# taz.de -- Jemens Rebellen greifen Saudi-Arabien an: Saudi-Arabiens Hauptstadtflughafen stellt nach Beschuss Betrieb ein
> Ein Raketenangriff von Jemens Huthi-Rebellen erzwingt die Schließung des
> Airports von Riad. Schwere Kämpfe toben in Jemen.
(IMG) Bild: Besorgt vor dem Flughafen: Riad am 10. Oktober 2026
Beim bisher schwersten Angriff auf den internationalen Flughafen der
saudischen Hauptstadt Riad sind am Samstagnachmittag [1][nach
Behördenangaben] 12 Menschen getötet und 309 verletzt worden. Unter den
Toten des Raketenangriffs auf ein Passagierterminal, sind vier Saudis und
ein US‑Amerikaner. Saudi-Arabien macht dafür Jemens Huthi-Rebellen
verantwortlich; diese haben noch nicht offiziell die Verantwortung
übernommen, aber Huthi-Anhänger feierten die Schließung des Flughafens von
Riad. Wenige Stunden später wurde auch der Flughafen der Stadt Dammam
beschossen.
Bereits am Dienstag und Mittwoch hatten die Huthi Raketen auf die Flughäfen
von Riad und Abha abgeschossen. Es gab drei Tote, alles Ausländer, und 36
Verletzte. Am Donnerstag starben drei Saudis, darunter ein Pilot, auf dem
Flughafen von Riad, als bei einem weiteren Huthi-Angriff dort ein
saudisches Flugzeug am Boden getroffen wurde.
[2][Maged al-Madhaji], Leiter des Sanaa Center for Strategic Studies,
schrieb, der Erfolg solcher Angriffe könne weitere ermutigen: „Wenn die
Huthi davon überzeugt sind, dass ihre Gegner sich aus Angst um ihre
Interessen zurückhalten, werden sie mutiger.“
Der jüngste Angriff könnte aber die seit 2015 laufende saudische
Intervention in Jemens Bürgerkrieg gegen die Huthi-Rebellen, die Jemens
Hauptstadt Sanaa kontrollieren, verändern. Bisher beschränkt sie sich auf
Luftangriffe und Unterstützung für Jemens international anerkannte
Regierung, die in der Hafenstadt Aden residiert. Schon vergangene Woche
hatte Pakistan seine Beteiligung an den saudischen Luftangriffen verkündet.
Am Samstag [3][sagte US-Präsident Donald Trump], auch die USA könnten sich
daran beteiligen.
## Kämpfe und Luftangriffe um die Millionenstadt Taiz
Derweil sind die Huthi in Jemen selbst weiter auf dem Vormarsch. Sie haben
ihre Belagerung der drittgrößten jemenitischen Stadt Taiz im Zentrum des
Landes verstärkt und das Kommando der Regierungsstreitkräfte in Taiz,
berichtete am 4. Oktober die taz, auch die letzte Verbindungsstraße von
Taiz nach Aden sei jetzt abgeschnitten. Die Huthi wollen jetzt die
Millionenstadt stürmen, gegen heftigen Widerstand der Bewohner.
Luftangriffe auf Huthi-Positionen um Taiz am Sonntag sollten wiederum die
Huthi-Versorgungslinien abschneiden, berichtete das
Verteidigungsministerium in Aden der taz. Der lokale [4][Journalist Taha
Saleh] berichtet von heftigen Preissteigerungen in der Stadt: Zehn Liter
Benzin kosten jetzt 30 US-Dollar, eine astronomische Summe für die
Menschen.
Der Huthi-Sturm auf Taiz folgt auf die Einnahme der jemenitischen Küste des
Roten Meeres durch die Rebellen im September. Regierungsstreitkräfte
konzentrieren sich darauf, dies rückgängig zu machen und die
Huthi-Einheiten einzukesseln. Offizielle Angaben, wonach die Gegenoffensive
der Regierungstruppen namens „Operation Dawn of Yemen“ 7.500 Tote oder
Verletzte unter den Huthi gefordert hat, können nicht unabhängig
verifiziert werden.
Nach UN-Angaben haben die Kämpfe in Jemen seit Anfang August mindestens 32
Zivilisten getötet und mehr als 200.000 in die Flucht getrieben.
11 Oct 2026
## LINKS
(DIR) [1] https://x.com/ksagaca/status/2109039231968383000
(DIR) [2] https://x.com/MAlmadhaji
(DIR) [3] https://x.com/RapidResponse47/status/2108967182461731001
(DIR) [4] https://x.com/taha_saleh_taiz
## AUTOREN
(DIR) Najm Aldain Qasem
## TAGS
(DIR) Jemen
(DIR) Jemen Bürgerkrieg
(DIR) Saudi-Arabien
(DIR) Huthi-Rebellen
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