# taz.de -- Beginn der Somalia-Konferenz in London: Strategische Investitionen und Waffen
       
       > Auf der internationalen Somalia-Konferenz in London wird verstärktes
       > Engagement auf allen Ebenen gefordert: militärisch, humanitär,
       > finanziell.
       
 (IMG) Bild: Treffen in London: May (r.) und Museveni
       
       Berlin taz | Mit Forderungen nach verstärktem internationalen Engagement in
       Somalia, sowohl im Kampf gegen islamistische Rebellen als auch zur
       Abwendung einer drohenden Hungersnot und zum Wiederaufbau des
       kriegszerstörten Landes, ist am Donnerstag die Londoner internationale
       Somalia-Konferenz eröffnet worden.
       
       Zum Auftakt rief Somalias neuer Präsident Mohamed Farmaajo zu Unterstützung
       für den von seiner Regierung entwickelten Nationalen Entwicklungsplan auf.
       „Strategische Investitionen in Schlüsselsektoren“ wie Landwirtschaft,
       Viehzucht und Fischerei sowie in „erneuerbare Energien, sauberes Wasser und
       Straßen“ seien der einzige Weg, Arbeitsplätze in Somalia zu schaffen und
       damit der jungen Generation Perspektiven zu geben. „Aber all diese
       Investitionen brauchen erhebliche Ressourcen.“ Somalia brauche einen
       besseren Zugang zum internationalen Finanzsystem.
       
       Die Londoner Konferenz sollte ein neues internationales
       Partnerschaftsabkommen für Somalia auf die Beine stellen, das neben
       wirtschaftlichen Aspekten auch politische Reformen und einen verstärkten
       Kampf gegen die islamistischen Shabaab-Rebellen in Somalia umfasst. Zudem
       geht es um mehr humanitäre Hilfe: Sechs Millionen Menschen in Somalia
       stünden vor einer Hungerkatastrophe, betonte UN-Generalsekretär Antonio
       Guterres.
       
       Die angereisten afrikanischen Staatschefs betonten die Notwendigkeit eines
       verstärkten militärischen Engagements. Ein frühzeitiger Abzug der in
       Somalia kämpfenden internationalen Truppen könne ein „Vakuum“ hinterlassen,
       warnte Kenias Präsident Uhuru Kenyatta. Sein ugandischer Amtskollege Yoweri
       Museveni frotzelte, ein „Überraschungsangriff“ auf al-Shabaab sei „besser,
       als ihnen Urlaub zu gönnen“. Äthiopiens Premierminister Desalegn
       Hailemariam forderte, das UN-Waffenembargo gegen Somalias Regierung
       aufzuheben.
       
       11 May 2017
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Dominic Johnson
       
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