# taz.de -- Kolumne Wichtig: Re:Re:Re:Re: Homolobby für Weltherr
       
       > Seit ein paar Tagen wird so getan, als seien Griechenland und Russland
       > eine Soße – und Ouzo und Wodka das gleiche Gesöff. Darauf einen
       > Doornkaat!
       
 (IMG) Bild: Hundert Prozent der Farben auf der griechischen Flagge finden sich auch auf der russischen. Schlimm!
       
       Ja, es ist schon [1][so eine Sache mit den Soßen], vor allem mit denen, die
       stinken. Und manchmal ist es so, dass eine wohlriechende Soße wie jene,
       welche sich Aioli nennt, erst dann zu stinken anfängt, wenn sie sich mit
       Magensäure verbunden hat, und denjenigen, welcher sie verspeist hat, zum
       Stinker macht. Und das ist das eigentliche Problem beim Thema Soße. Sie mag
       schmecken oder nicht – zu einem echten Problem wird sie meist wirklich erst
       dann, wenn sie – in welcher Form auch immer – aus dem Mund eines Menschen
       in die Welt hineinstinkt.
       
       So mancher Soßengeruch, der da aus den Mündern stinkt, hat durchaus nichts
       mit Nahrungsaufnahme zu tun. Und so macht sich um uns ein Gestank breit,
       der dazu führt, dass man glatt meinen könnte, man würde eines Tages in
       einer Soße geradezu ertrinken. Manch einem stinkt es dann. Andere wählen
       hier die Knoblauchlösung: Wenn ich dasselbe esse wie die anderen
       Knoblauchesser, dann merken die nicht, dass ich selbst stinke. Und so
       verbreitet sich eine üble Soße in der Gesellschaft – und kaum einer merkt
       es.
       
       Womit wir in Griechenland wären. Seit ein paar Tagen wird so getan, als sei
       das eh dasselbe: Griechenland und Russland. Da müsse man sich nicht wundern
       – über gar nichts. Es ist ein wahrer Gedankengestank, der sich da
       breitmacht. Griechen und Russen sprechen komische Sprachen. Sie schreiben,
       wenn sie schreiben, Zeichen, die mit unseren Alphabet nichts zu tun haben.
       Muss doch irgendwie dasselbe sein, oder? Brauchen Putin und Tsipras
       überhaupt einen Dolmetscher?
       
       Und dann feiern sie das Osterfest auch noch an einem anderen Wochenende als
       wir – am kommenden nämlich. Kein Wunder, sind ja Orthodoxe, die diese
       schlecht gemalten Heiligenbildchen anbeten. Am Ende stellt sich gar noch
       heraus, dass sie zum gleichen Gott beten. Nicht auszudenken! Und wenn
       Tsipras am Ende aus Moskau mit einer Vereinbarung zurückkommen wird, dass
       Russland und Griechenland zum julianischen Kalender zurückkehren wollen,
       würden wir uns darüber wundern?
       
       Ein Blick in den Atlas reicht, um festzustellen, dass beide Länder im Osten
       liegen. Im Osten! Doch nicht genug! Da sind auch noch die Landesfarben.
       Zwei Drittel der russischen Landesfarben, Weiß und Blau, finden sich auch
       in der Fahne der Griechen. Betrachtet man das von der anderen Seite, ergibt
       sich auch ein ganz anderes Bild: Hundert Prozent der Farben auf der
       griechischen Flagge finden sich auch auf der russischen. Schlimm!
       
       Und wenn sich die griechisch-russische Einheitssoße erst einmal
       breitgemacht hat, dann dauert es gewiss nicht mehr lange, bis jemand Stein
       und Bein schwört, dass Ouzo und Wodka eigentlich das gleiche Gesöff sind.
       Darauf einen Doornkaat! Oder zwei! Mehr aber nicht, nicht dass am Ende noch
       jemand riecht, dass man gesoffen hat. Womit wir wieder am Anfang dieses
       Textes wären. Prost!
       
       9 Apr 2015
       
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