# taz.de -- Deliveroo-Fahrer planen Lieferkollektiv: Selbst ist der Lieferant
       
       > Sozial, fair, umweltfreundlich: Nach dem Rückzug von Deliveroo planen
       > Berliner Fahrer*innen ein eigenes Lieferkollektiv.
       
 (IMG) Bild: Im geplanten Lieferkollektiv sollen nur umweltfreundliche Fahrradkurier*innen eingesetzt werden
       
       Berlin taz | Nach der [1][Ankündigung des Lieferdienstes Deliveroo], den
       deutschen Markt zu verlassen, möchten sich Berliner Fahrer*innen in einem
       selbstverwalteten Lieferkollektiv organisieren. Rund 20 Berliner
       Fahrer*innen trafen sich am Montagabend und wollen nun eine Genossenschaft
       gründen. „Also ein Unternehmen, das in den Händen der Fahrer*innen liegt“,
       wie Deliveroo-Fahrer Christoph M. der taz am Dienstag sagte.
       
       Aber: „Wir müssen erst mal schauen, welche Kapazitäten da sind.“ Über die
       Genossenschaft könne mit den Restaurants zusammengearbeitet werden, die
       bereits mit Deliveroo kooperierten. Aber auch mit solchen, die absichtlich
       nicht mit Deliveroo zusammengearbeitet hatten: „Die Restaurants müssen
       teilweise sehr hohe Gebühren für die vermittelten Bestellungen zahlen“,
       sagte M. Das habe er während der Arbeit immer wieder mitbekommen.
       
       Das Lieferkollektiv soll sozial und fair sein für Fahrer*innen, Kund*innen
       und dabei großen Wert auf Umweltverträglichkeit legen. Derzeit sei die
       ausschließliche Nutzung von Fahrrädern im Gespräch. Bei Deliveroo ist es
       den Lieferant*innen freigestellt, welches Verkehrsmittel sie nutzen. Im
       Einsatz waren auch Autos und Roller. „Auch über die Verpackungssituation
       der Speisen wollen wir uns Gedanken machen“, sagte M.
       
       Erste Schritte seien bereits getan: „Wir verbinden uns mit lokal
       existierenden Kurierkollektiven und anderen selbstverwalteten Projekten.“
       Noch sei jedoch unklar, ob und wann das Projekt starten könne. Denn: Bisher
       handelt es sich nur um Überlegungen. „Die Gründung kann sich über Monate
       strecken und wird viel Geld kosten, welches wir noch nicht haben“, sagte M.
       Am Sonntag wird ein weiteres Treffen stattfinden, um Pläne und Kapazitäten
       zu koordinieren.
       
       14 Aug 2019
       
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