# taz.de -- Klage gegen Werbeblocker verloren: Da geht noch was!
       
       > Adblock Plus hat eine Klage zweier Medienhäuser abgewendet. Es darf
       > weiterhin Geld von Internetanbietern für die Aufname als „akzeptable
       > Werbung“ verlangen.
       
 (IMG) Bild: Filtert die Werbung weg – aber nur die unbezahlte.
       
       BERLIN dpa | Der umstrittene Werbeblocker Adblock Plus hat sich vor dem
       Landgericht Hamburg gegen Zeit Online und Handelsblatt.com durchgesetzt.
       Die Richter wiesen am Dienstagabend die Klage zurück, mit denen die beiden
       Portale versucht hatten, die Entwicklung und den Vertrieb des Werbeblockers
       zu unterbinden.
       
       Die abgewiesene Klage richtete sich vor allem gegen das Geschäftsmodell der
       Kölner Eyeo GmbH, die für die Aufnahme in eine Liste „akzeptabler Werbung“
       von Internet-Angeboten Geld verlangt. Die Medienhäuser hatten Eyeo
       vorgeworfen, unzulässig in das Geschäft der werbefinanzierten Angebote
       einzugreifen. Gegen die Entscheidung des Landgerichts ist Berufung zum
       Oberlandesgericht möglich (Az.: 416 HKO 159/14).
       
       Die Kläger wandten sich in dem Verfahren vor allem gegen das „Acceptable
       Ads“-Programm, mit dem Adblock Plus bestimmte Seiten von der
       Werbe-Filterung ausnimmt. Klägervertreter Matthies van Eendenburg
       bezeichnete dieses Vorgehen als „Wegelagerei“ und verglich es mit einer
       Schutzgelderpressung.
       
       Eyeo begrüßte das Urteil: „Diese Entscheidung ist in erster Linie ein Sieg
       für alle Internet-Nutzer und damit für alle Verbraucher“, erklärte die
       Firma. Adblock Plus werde weiterhin störende Werbung standardmäßig
       blockieren. „Unsere Nutzer und wir sind zudem weiter offen für einen fairen
       und tragfähigen Kompromiss zum Wohle aller Internetnutzer“, erklärte Eyeo
       und verwies dabei auf die Site [1][www.AcceptableAds.org.] „Wir würden uns
       freuen, wenn mehr und mehr Content-Provider künftig auf die Interessen
       ihrer Nutzer hören und Werbung einfach weniger störend machen.“
       
       22 Apr 2015
       
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 (DIR) [1] http://www.AcceptableAds.org.
       
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