# taz.de -- Gerüchte über Obamas Nachfolger: Ist Donald Trump erpressbar?
       
       > In den Vorwürfen geht es um Sex und Geschäfte, aber keiner weiß, ob sie
       > stimmen. Im Zentrum steht der künftige US-Präsident Donald Trump.
       
 (IMG) Bild: „Fake News“: Trump weist die Vorwürfe von sich
       
       Washington dpa | Den US-Geheimdiensten liegt nach Informationen von Medien
       Material vor, mit dem der künftige US-Präsident Donald Trump offenbar
       erpressbar gemacht werden sollte. Die Informationen, [1][deren
       Wahrheitsgehalt nicht bestätigt ist], seien von russischen Geheimdiensten
       und Regierungsstellen gewonnen worden. Ein ehemaliger britischer Agent des
       Auslandsgeheimdienstes MI6 soll sie im Auftrag von Trumps parteiinternen
       Rivalen bei den Republikanern und später des Clinton-Lagers
       zusammengetragen haben, berichteten [2][unter anderem CNN] und [3][die New
       York Times].
       
       Die US-Geheimdienste hätten das Material zunächst als „nicht substanziell“
       eingestuft. Sowohl Trump selbst als auch Amtsinhaber Barack Obama seien
       informiert worden. Trump [4][twitterte am Dienstagabend]:
       „Falschinformationen – eine totale politische Hexenjagd.“ Seine Beraterin
       Kellyanne Conway sagte im Sender CNN: „Die Berichte nennen keine Quellen,
       nichts ist bestätigt.“
       
       In den von den USA als nicht stichhaltig eingestuften Memos, über die es
       eine zweiseitige Zusammenfassung bei den US-Geheimdiensten geben soll, geht
       es nach Informationen der New York Times um Sexvorwürfe im Zusammenhang mit
       Moskauer Prostituierten im Jahr 2013. Ferner sollen Informationen zu Trumps
       Geschäftsbeziehungen nach Russland enthalten sein. Das Dokument datiert den
       Berichten zufolge vom 20. Juni 2016.
       
       Trump sei von russischer Seite über Jahre mit guten Geschäften gelockt
       worden. „Bisher hat Trump alle Verlockungen zurückgewiesen“, heißt es in
       dem Bericht. Es heißt aber auch: Der russische Geheimdienst FSB sei zu der
       Auffassung gelangt, Trump sei ausreichend kompromittiert worden, um eine
       Erpressung zu ermöglichen. Unter anderem soll der FSB Trump Sexfallen
       gestellt haben, in die er getappt sein soll.
       
       FBI-Direktor James Comey nahm zu dem Thema am Dienstag vor einem
       Senatsausschuss keine Stellung. Er könne nicht zu laufenden Ermittlungen
       sprechen. Nach Medieninformationen sollen in Russland auch Informationen
       über Hillary Clinton gesammelt worden sein.
       
       11 Jan 2017
       
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 (DIR) [1] http://www.buzzfeed.com/kenbensinger/these-reports-alleg%20e-trump-has-deep-ties-to-russia
 (DIR) [2] http://edition.cnn.com/2017/01/10/politics/donald-trump-intelligence-report-russia/
 (DIR) [3] http://www.nytimes.com/2017/01/10/us/politics/donald-trump-russia-intelligence.html
 (DIR) [4] http://twitter.com/realDonaldTrump/status/818990655418617856
       
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