# taz.de -- Angriff auf geplante Asylunterkunft: Täter setzten Gebäude unter Wasser
       
       > In Baden-Württemberg haben Unbekannte ein für Flüchtlinge vorgesehenes
       > Haus stark beschädigt. Es sollte in den nächsten Wochen bezugsbereit
       > sein.
       
 (IMG) Bild: Unterkünfte für Flüchtlinge sind knapp. Turnhallen, wie hier in Schneeberg, müssen oft als Zwischenlösung genutzt werden.
       
       MALTERDINGEN afp | Erneut haben Unbekannte massive Schäden an einer
       geplanten Unterkunft für Asylbewerber angerichtet. Im
       baden-württembergischen Malterdingen setzten Täter ein für Flüchtlinge
       vorgesehenes Gebäude unter Wasser, wie das Polizeipräsidium Freiburg am
       Sonntag mitteilte. Sie drehten im Obergeschoss in einer Gemeinschaftsküche
       und einem Gemeinschaftsbad die Wasserhähne auf und rissen die zugehörigen
       Abflussrohre weg, so dass Wasser auslaufen konnte. Die Polizei bezifferte
       den Schaden auf mehrere zehntausend Euro.
       
       Die Tat passierte demnach zwischen Freitagnachmittag und Sonntag.
       Ursprünglich sollten nach Angaben eines Polizeisprechers in ein bis zwei
       Wochen Asylbewerber in das Haus im Landkreis Emmendingen einziehen. Die
       Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf.
       
       In den vergangenen Monaten hatte es mehrere Anschläge auf geplante
       Asylunterkünfte gegeben. Für Schlagzeile sorgte im vergangenen Dezember ein
       Brandanschlag auf geplante Flüchtlingsunterkünfte in Vorra bei Nürnberg.
       
       Erst am vergangenen Donnerstag wurden in Sachsen fünf Männer vorläufig
       festgenommen, die eine als Asylnotunterkunft vorgesehene Turnhalle in
       Hoyerswerda mit rechtsextremistischen Parolen beschmiert haben sollen. An
       dem Gebäude wurden zudem zahlreiche Fensterscheiben zerstört.
       
       8 Mar 2015
       
       ## TAGS
       
 (DIR) Flüchtlinge
 (DIR) Unterkunft
 (DIR) Schwerpunkt Flucht
 (DIR) Schwerpunkt Rassismus
 (DIR) Polizei
 (DIR) NPD
 (DIR) Schwerpunkt Rassismus
 (DIR) Flüchtlinge
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Flüchtlinge in Hoyerswerda: Immer die Chaoten
       
       Eine Initiative versucht, die Flüchtlinge in Hoyerswerda zu unterstützen.
       Wären da nicht die Anschläge. Diese Stadt scheint nichts gelernt zu haben.
       
 (DIR) Flüchtlingsunterkunft in Hoyerswerda: Erneuter Anschlag
       
       Im sächsischen Hoyerswerda haben Unbekannte versucht, eine Unterkunft für
       Asylbewerber anzuzünden. Erst im März gab es den letzten Angriff.
       
 (DIR) Unterkünfte für Asylbewerber: Zwei Brände in einer Nacht
       
       In Bramsche und in Rüdesheim brannten jeweils Unterkünfte für Asylbewerber.
       Verletzt wurde niemand. Die Polizei ermittelt derzeit die Hintergründe.
       
 (DIR) Nach Bürgermeister-Rücktritt in Tröglitz: Der Landkreis knickt nicht ein
       
       Parteiübergreifend gibt es bestürzte Reaktionen auf den
       Bürgermeister-Rücktritt in Tröglitz. Der Landkreis will trotz allem 40
       Asylbewerber dort unterbringen.
       
 (DIR) Klage gegen Flüchtlingsheim: Das Heim und die feinen Leute
       
       Aus Sorge um den Wert ihrer Immobilien wollen zwei Anwohner im gut
       betuchten Charlottenburg gegen ein geplantes Flüchtlingsheim klagen.
       
 (DIR) Rechter Aufmarsch in Marzahn: 70 Nazis und keine Gegendemo
       
       Rechte marschieren weiter, erst jetzt wird öffentlich: Das SPD-Kreisbüro
       Marzahn wurde mit Buttersäure angegriffen.
       
 (DIR) Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte: Deutsche Zustände
       
       150 Mal wurden laut Medienberichten im vergangenen Jahr Flüchtlingsheime in
       Deutschland angegriffen. 2012 waren es nur 24 Angriffe.
       
 (DIR) Engagement für Flüchtlinge: „Das ist gegen jedes Gesetz“
       
       Die Initiative „Willkommen im Westend“ unterstützt Flüchtlinge in
       Charlottenburg. Ein Gespräch mit den Koordinatorinnen.
       
 (DIR) Debatte über Flüchtlingsunterkunft: Flüchtlinge? Doch nicht bei uns!
       
       Der Bezirk Eimsbüttel will in einem der reichsten Viertel Hamburgs 220
       Flüchtlinge unterbringen – und polarisiert damit.