# taz.de -- Razzia gegen „Gefährder“ in Göttingen: Offenbar Anschlag verhindert
       
       > Die Pläne für einen möglichen Anschlag sollen laut Behörden „sehr
       > konkret“ gewesen sein. Die Beamte fanden bei der Razzia eine scharfe
       > Waffe.
       
 (IMG) Bild: Eine scharfe Waffe fanden die Beamten bei der Razzia in Göttingen
       
       Göttingen afp | Mit ihrer Großrazzia gegen Mitglieder der
       radikalislamischen Szene Göttingen haben die Sicherheitsbehörden nach
       eigenen Angaben einen womöglich unmittelbar bevorstehenden Anschlag
       verhindert. Die beiden in Gewahrsam genommenen sogenannten Gefährder hätten
       ein Attentat geplant und nach den Erkenntnissen der Ermittler
       „möglicherweise jederzeit“ begehen können, sagte der Chef der
       Kriminalpolizei der niedersächsischen Stadt, Volker Warnecke, am Donnerstag
       bei einer Pressekonferenz.
       
       Bei den Durchsuchungen im Umfeld der beiden Verdächtigen beschlagnahmten
       die Ermittler demnach am Donnerstagmorgen auch eine ursprünglich legale,
       aber wieder scharf gemachte Schusswaffe sowie scharfe Munition. Ob diese
       für den geplanten Anschlag verwendet werden sollte, war laut Warnecke aber
       unklar. Dies sei „im Kalkül der Täter“ gewesen, denkbar seien aber auch
       [1][andere Szenarien], wie Deutschland sie [2][zuletzt schon erlebt habe].
       
       Bei der Razzia stießen die Ermittler nach eigenen Angaben darüber hinaus
       auf Flaggen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Auch
       Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) bezeichnete die
       Anschlagspläne der beiden Männer am Donnerstag als „sehr konkret“. Es stehe
       derzeit allerdings noch nicht fest, ob die Verdächtigen bereits einen
       Zeitpunkt festgelegt hätten, betonte der Landesminister in Cuxhaven vor
       Journalisten.
       
       Bei den beiden Männern handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen
       27-Jährigen algerischer Herkunft und einen 23-Jährigen mit nigerianischer
       Staatsangehörigkeit, die als Mitglieder der salafistischen Szene bekannt
       sind und von den Behörden als Gefährder geführt wurden. Sie waren demnach
       seit längerem im Visier einer Ermittlungsgruppe. Beide sind in Deutschland
       geboren und leben schon seit langem mit ihren Familien in Göttingen.
       
       9 Feb 2017
       
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