IMG) Bild: Nicht zu lange auf einer Bank sitzen bleiben: Berliner Polizisten auf Streife im Görlitzer Park
       
       15.40 Uhr: In den USA sollen Hunderte Behelfskliniken für
       Coronavirus-Patienten errichtet werden. Dabei soll das Militär helfen. „Das
       Ausmaß ist immens“, sagt Generalleutnant Todd Semonite dem TV-Sender ABC.
       Inspiziert würden derzeit landesweit 341 Objekte, die dafür infrage kämen.
       In den USA sind mittlerweile mehr als 160.000 Menschen mit dem Virus
       infiziert, mehr als 3.000 sind gestorben.
       
       15.36 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, CDU, spricht sich gegen
       eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken in der Öffentlichkeit aus. „In der
       jetzigen Lage sehe ich keine Notwendigkeit zu einer Verpflichtung“, sagt
       Spahn.
       
       15.20 Uhr: Bundesfinanzminister Olaf Scholz will in der Coronakrise stark
       betroffenen Ländern wie Italien unter anderem mit Mitteln aus dem
       Rettungsfonds ESM helfen. Dieser könne eine vorsorgliche Kreditlinie für
       Staaten bereitstellen, die jetzt zusätzliches Geld bräuchten. Außerdem
       müsse die Europäische Investitionsbank (EIB) eine Rolle spielen.
       
       15.15 Uhr: Das [1][Land Berlin will am Donnerstag einen Bußgeldkatalog für
       Verstöße gegen Auflagen wegen der Coronaviruskrise beschließen]. Man sei
       sich im Prinzip einig, sagt Kultursenator Klaus Lederer, Linke. Es seien
       aber noch Details zu klären.
       
       15.00 Uhr: Die Bundesregierung plant Insidern zufolge in der Coronakrise
       weitere Hilfen für mittelständische Unternehmen. Es gehe konkret um Firmen
       mit mehr als zehn Mitarbeitern, die aber zu klein für den neuen
       Wirtschaftsstabilisierungsfonds seien, hieß es am Dienstag in
       Regierungskreisen. Es gebe dazu momentan Gespräche, um die Details zu
       klären.
       
       14.57 Uhr: Die Bundesagentur für Arbeit rechnet im April [2][als Folge der
       Viruskrise mit einer deutlichen Zunahme der Arbeitslosenzahl]. „Wir gehen
       zur Zeit davon aus, dass die Arbeitslosigkeit um 150.000 bis 200.000
       Menschen gestiegen ist“, sagte BA-Chef Detlef Scheele in Berlin. Die
       März-Zahlen der BA bilden die Krise noch nicht ab, weil der Zähltag vor der
       Verschärfung der Viruskrise lag.
       
       14.53 Uhr: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will die unterbrochene Saison im
       Mai – voraussichtlich mit Geisterspielen – fortsetzen und möglichst bis
       Ende Juni abschließen. „Wir freuen uns, den Menschen ein kleines Stück
       Normalität zurückzubringen“, sagte DFL-Chef Christian Seifert. „Mindestens
       bis zum Ende der Saison ist es unrealistisch, vor vollen Stadien zu
       spielen.“ Wenn die Saison abgebrochen werden müsste und die Gelder für die
       Fernsehübertragungen nicht flössen, kämen einige Vereine in
       existenzbedrohende Situationen, warnte er.
       
       14.50 Uhr: Der internationale Luftfahrt-Verband (Iata) stimmt die
       Fluggesellschaften auf viele Monate der Entbehrungen ein. Er sehe nicht,
       dass die Branche vor dem Jahr 2021 wieder auf das Niveau kommen könne, das
       sie vor der Coronakrise gehabt habe, sagt Iata-Chefvolkswirt Brian Pearce.
       Auch die Flugzeugbauer würden leiden. Er kenne niemanden, der vor dem
       Jahresende noch ein Flugzeug kaufen wolle, sagt Iata-Chef Alexandre de
       Juniac.
       
       14.30 Uhr: Die Oppositionsführerin im US-Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi,
       [3][fordert von US-Präsident Donald Trump eine Ausweitung der Tests von
       Coronavirus-Infektionen]. Die US-Regierung müsse die Maßnahmen gegen
       Covid-19 besser koordinieren, sagt sie dem Sender MSNBC.
       
       14.20 Uhr: Bei der staatlichen KfW-Bank sind bis Montagabend Kreditanträge
       im Volumen von insgesamt 8,7 Milliarden Euro eingegangen. Sieben Anträge
       haben ein Kreditvolumen von über 100 Millionen Euro, wie die KfW mitteilt.
       Fast 98 Prozent der insgesamt 1.189 Anfragen entfallen auf Anträge im
       Volumen von weniger als 3 Millionen Euro.
       
       14.09 Uhr: Bundesweit haben nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA)
       rund 470.000 Betriebe Kurzarbeit wegen des Coronavirus angekündigt. Wie
       viele Arbeitnehmer in den Betrieben davon betroffen sein werden, erfasst
       die BA in ihrer Statistik erst, wenn tatsächlich kurzgearbeitet wurde. Die
       Bundesregierung rechnet mit über zwei Millionen Beschäftigten, die in
       diesem Jahr auf Kurzarbeitergeld angewiesen sein werden.
       CDU-Arbeitsmarktexperte Peter Weiß rechnet mit über vier Millionen
       Kurzarbeitern.
       
       13.45 Uhr: Bis Ende April wird Frankreich nach den Worten von Präsident
       Emmanuel Macron in der Lage sein, 15 Millionen Schutzmasken pro Woche zu
       produzieren. Mehrere Unternehmen würden zusammenarbeiten, um
       [4][Beatmungsgeräte für das Land zu fertigen], kündigt Macron an. Die
       Regierung in Paris werde 4 Milliarden Euro für die Beschaffung von Masken
       und Beatmungsgeräten bereitstellen.
       
       13.24 Uhr: Der Einsatz [5][der geplanten Corona-Tracking-App] sollte den
       Bürgern dem Unionsfraktionsvize Thorsten Frei zufolge auch mit steuerlichen
       Anreizen schmackhaft gemacht werden. Er rechnet mit einer hohen Akzeptanz
       der Nutzung einer solchen App, die Bürger vor der Gefahr einer
       Corona-Infektion warnen soll. Es sei fraglich, ob ein verpflichtender
       Einsatz einer solchen App wirklich durchgesetzt werden könnte, fügt der
       CDU-Politiker hinzu.
       
       13.20 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, CDU, rechnet mit einer
       Zunahme schwerer Corona-Fälle in Deutschland. „Wir haben steigende
       Infektionszahlen jeden Tag“, betont er nach einem Besuch der Uni-Klinik
       Düsseldorf. Die Kliniken würden sich darauf vorbereiten. So seien 45
       Prozent der Intensivbetten in Deutschland frei gemacht worden.
       
       13.00 Uhr: Die französische Armee fliegt weitere Corona-Patienten nach
       Deutschland aus. Mehrere Schwerkranke kämen nach Essen, schreibt die
       französische Verteidigungsministerin Florence Parly auf Twitter. Weitere
       Patienten sollen nach Hamburg gebracht werden.
       
       12.58 Uhr: Bundesfinanzminister Olaf Scholz ist für eine stärkere
       Herstellung medizinischer Produkte in Deutschland. Die finanziellen Mittel
       für Unternehmen stünden bereit, damit diese ihre Produktion jetzt zumindest
       zeitweise umstellen könnten. „Das kann jetzt ganz schnell passieren“, sagt
       er.
       
       12.55 Uhr: Bundesinnenminister Horst Seehofer, CSU, und
       Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner, CDU, werden am Nachmittag über
       das [6][Einreiseverbot für Saisonarbeiter] verhandeln. Das kündigt Seehofer
       in der Bild an. Klöckner und der Bauernverband warnen vor einem erheblichen
       Arbeitskräftemangel bei der Ernte. Auch die EU-Kommission hatte die
       Einreisesperre kritisiert.
       
       12.52 Uhr: Polen verschärft die Einschränkungen des öffentlichen Lebens.
       Kosmetik-Shops und Hotels werden geschlossen, wie Ministerpräsident Mateusz
       Morawiecki mitteilt. Die Menschen sollen einen Mindestabstand von zwei
       Metern einhalten. Der Zugang zu Parks, Stränden und anderen öffentlichen
       Plätzen wird verboten.
       
       12.47 Uhr: Bundesfinanzminister Olaf Scholz, SPD, kündigt in der
       Coronakrise besondere Hilfen für Start-ups an. Dafür werde es einen 2
       Milliarden Euro schweren Fonds geben. Es müsse sichergestellt werden, dass
       gerade neu gegründete Unternehmen weitere Finanzierungen bekommen. Es solle
       über die Förderbank KfW zusätzliche Mittel geben.
       
       12.36 Uhr: Bundesinnenminister Horst Seehofer, CSU, zeigt sich
       zurückhaltend zu Forderungen nach einer Schutzmasken-Pflicht wie in
       Österreich. Er könne sicher nicht ausschließen, dass auch eine solche
       Maßnahme je nach Entwicklung einmal nötig werden könne, sagt der
       CSU-Politiker gegenüber Bild. Aber man müsse erst einmal die getroffenen
       Beschlüsse wirken lassen.
       
       12.30 Uhr: In Italien rechnet der Industrieverband Confindustria mit einem
       [7][Wirtschaftseinbruch infolge der Coronavirus-Pandemie] von bis zu 6
       Prozent. Die Schuldenquote im Verhältnis zum BIP werde 2020 voraussichtlich
       auf 147,2 Prozent steigen. Italien machte schon vor der Coronakrise ein
       hoher Schuldenberg zu schaffen. Die Quote lag zuletzt bei rund 130 Prozent
       des BIPs. Die EU-Regeln sehen maximal 60 Prozent vor.
       
       12.25 Uhr: Vizekanzler Olaf Scholz sagt, eine [8][Diskussion über den
       Ausstieg aus den Beschränkungen des öffentlichen Lebens] ist noch nicht
       sinnvoll. „Das können wir jetzt zu diesem Zeitpunkt nicht sagen.“ Es gehe
       nun darum, dass sich die Epidemie langsamer ausbreite.
       
       12.23 Uhr: Bayern will seine Wirtschaft in der Coronakrise mit Staatshilfen
       von 60 Milliarden Euro stützen. Die Rekordsumme aus einem Beteiligungspaket
       von 20 Milliarden Euro und einem Bürgschaftspaket von 40 Milliarden Euro
       entspreche dem Volumen eines kompletten Haushaltsjahres, sagt
       Ministerpräsident Markus Söder, CSU, in München. „Es gibt Staaten in
       Europa, die größer sind als wir, die nicht diese Summen aufnehmen.“
       
       12.19 Uhr: Die Deutsche Telekom will Patienten schneller über ihr
       Covid-19-Testergebnis benachrichtigen. Es sei eine App entwickelt worden,
       die automatisiert den Befund übermittele, teilt das Unternehmen mit. Damit
       müssten keine Anrufe mehr getätigt werden.
       
       12.15 Uhr: Der baden-württembergische Regierungschef Winfried Kretschmann,
       Grüne, erklärt, in Stuttgart solle es „auf absehbare Zeit“ keine Pflicht
       zum Tragen von Mundschutzmasken geben. „Wir brauchen hochwertiges
       Schutzmaterial für den medizinischen Bereich, für Pflege, für Menschen in
       wichtigen Institutionen. Es wäre ganz falsch, hier noch Knappheit zu
       erzeugen.“
       
       12.11 Uhr: Österreichs Bildungsminister Heinz Faßmann geht davon aus, dass
       auch im April kein Unterricht an den Schulen des Landes stattfinden wird.
       Wann genau die Schulen ihren regulären Betrieb wieder aufnehmen werden,
       ließ der Minister noch offen. Er versicherte aber: „Alle können und werden
       ihren Abschluss machen.“
       
       11.51 Uhr: Im Iran ist die Zahl der bestätigten Infektionen binnen 24
       Stunden um 3.111 auf 44.606 gestiegen, wie ein Sprecher des
       Gesundheitsministeriums im staatlichen Fernsehen mitteilt. Die Zahl der
       Todesfälle legt um 141 auf 2.898 zu.
       
       11.41 Uhr: [9][Spanien meldet einen Anstieg der Zahl der Infizierten] von
       Montag bis Dienstag von 85.195 auf 94.417. Die Zahl der Toten nahm von
       7.340 auf 8.189 zu, wie das Gesundheitsministerium mitteilt.
       
       11.30 Uhr: Erste Ergebnisse einer Studie des Corona-Forschungsprojekts in
       dem vom Virus stark betroffenen NRW-Landkreis Heinsberg könnten bereits in
       der nächsten Woche vorliegen, sagt der Direktor des Instituts für Virologie
       an der Universitätsklinik Bonn, Hendrik Streeck. Untersucht werden solle
       unter anderem, wie in Familien die Infektionsketten verlaufen, ob Kinder
       Erwachsene anstecken und warum sich einige im Karneval angesteckt haben und
       andere nicht.
       
       11.20 Uhr: [10][In Russland steigen die Infektionen] weiter sprunghaft an.
       Am Dienstag meldet das Land 2.337 Infizierte. Das sind 500 mehr als ein Tag
       zuvor. 18 Menschen seien an dem Virus gestorben, 121 wieder genesen.
       
       11.10 Uhr: Die jüngsten Schritte der EZB im Kampf gegen die Folgen der
       Virus-Pandemie tragen aus Sicht von Österreichs Notenbankchef Robert
       Holzmann inzwischen erste Früchte. „Diese Maßnahmen haben bereits begonnen,
       wirksam zu werden“, sagt das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank
       (EZB). Die Euro-Notenbank hatte Anfang und Mitte März zwei umfassende
       Rettungspakete beschlossen.
       
       11.01 Uhr: Österreichs Notenbank erwartet für die heimische Wirtschaft
       aufgrund der Corona-Pandemie einen schweren Konjunktureinbruch in diesem
       Jahr. Einer ersten Schätzung zufolge sei unter der Annahme eines moderaten
       Corona-Szenarios mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um mehr als 3
       Prozent zu rechnen, sagt der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank,
       Robert Holzmann.
       
       10.56 Uhr: Trotz der Belastungen durch die Coronaepidemie wollen die
       meisten Arbeitgeber „ihre qualifizierten Fachkräfte so lange es geht
       halten, um nach der Krise voll durchstarten zu können“, erklärt der
       Unternehmensverband Berlin/Brandenburg (UVB). Bei einem längeren Shutdown
       seien die Reserven aber irgendwann aufgebraucht.
       
       10.55 Uhr: Indonesien ruft im Kampf gegen das Coronavirus den nationalen
       Gesundheitsnotstand aus. Zugleich kündigt Präsident Joko Widodo Hilfen für
       Menschen mit geringerem Einkommen an. Dabei gehe es um den Ausbau der
       Sozialhilfe, Lebensmittelhilfen und Strompreisrabatte.
       
       10.47 Uhr: Die Corona-Pandemie wird die Wirtschaft und die Gesellschaft
       nach Ansicht von Blackrock-Chef Larry Fink grundlegend verändern. „Der
       Ausbruch des Virus hat eine Neubewertung vieler Annahmen zur Weltwirtschaft
       bewirkt“, schreibt Fink in seinem diesjährigen Brief an die Aktionäre des
       Unternehmens. „Wenn wir diese Krise überstanden habe, wird die Welt eine
       andere sein. Die Psychologie der Anleger wird sich verändern. Das
       Geschäftsleben wird sich verändern. Der Konsum wird sich verändern.“ Doch
       so dramatisch diese Krise auch sei, die Wirtschaft werde sich erholen, auch
       dank des Eingreifens der Notenbanken und Regierungen.
       
       10.46 Uhr: Der jahrelange Immobilienboom in Deutschland findet einer Studie
       zufolge wegen der Coronakrise ein vorläufiges Ende. „Angesichts der Schärfe
       der zu erwartenden Rezession gehen wir davon aus, dass der Aufschwung am
       deutschen Immobilienmarkt beendet ist“, heißt es in der am Dienstag
       veröffentlichten Untersuchung der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).
       
       10.42 Uhr: Der Chef des europäischen Rettungsfonds ESM, Klaus Regling, sagt
       der Financial Times, es würde bis zu drei Jahre dauern, eine neue
       Institution aufzubauen, die gemeinsame Schuldtitel der Eurozone ausgeben
       würde. Schneller könnte es theoretisch gehen, sollten bestehende
       Organisationen wie die EU-Förderbank EIB oder der ESM genutzt werden.
       
       10.21 Uhr: RKI-Präsident Lothar Wieler sagt, grundsätzlich sei er
       optimistisch, dass die Maßnahmen wirken. Er gehe davon aus, dass „handfeste
       Zahlen“ bis Ostern vorliegen, die Aussagen über einen Trend ermöglichen.
       Die Sterberate in Deutschland sei mit derzeit 0,8 Prozent sehr gering. Er
       gehe aber davon aus, dass die Quote steigen werde.
       
       10.17 Uhr: „Ich möchte alle Menschen bitten, [11][diese Krankheit ernst zu
       nehmen]“, sagt RKI-Präsident Lothar Wieler. Aus einer Studie gehe hervor,
       dass nur 41 Prozent der Deutschen die Krankheit Covid-19 für gefährlich
       hielten.
       
       9.45 Uhr: Hamsterkäufe treiben den Umsatz der britischen
       Lebensmittelhändler auf ein Rekordhoch. In den vier Wochen vor dem 22. März
       hätten die Erlöse mit rund 10,8 Milliarden Pfund um rund 20 Prozent über
       denen des Vorjahreszeitraums gelegen, teilt der Marktforscher Kantar mit.
       Am 23. März hatte die Regierung weitgehende Ausgangsbeschränkungen
       verhängt.
       
       9.39 Uhr: Australien meldet einen anhaltenden Rückgang der Neuinfektionen.
       Die Zuwachsrate habe sich zuletzt auf durchschnittlich 9 Prozent gegenüber
       25 bis 30 Prozent vor einer Woche verlangsamt, sagt Gesundheitsminister
       Greg Hunt. Behörden und Experten warnen allerdings vor einem Nachlassen im
       Kampf gegen das Virus und einer Lockerung der Kontaktbeschränkungen. Hunt
       zufolge gibt es landesweit etwa 4.400 Corona-Infizierte und 19 Todesfälle.
       
       9.19 Uhr: Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus führt Jena
       [12][als erste Stadt in Deutschland eine Maskenpflicht] ein. In einer Woche
       solle das Tragen eines Mund-und-Nasen-Schutzes in Jenaer Verkaufsstellen,
       im öffentlichen Nahverkehr und in Gebäuden mit Publikumsverkehr
       verpflichtend werden, kündigt die Stadt an. Neben Masken werden auch Tücher
       oder Schals als Schutz anerkannt. An die Bevölkerung richtete die Stadt die
       Bitte, die Masken für sich und andere selbst zu nähen: „Jede Maske ist
       besser als gar keine Maske.“
       
       9.16 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagt, die
       Handelsminister der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) seien
       sich in einer Videokonferenz einig gewesen, Hindernisse in globalen
       Lieferketten entschlossen und umgehend auszuräumen. „Die Handelspolitik
       kann einen wichtigen Beitrag dafür leisten, einen wirkungsvollen Exit aus
       der Krise sicherzustellen.“
       
       9.08 Uhr: Französische Unternehmen haben bislang 3,8 Milliarden Euro an
       staatlich garantierten Krediten beantragt. 21.000 Unternehmen hätten einen
       Antrag gestellt, sagt Finanzminister Bruno Le Maire dem Sender Radio
       Classique. Die Regierung hatte Anfang des Monats angekündigt, bis zu 300
       Milliarden Euro in Form von Unternehmenskrediten zu garantieren.
       
       8.59 Uhr: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann fordert die Bürger dazu
       auf, [13][Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen] direkt anzusprechen
       oder sie notfalls auch der Polizei zu melden. „Steht man beispielsweise in
       der Schlange im Supermarkt und stellt fest, dass jemand die
       Sicherheitsabstände nicht einhält, kann man darauf hinweisen, die Regeln
       einzuhalten“, sagt der CSU-Politiker RTL/ntv.
       
       8.30 Uhr: Die spanische Außenministerin Arancha Gonzalez schlägt eine
       Erhöhung des Budgets der Europäischen Union vor, um die Coronakrise zu
       bewältigen. „Vielleicht sollte der europäische Haushalt größer sein“, sagt
       Gonzalez dem französischen Radiosender Europe 1.
       
       8.22 Uhr: Die Corona-Epidemie kommt die bayrische [14][Wirtschaft nach
       Prognose des Ifo-Instituts teuer zu stehen]. „Schon bei einer Schließung
       von Firmen über zwei Monate erreichen die Kosten je nach Annahmen zwischen
       49 und 94 Milliarden Euro“, erklärt ifo-Präsident Clemens Fuest.
       
       7.59 Uhr: Die Zahl der [15][Coronavirus-Infektionen in Deutschland] ist
       nach Angaben des Robert-Koch-Instituts um 4.615 auf 61.913 gestiegen. Die
       Zahl der Todesfälle infolge der Covid-19-Erkrankung nahm demnach um 128 auf
       583 zu.
       
       7.48 Uhr: Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hält die Nutzung einer
       [16][Handy-App zur Feststellung von Coronavirus-Kontaktpersonen] für
       denkbar. Dies müsse aber auf Freiwilligkeit beruhen, sagt die
       SPD-Politikerin im Deutschlandfunk. Wichtig sei, dass der Umgang mit den
       Daten geklärt werde. Die Daten müssten anonymisiert und später schnell
       wieder gelöscht werden.
       
       7.15 Uhr: Die Weltbank erwartet einen Konjunktureinbruch in der Region
       Ostasien/Pazifik. Die Grundannahme sei eine Verlangsamung des Wachstums in
       den aufstrebenden Volkswirtschaften der Region auf 2,1 Prozent von
       geschätzt 5,8 Prozent im vergangenen Jahr. In einem schlechteren Szenario
       wird sogar mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts 2020 gerechnet.
       
       6.41 Uhr: Der Datenschutzbeauftragte der Bundesregierung, Ulrich Kelber,
       sieht in freiwillig installierten Corona-Apps die einzige Chance für eine
       genauere Verfolgung von Infektionsfällen in Deutschland. „Wie wollen Sie in
       einem demokratischen Land die Nutzung einer App erzwingen?“, fragte Kelber
       im Magazin WirtschaftsWoche.
       
       6.11 Uhr: Die Coronavirus-Epidemie in der Region Asien/Pazifik sei „noch
       längst nicht vorbei“, warnt WHO-Vertreter Takeshi Kasai. Die aktuellen
       Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus brächten den Ländern
       lediglich Zeit, um sich auf hohe Übertragungsraten vorzubereiten.
       
       5.16 Uhr: Lager-, Liefer- und Einzelhandelsarbeiter in den Vereinigten
       Staaten gehen auf die Straße, um auf Sicherheits- und Lohnsorgen infolge
       der Coronavirus-Krise aufmerksam zu machen. Unter den Streikenden seien
       einige der rund 200.000 Beschäftigten des US-Online-Lebensmittellieferanten
       Instacart, wie der Streikveranstalter „Gig Workers Collective“ mitteilt,
       und fünfzehn Mitarbeiter [17][eines Amazon-Lagers] nähmen ebenfalls teil,
       nachdem Berichte über Covid-19-Fälle unter den Mitarbeitern laut wurden.
       
       4.55 Uhr: Japans Außenminister Toshimitsu Motegi ruft dazu auf, Reisen in
       73 Länder zu unterlassen. Das Ministerium veröffentlicht sogenannte „Level
       3“-Reisewarnungen unter anderem gegen die Vereinigten Staaten, Kanada,
       China, Südkorea, Großbritannien. Die Regierung werde wahrscheinlich die
       Einreise von nichtjapanischen Staatsangehörigen aus den neu hinzugekommenen
       Ländern verbieten, wie es bei den bisherigen Ländern auf der Liste der
       Reiserestriktionen bereits der Falle sei, sagte Motegi.
       
       2.58 Uhr: [18][Das chinesische Festland meldet mit 48 Fällen einen Anstieg
       der neuen bestätigten Coronavirus-Infektionen], nach 31 einen Tag zuvor.
       Nach Angaben der Behörden stammen alle 48 Fälle von Einreisenden. Insgesamt
       sind in China 81.518 Infektionen laut Gesundheitskommission registriert.
       Die Zahl der Todesfälle erhöht sich zum Ende des Montags um einen auf
       3.305.
       
       2.45 Uhr: Die Bewohner des bevölkerungsreichsten Bundesstaats Australiens,
       New South Wales (NSW), müssen bei Verlassen ihres Hauses ohne triftigen
       Grund ab sofort mit hohen Geld- oder Freiheitsstrafen rechnen. Die neue
       Gesundheitsverordnung verhängt bei Regelverstößen Geldstrafen von bis zu
       6.779 Dollar (11.000 AUD) oder bis zu sechsmonatige Gefängnisstrafen. NSW
       hat fast die Hälfte der Gesamtzahl bestätigter Fälle des Virus des Landes,
       teilt die Gesundheitsbehörde mit.
       
       2.15 Uhr: Die US-amerikanische Zimmervermittlungsplattform Airbnb stellt
       250 Millionen Dollar zur Verfügung, um Verluste von Gastgebern auf der
       ganzen Welt auszugleichen, deren Gäste Buchungen angesichts der
       Coronavirus-Pandemie storniert haben. Die Hilfe würde weltweit mit Ausnahme
       von China angeboten, schreibt Geschäftsführer Brian Chesky in einem Brief
       an die Vermieter. Airbnb hatte zuvor angekündigt, dass Gäste unter
       bestimmten Bedingungen eine Rückerstattung für die Stornierung von
       Reservierungen erhalten würden, was viele Vermieter verärgerte.
       
       0.16 Uhr: Fresenius-Vorstandsmitglied Francesco De Meo hat einem
       Medienbericht zufolge in den deutschen Kliniken des Konzerns noch Platz für
       neue Patienten. „Wir könnten derzeit noch sehr viel mehr Patienten
       aufnehmen, ohne dass ein einziger deutscher Patient darunter leidet“, sagt
       De Meo im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Stand Montag hat
       Fresenius in seinen deutschen Kliniken vier Covid-19-Patienten aus Italien
       aufgenommen. Fresenius ist dabei, die Zahl der Intensivbetten von 900 auf
       mindestens 1.500 aufzustocken. Am Montag lagen in den deutschen Klinken des
       Konzerns 80 an Covid-19 erkrankte Patienten auf einer Intensivstation,
       davon mussten 50 beatmet werden.
       
       (rtr)
       
       31 Mar 2020
       
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