# taz.de -- taz panterpreis 2026: Hingucken, wo andere wegschauen
       
       > Der taz panterpreis geht an das freie Radio CORAX in Halle und an die
       > Gefangenenzeitung der lichtblick. Hier ist die Preisverleihung im Video
       > zu sehen.
       
 (IMG) Bild: Ferdi Balci (der lichtblick, 2. v. l.) und Johanna Fischer (Radio CORAX, 3. v. l.) mit den weiteren Nominierten und Gereon Asmuth
       
       Zwei herausragende Medienprojekte bekommen in diesem Jahr die panterpreise
       der taz panterstiftung. Der freie Sender Radio CORAX aus Halle gewann den
       Publikumspreis, der durch eine Onlineabstimmung ermittelt worden war. Die
       Gefangenenzeitung der lichtblick wurde mit dem Jurypreis ausgezeichnet.
       Beide erhalten jeweils 5.000 Euro Preisgeld. Die Preise wurde am
       Mittwochabend in Hamburg im Museum der Arbeit vergeben. Die Verleihung fand
       im Rahmen der Hamburger Woche der Pressefreiheit statt.
       
       Ausgeschrieben war der [1][taz panterpreis] 2026 unter dem Motto
       „Unabhängig, kritisch, resilient: Medien von unten“. In Zeiten, in denen
       eine freie Berichterstattung weltweit wie auch lokal unter Druck gerät,
       stärkt die [2][taz panterstiftung] damit zivilgesellschaftliche
       Initiativen, die genau dort hingucken, wo andere wegschauen. Rund 60
       unabhängige Medien hatten sich beworben, sieben von ihnen wurden nominiert.
       
       [3][Radio CORAX], Gewinner des Publikumspreises, ist ein
       nichtkommerzieller, freier Lokalsender aus Halle, der seit einem
       Vierteljahrhundert täglich 24 Stunden sendet und [4][regelmäßig mit lokalen
       Institutionen und Initiativen kooperiert]. Die AfD will, wenn sie in
       Sachsen-Anhalt regiert, dem Sender die Förderung durch die
       Landesmedienanstalt streichen.
       
       [5][der lichtblick], Gewinner des Jurypreises, ist die einzige unabhängige
       und unzensierte Gefangenenzeitung Deutschlands. Bereits seit 1968 arbeitet
       die Redaktion von der lichtblick bundesweit aus der Justizvollzuganstalt
       Berlin-Tegel heraus.
       
       Neben den beiden Preisträger:innen waren [6][fünf weitere unabhängige
       Medienprojekte nominiert]: der [7][Berndt-Media-Verlag], dessen
       Kulturmagazine im Ruhrgebiet kostenlos in Kneipen und Kulturstätten
       ausliegen, die Studierendenzeitung [8][UnAufgefordert] der Berliner
       Humboldt-Universität, das junge [9][Münsteraner Lokalmedium RUMS], das
       [10][Projekt nah:dran], das jungen Menschen in strukturschwachen Regionen
       Medienkompetenz vermittelt, und das in einer Geflüchtetenunterkunft
       gegründete mobile Studio [11][radio connection].
       
       Der seit 2008 von der panterstiftung verliehene Preis für
       zivilgesellschaftliches Engagement war 2024 zu drei Landtagswahlen im Osten
       Deutschlands erstmals außerhalb Berlins verliehen worden. In diesem Jahr
       fand die feierliche, von taz-Redakteur [12][Gereon Asmuth] moderierte
       Preisverleihung im Rahmen der [13][Hamburger Woche der Pressefreiheit] in
       einem gut gefüllten Saal im historischen Backsteinensemble des [14][Museums
       der Arbeit] in Hamburg-Barmbek statt.
       
       Die Keynote kam von der Journalistin, Kolumnistin und Autorin [15][Silke
       Burmester], die Laudationes auf die Preisträger:innen hielten die
       Journalistin und Autorin [16][Elke Schmitter] sowie der Journalist [17][Jan
       Scheper].
       
       15 Oct 2026
       
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 (DIR) [12] /Gereon-Asmuth/!a111/
 (DIR) [13] https://pressefreiheit.hamburg/
 (DIR) [14] https://www.shmh.de/museum-der-arbeit/
 (DIR) [15] /Silke-Burmester/!a175/
 (DIR) [16] /Elke-Schmitter/!a118495/
 (DIR) [17] https://www.kn-online.de/autoren/jan-scheper/
       
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