# taz.de -- Integrationsdebatte im Bundestag: Mehr Migranten verbeamten
       
       > Das Kabinett verabschiedet die Erklärung zum "Aktionsplan Integration".
       > Bei einem Gipfel im Januar wird das verbindliche Bündel von Maßnahmen
       > dann vorgestellt.
       
 (IMG) Bild: Mit dem neuen Aktionsplan soll Integration verbindlicher und überprüfbarer werden.
       
       BERLIN epd/taz | Die Bundesregierung hat am Mittwoch eine Erklärung
       verabschiedet, wie sie die Integration von Zuwanderern und anderen Menschen
       mit Migrationshintergrund verbessern will.
       
       Dieser "Aktionsplan" besteht aus einem Bündel von Maßnahmen, die
       frühkindliche Förderung, Bildung und Ausbildung sowie den Arbeitsmarkt
       betreffen. Dazu gehört, dass sich die Bundesregierung um mehr Migranten im
       öffentlichen Dienst und um mehr Lehrer und Erzieher mit
       Migrationshintergrund bemühen will. Auch die Sprachförderung in
       Kindergärten soll verstärkt werden.
       
       Dazu sollen bundesweit 4.000 Kitas in Regionen mit besonders hohem Anteil
       an Migrantenkindern zu "Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration" ausgebaut
       werden, heißt es in dem 22-seitigen Papier. Auch soll die öffentliche
       Förderung von Sportvereinen und Kultureinrichtungen an deren Einsatz bei
       der Integration von Migranten geknüpft werden.
       
       Diese Selbstverpflichtung ist Teil eines "Nationalen Aktionsplans", der
       Ende Januar auf dem fünften Integrationsgipfel von Angela Merkel im
       Bundeskanzleramt vorgestellt werden soll. Bund, Länder, Kommunen und
       gesellschaftliche Organisationen legen darin verbindliche Integrationsziele
       fest.
       
       An der Entwicklung des Plans waren auch zahlreiche Migrantenverbände sowie
       andere nichtstaatliche Organisationen beteiligt. Die Migrationsbeauftragte
       der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), erklärte, der Plan erhöhe die
       Chancen von Menschen aus Zuwandererfamilien auf den sozialen Aufstieg. Er
       sei "ein wichtiger Beitrag für die Sicherung des Zusammenhalts in unserem
       Land".
       
       Dagegen zeigte sich Memet Kilic, der integrationspolitische Sprecher der
       Grünen, von der Erklärung enttäuscht, weil sich darin kein Wort zu
       Einbürgerungen, Quoten oder einem Kommunalwahlrecht für Nicht-EU-Bürger
       findet.
       
       14 Dec 2011
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Daniel Bax
       
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