# taz.de -- Identitätspolitik
(DIR) Mietenkampf in der Literatur: Die Macht der Mietenden
Die Gegenwartsliteratur handelt oft vom Mietverhältnis, aber erzählerische
Vielfalt fehlt: Statt sozialen Fragen widmet sie sich bevorzugt
identitätspolitischen.
(DIR) Russisch als Muttersprache: Nicht nur die Sprache des Aggressors, sondern auch meine
Die Abkehr vom Russischen wird als Teil der Dekolonialisierung dargestellt.
Selbst wenn dies bedeutet, sich selbst zu verleugnen.
(DIR) Queere Debatten: Nicht hetero zu sein, ist noch nicht politisch
Queersein alleine ist nicht automatisch emanzipatorisch. Denn politisches
Potenzial entsteht nur dort, wo es um mehr geht, als private Lebensführung.
(DIR) Streit um Roman „Gittersee“: Wer Pittiplatsch noch selbst gesehen hat
Wie gravierend waren die Fehler von Charlotte Gneuß in ihrem Roman
Gittersee? Eine DLF-Recherche hat den Fall neu aufgerollt und einen
Schuldigen ermittelt.
(DIR) Künstlerin über sorbischen Futurismus: Mit Zungenschlag durchs Baggerloch
Karoline Schneider bringt sorbische Perspektiven in ihre Kunst. Wie tief
sie dafür in der Lausitzer Erde gräbt, zeigt ihre Soloausstellung in
Cottbus.
(DIR) Konferenz über Rechtsruck: Auf der Suche nach einem progressiven Kulturbegriff
Doch lieber woke: Auf der Konferenz „Under Pressure“ der Berliner
Friedrich-Ebert-Stiftung überlegte man, wie ein rechter Kulturkampf zu
kontern sei.
(DIR) „After the Hunt“ von Luca Guadagnino: Streitkultur der Selbstinszenierung
In „After the Hunt“ verschränkt Regisseur Luca Guadagnino akademische
Wortgefechte mit gesellschaftlichen Debatten – von Identitätspolitik bis
Klassenfrage.
(DIR) Linken-Bashing in der „Zeit“: Vom bürgerlichen Drang, über Mitte und Norm zu herrschen
Erstaunlich, dass der Grandseigneur des Zeit-Feuilletons zur Beschreibung
der Lage bloß Klischees zusammenfegt und meint, der Sache sei Genüge getan.
(DIR) Identitätspolitik-Debatte: Wie woke soll es sein?
Ein Sommerspaziergang über das Tempelhofer Feld in Berlin. Mit dem
aktuellen Backlash gegen emanzipative Identitätspolitik im Hinterkopf.
(DIR) Schulferien in Bayern: Die globalisierte TK-Breze
Pünktlich wie der Stau kommt die Debatte über Bayerns Ferien-Sonderweg.
Identitätspolitik? Beherrscht keiner so souverän wie Markus Söder.
(DIR) Perspektiven nach Trumps Triumph: Können wir jetzt einpacken?
Der Schock der US-Wahl ist gesellschaftspolitisch noch keineswegs
verarbeitet. Was wird sich Trumps disruptiver Politik entgegenhalten
lassen?
(DIR) Weil er Kita einen Christbaum schenkte: Gärtner wegen Hausfriedensbruchs verurteilt
Das Amtsgericht Hamburg hat einen Gärtner zu 3.000 Euro Geldstrafe
verurteilt. Er hatte einer Kita ungebeten einen Christbaum vor die Tür
gestellt.
(DIR) Wahlkampf in USA: Der nationale Typus ist out
Ex-US-Präsident Trump setzt auf weiße Identitätspolitik, Vizepräsidentin
Harris auf einen politischen Nationsbegriff. Das macht die Wahl spannend.
(DIR) Europawahlen und die progressive Szene: Moralische Defizite
Die AfD kann bei den Europawahlen auf große Erfolge verweisen. An dieser
Stelle hat die sich als progressiv verstehende Szene kläglich versagt.
(DIR) Eklat um Internationalen Literaturpreis: Spielregeln für Literaturjurys?
Wie sollen sich ästhetische Kategorien zu Identitätspolitik verhalten? Eine
etwas ratlose Recherche zum Literaturpreis-Streit – und ein Vorschlag.
(DIR) Identitätspolitik beim Buchpreis: Kann Spuren von Urteil enthalten
Ronya Othman und Juliane Liebert werfen einer Buchpreis-Jury vor, nach
Herkunft des Autors geurteilt zu haben. Und machen dabei selbst einen
Fehler.
(DIR) Debatte um Literaturjurys: Divers über Romane diskutieren
Juliane Lieberts und Ronya Othmanns Insiderbericht aus der Jury des
Internationalen Literaturpreises mag fragwürdig sein. Aber er ist auch
wichtig.
(DIR) Erzählungen des Autors Dénes Krusovszky: Als Vater zersägt wurde
Schrecken und Verletzlichkeit: Terézia Mora hat die aufregenden Geschichten
des ungarischen Schriftstellers Dénes Krusovszky übersetzt.
(DIR) Berliner Schloss als Kulturkampf: Dubiose Gestalten
Am Schloss sind die Propheten-Statuen montiert. Wieder mal hat der private
Förderverein Berliner Schloss seine ästhetischen Vorstellungen
durchgesetzt.
(DIR) Berliner Humboldt Forum: Rechte Propheten
An der Balustrade der Schlossattrappe werden acht große Statuen nach
historischem Vorbild montiert. Auch hierfür sollen rechte Kreise gespendet
haben.
(DIR) Buch über Identitätspolitik: Zwischen Woke und Wahnsinn
Yascha Mounks Buch „Im Zeitalter der Identität“ zeigt, wie noble
Überzeugungen in Wahnideen eskalieren können.
(DIR) Kapitalismuskritik: Klasse gegen Egoismus
Der Kabarettist Jean-Philippe Kindler plädiert in „Scheiß auf Selflove, gib
mir Klassenkampf“ für eine radikale Repolitisierung.
(DIR) „Hartz IV-Rebellin“ zurück in der Linken: „Klassenfrage muss im Fokus stehen“
Inge Hannemann wurde als Hartz IV-Kritikerin bekannt und verließ die Linke,
weil die Partei die soziale Frage vernachlässigte. Jetzt ist sie zurück.
(DIR) Autorin Alice Hasters über Rassismus: „Man könnte effizienter streiten“
In ihrem neuen Buch beschäftigt sich Alice Hasters mit Identitätskrisen.
Ein Gespräch über komplexe Menschlichkeit und Festhalten an der eigenen
Erzählung.
(DIR) Buch über linke Identitätspolitik: Ein Selbstgespräch
Susan Neiman möchte mit ihrem Buch antiaufklärerisches „Stammesdenken“ der
Wokeness kritisieren. Aber ihre Analyse ist nicht nur thematisch unscharf.
(DIR) Mit komplexen Identitäten umgehen: Von Vögeln lernen
In ihrer Jugend prallten Realitäten aufeinander. Suchend schreibt Elisabeth
Wellershaus nun über Identitäten in „Wo die Fremde beginnt“.
(DIR) Essayband von Schriftsteller Teju Cole: Persönlich, aber nicht privat
In seinen Essays entdeckt Cole in der westlichen Tradition heilende Kräfte.
Sie sollen auch wirken, wo koloniale Machtverhältnisse noch fortbestehen.
(DIR) Identitätspolitik in der Kunst: Kunst braucht Eigensinn
Im Zangengriff von Kapital und Identitätspolitik. Aktuelle Diskurse und
Wokeness sind nicht zwingend maßgebend für autonom arbeitende
Künstler*innen.
(DIR) Postsowjet-Identität und Ukraine-Krieg: Selbstverständnis im Kaukasus
Unsere Autorin ist russischsprachige Aserbaidschanerin und lebt jetzt in
Georgien. Ist sie ehemalige Sowjetbürgerin? Oder doch eher Südkaukasierin?
(DIR) Sammelband über Cancel Culture: Die Argumente der anderen
Der Hanser Verlag versammelt Beiträge zum Thema Canceln. Die aktuelle
Anthologie bemüht sich redlich, den Kulturkampf zu verlassen.
(DIR) Theaterdebatte in der Deutschschweiz: Neuer Zürcher Schnitzer
Das Schauspielhaus Zürich zoge unter Benjamin von Blomberg und Nicolas
Stemann ein anderes Publikum an. Nun wurde ihr Vertrag nicht verlängert.
(DIR) Kopftuch für Lehrerinnen: Ende eines Kulturkampfs
Als letztes Bundesland muss Berlin Lehrerinnen mit Kopftuch zulassen. Dass
Gerichte das wiederholt einfordern mussten, ist peinlich für die Politik.
(DIR) Replik auf CDU-Gastbeitrag in „FAZ“: Die üblichen Verdächtigen
Einige CDUler haben in einem Gastbeitrag der „Frankfurter Allgemeinen
Zeitung“ in der berüchtigten Anti-Political-Correctness-Kiste gewühlt. Eine
Replik.
(DIR) Podcast über Klasse: Hyper, hyper
Mit einem Podcast will das linke Magazin „Jacobin“ den Fokus auf den
Klassenkampf lenken. Funktioniert das?
(DIR) Antisemitimus-Vorwurf im Theater: Der Identity-Komplex
Nach Antisemitismusvorwürfen setzt das Metropoltheater München eine
Inszenierung von Wajdi Mouawads „Die Vögel“ ab.
(DIR) Krise linker Parteien in Italien: Wohin gehst du, PD?
Bei den italienischen Parlamentswahlen gehörte die Partei PD zu den
Verliererinnen. Nun wählt sie einen neuen Vorsitz. Nicht die einzige
Zerreißprobe.
(DIR) Anti-Wokeness-Kongress in Berlin: Nur rhetorische Fragezeichen
Die konservative Denkfabrik R21 trommelt gegen linke Identitätspolitik. Es
gibt rationale Kritik zu hören – aber vieles kippt ins Affekthafte.
(DIR) Marieke Lucas Rijnevelds Gedichtbände: Komm, wir streicheln uns
Zwischenräume, Übergänge, Metamorphosen und viele Tiere: „Kalbskummer“ und
„Phantomstute“ heißen zwei furiose Gedichtbände von Marieke Lucas
Rijneveld.
(DIR) Cancel Culture und Wokeness: Auf Wiedervorlage
Die Argumentationslinien gegen vermeintliche Wokeness sind alt. Doch ein
Blick zurück zeigt: Keines der Schreckensszenarien ist jemals eingetreten.
(DIR) Identitätspolitik an Unis in UK: Weiße Arbeiterkinder unerwünscht
Was ist in Großbritannien an den Universitäten los? Zwischen Wokeness und
der Sicherung alter Pfründen. Notizen aus Academia.
(DIR) Vorwurf der Wokeness: Zwischen den Stühlen
Fynn Kliemann schimpft angriffslustig über die „woke Szene“. Damit ist er
nicht allein. Aber was meint er eigentlich?
(DIR) Unbeliebte US-Vizepräsidentin: Politische Kosmetik
Die Vizepräsidentschaft von Kamala Harris in den USA ist kein Fortschritt.
Aber sie könnte helfen, Illusionen über Identitätspolitik zu zerstreuen.
(DIR) Leben mit Diabetes Typ 1: Eine Krankheit ist keine Identität
Ich-Texte über Krankheiten sind „in“ wie noch nie. Unsere Autorin hat
Diabetes Typ 1. Das ist ihr Plädoyer gegen die Krankheitsberichte dieser
Welt.
(DIR) Der Fall Kathleen Stock: Woke-sein als Erweckungsbewegung
Eine Debatte über das biologische und soziale Geschlecht wäre spannend –
nur geht es bei „Wokeness“ um einen fundamentalistischen Wahrheitsanspruch.
(DIR) Buch über 1977: Als das Selbst zum Projekt wurde
Die Reise zu sich selbst: Psychoboom und Neoliberalismus treffen auf linke
und rechte Identitätspolitik in Philipp Sarasins Buch über das Jahr 1977.
(DIR) Parteiausschluss von Wagenknecht: Wagenknecht-Kritiker machen weiter
Die Urheber des Ausschlussverfahrens gegen Sahra Wagenknecht prüfen den
Gang vor die Schiedskommission. Die Partei widerspräche ihr zu wenig.
(DIR) Professorin tritt nach trans*-Eklat ab: Antifreiheitliches Wokistan
Die britische Professorin Kathleen Stock ist der Ansicht, dass Geschlecht
biologisch begründet ist. Nun wurde sie zum Ziel transaktivistischen
Furors.
(DIR) Identitätspolitik und ihre Webfehler: Aushalten und mitnehmen
Kritik der linken Identitätspolitik und ihrer Konstruktionsfehler: Warum
sie auf ihre klassische Weise keinen Erfolg haben kann.
(DIR) Debatte um Identitätspolitik: Deal with it
„Bürgerliche Medien“ bekommen wegen deren Debatte zur Identitätspolitik den
Negativpreis „Goldene Kartoffel“ – auch die taz.
(DIR) Kulturwissenschaftler Louis Chude-Sokei: „Bowie brachte mich zum Schweben“
Der US-Kulturwissenschaftler Louis Chude-Sokei über Musik als Zuhause,
Schwellen in den Zonen des Übergangs und vielfältige Formen von Blackness.